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Sportwagen Allgemein
03.04.2019

Podiumserfolg bringt Doppelführung in der IGTC für Mercedes

Bei besten Wetter- und Streckenbedingungen erlebten die Zuschauer am legendären Laguna Seca Raceway eine spannende zweite Runde der Intercontinental GT Challenge Powered by Pirelli, bei der die Teams mit dem Mercedes-AMG GT3 vor allem durch große Konstanz und strategisch gute Renneinteilung überzeugen konnten.

Einen perfekten Start in das 8-Stunden-Rennen erwischte die #999 des Mercedes-AMG Team GruppeM Racing: Vom zehnten Platz aus machte Maximilian Buhk auf Anhieb fünf Positionen gut. Nach dem ersten Wechsel absolvierte Maximilian Götz einen fehlerfreien Doppelstint, ehe Raffaele Marciello den Mercedes-AMG GT3 erstmals in die Podiumsränge fuhr. Mit zunehmender Renndauer etablierte sich das Trio im Vorderfeld. Im letzten Renndrittel konnten Götz, Buhk und Marciello immer mehr Druck auf die Spitze ausüben. Schlussfahrer Marciello festigte in seinem letzten Doppelstint den zweiten Rang, den er nach 327 Runden perfekt machte. Mit dem Podiumsplatz haben die drei Mercedes-AMG Piloten nun jeweils 36 Punkte auf ihrem Konto und übernehmen die gemeinsame Führung in der Fahrerwertung der Intercontinental GT Challenge.

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Im Schwesterfahrzeug #888 des Teams gingen Maro Engel (DE), Yelmer Buurman (NL) und Luca Stolz (DE) vom elften Startplatz in das Rennen. Nach anfänglichen Positionsgewinnen handelte sich das Trio eine Zeitstrafe wegen Überholens unter Gelb ein und büßte Plätze ein. In der Folge kämpfte sich das Team wieder zurück in die Top-Ten, konnte aber nicht mehr ganz zur absoluten Spitze des 20 Fahrzeuge zählenden Feldes aufschließen. Schlussfahrer Maro Engel überquerte schließlich auf dem 6. Platz die Ziellinie.

Das dreifache Top-Ten-Ergebnis von Mercedes-AMG wird komplettiert durch den Mercedes-AMG GT3 #43 von STRAKKA Racing. Lokalmatadorin Christina Nielsen (DK), Dominik Baumann (AT) und Adam Christodoulou (GB) nahmen das Rennen vom 15. Startplatz aus in Angriff. Mit konstant guten Runden und problemlosen Wechseln konnte sich das Trio im Verlauf der acht Rennstunden kontinuierlich nach vorne fahren und durch Schlussfahrer Baumann auf Platz zehn das gute Ergebnis der Mercedes-AMG GT3 bei den California 8 Hours abrunden.

Pech hatte hingegen die vom zwölften Platz gestartete #44 des Mercedes-AMG Team STRAKKA Racing mit Gary Paffett (GB), Tristan Vautier (FR) und Lewis Williamson (GB). Nach einem guten Start von Paffett führte IGTC-Titelverteidiger Vautier das Fahrzeug bis zu einem zwischenzeitlichen Podiumsrang nach vorne. Zur Rennmitte musste das Trio jedoch nach einem Schaden an der Lenkung vorzeitig aufgeben.

Als bestplatzierte Fahrzeuge von Mercedes-AMG sammelten die #999 und die #888 wertvolle Punkte für die Herstellerwertung der IGTC: Die Performance- und Sportwagenmarke aus Affalterbach baut ihre Führung aus und hat nach nunmehr zwei von insgesamt fünf Rennen bereits 19 Zähler Vorsprung.

Maximilian Buhk, Mercedes-AMG Team GruppeM Racing #999: „Das Rennen war top. Ich habe einen super Start erwischt, es war zwar etwas eng in den ersten beiden Kurven, aber ich kam ganz gut durch. Insgesamt war es ein sehr schweres Rennen – ohne Safety-Car, ohne jegliche Neutralisierung. Von daher mussten wir strategisch klug fahren, was uns gelungen ist. Wir haben uns auch gut auf die steigenden Temperaturen eingestellt und die Reifen gut eingeteilt. Der zweite Platz ist toll, aber wir schauen natürlich auf das große Ganze – die Meisterschaft und dafür waren die Punkte heute sehr wichtig.“

Maximilian Götz, Mercedes-AMG Team GruppeM Racing #999: „Wir sind super happy mit dem zweiten Platz. Das war ein super enges Rennen mit einem sehr guten Fahrerfeld. Max hatte einen Mega-Start, das war die Grundlage für unser Ergebnis. Wir haben uns keine Fehler erlaubt und sind gut durchgefahren. Raffaele, Max und das gesamte Team – alle haben einen tollen Job gemacht. Das ist ein riesiger Schritt nach vorne für uns in der Meisterschaft.“

Raffaele Marciello, Mercedes-AMG Team GruppeM Racing #999: „Nach P3 in Bathurst ist der zweite Platz heute natürlich super für die Meisterschaft. Konstanz ist der Schlüssel für den Erfolg – wir können nicht jedes Rennen gewinnen, aber wenn wir so weitermachen, haben wir gute Karten. Heute haben wir auf jeden Fall alles richtig gemacht.“

Maro Engel, Mercedes-AMG Team GruppeM Racing #888: „Zunächst meinen Glückwunsch an das Schwesterauto mit der #999 – sie sind ein tolles Rennen gefahren, gut durchgekommen und haben wichtige Punkte eingefahren. Für uns lief es nicht ganz glatt, schon der erste Stint war etwas schwierig. Aber am Ende sind wir mit P6 doch noch ganz zufrieden. Wir haben auch gute Punkte geholt – sowohl für die Herstellerwertung als auch für uns Fahrer. Danke an alle, die dazu beigetragen haben.“

Luca Stolz, Mercedes-AMG Team GruppeM Racing #888: „Wir hatten zu Beginn etwas Probleme und eine dumme Strafe - das hat uns eine bessere Position gekostet. Wir hätten sicher in die Top-Five kommen können – auch das Podium wäre dringewesen. In solch engen Rennen darf man sich einfach keine Fehler erlauben. Wir werden daraus lernen und stärker zurückkommen. Aber alles in allem war es ein gutes Wochenende für Mercedes-AMG.“

Christina Nielsen, STRAKKA Racing #43: „Das war mein erstes Rennwochenende für STRAKKA Racing zusammen mit Adam Christodoulou und Dominik Baumann – da gab es natürlich viel zu lernen für mich, aber insgesamt haben wir gute Fortschritte gemacht. Wir haben herausgefunden, wo wir schon stark sind, und woran wir noch arbeiten müssen. Auf dem Top-Ten-Platz lässt sich auf jeden Fall aufbauen. Schon jetzt, vielen Dank an Mercedes-AMG für den tollen Support.“

Adam Christodoulou, STRAKKA Racing #43: „Das war ein sehr hartes Wochenende für uns und insbesondere auch für Christina als einzige Silver-Pilotin in einem Feld, das praktisch nur aus Hersteller unterstützen Pro-Cars bestand. Aber wir haben Kampfgeist gezeigt. Wir kamen von P15, waren am Enden in den Top-Ten und haben einige große Namen hinter uns gelassen. Von daher sind wir sehr zufrieden.“

Tristan Vautier, Mercedes-AMG Team STRAKKA Racing #44: „Unser Ausfall ist extrem schade. Das Auto lief super und das Renn-Setup war richtig gut. Dann haben wir aber Probleme mit der Lenkung bekommen und das Auto hat auch Flüssigkeit verloren. An der Box haben unsere Jungs dann das Leck gefunden, aber das ließ sich leider auf die Schnelle nicht fixen, so dass wir das Auto aus dem Rennen nehmen mussten. Wie gesagt, super schade, aber was mich sehr gefreut hat, war die tolle Zusammenarbeit mit STRAKKA, für die ich das erste Mal gefahren bin. Danke an das ganze Team!“ 

Stefan Wendl, Leiter Mercedes-AMG Customer Racing: „Den zweiten Platz feiern wir mit beiden Teams wie einen Sieg. Das war wieder mal ein unglaublich hartes Rennen, was wir mittlerweile von den IGTC-Events ja schon kennen. Ein Kampf bis zur letzten Minute und am Ende sind wir überglücklich, dass wir die beiden Meisterschaften – Fahrerwertung und Herstellerwertung – anführen bzw. unsere bestehende Führung festigen konnten. Das lässt uns mit einem guten Gefühl nach Hause fahren.“