Donnerstag, 21. November 2019
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Rallye WM
28.10.2019

SKODA mit vorzeitigem Titelgewinn in der WRC 2 Pro-Herstellerwertung

Mission erfüllt: Bei der Rallye Spanien (24. bis 27. Oktober 2019) kamen Jan Kopecky/Jan Hlousek (CZE/CZE) und ihre SKODA FABIA R5 evo Kollegen Kalle Rovanperä/Jonne Halttunen (FIN/FIN) als Zweite und Dritte der WRC 2 Pro-Kategorie ins Ziel. Mit diesem Ergebnis sicherten sie SKODA Motorsport bereits eine Rallye vor dem Saisonfinale den Titel in der WRC 2 Pro-Herstellerwertung der FIA Rallye-Weltmeisterschaft 2019. In drei Wochen wird in Australien nur noch das Titelrennen in der WRC 2-Kategorie entschieden, und zwar zwischen den SKODA Piloten Pierre-Louis Loubet (FRA) und Benito Guerra (MEX).

Eine lange Saison hat für SKODA Motorsport vorzeitig ein überaus erfolgreiches Ende gefunden. Nachdem Kalle Rovanperä und Jonne Halttunen schon vor drei Wochen bei der Rallye Großbritannien die Fahrertitel in der WRC 2 Pro-Kategorie gewonnen haben, sicherte sich SKODA Motorsport bei der Rallye Spanien ebenfalls vorzeitig den Titel in der WRC 2 Pro-Herstellerwertung der FIA Rallye-Weltmeisterschaft 2019. Rovanperä/Halttunen mit Rang drei in der WRC 2 Pro und ihre zweitplatzierten Teamkollegen Jan Kopecky/Jan Hlousek stockten das Punktekonto von SKODA soweit auf, dass die tschechische Marke beim Saisonfinale in Australien in drei Wochen nicht mehr eingeholt werden kann.

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Im Verlauf der zweiten von drei Etappen lag Kalle Rovanperä zunächst an zweiter Stelle und konnte mit schnellen Zeiten den Abstand zum Führenden in der WRC 2 Pro-Kategorie, Citroën-Pilot Mads Ostberg, um mehr als 30 auf nur noch 9,8 Sekunden verkürzen. Aber auf der letzten Prüfung des Tages in Salou traf er eine Betonbarriere, beschädigte die hintere linke Aufhängung und fiel auf Rang drei zurück. Teamkollege Jan Kopecky kletterte dadurch auf Rang zwei in der Kategorie. Am finalen Sonntag mit vier Wertungsprüfungen, die noch einmal über 74,14 Kilometer führten, hielten sich beide SKODA Werksteams klar an die Anweisungen von SKODA Motorsport Chef Michal Hrabánek. Sie gingen keine unnötigen Risiken mehr ein, erreichten nach einer fehlerfreien Fahrt das Ziel in Salou und machten Hrabánek zu einem glücklichen Mann.

"Nun kann ich sagen: Auftrag ausgeführt - wir haben jedes unserer Saisonziele erreicht. Wir haben den neuen SKODA FABIA R5 evo erfolgreich auf den Markt gebracht, Kalle und Jonne haben die Fahrer- und Beifahrertitel in der WRC 2 Pro* geholt, außerdem haben sie und die beiden Jans zusammen die nötigen Punkte geholt, um SKODA vorzeitig die Herstellerwertung der WRC 2 Pro-Kategorie* zu sichern", freute sich SKODA Motorsport Direktor Michal Hrabánek und ergänzte: "Dieser Erfolg war nur durch die starke Unterstützung durch unseren Vorstand sowie das tolle Engagement der Ingenieure, der Mechaniker und aller SKODA Mitarbeiter möglich, die mit uns zusammen den Motorsport zum erfolgreichen Bestandteil der DNA von SKODA machen. Ich freue mich außerdem, dass unsere Kunden so erfolgreich sind. Beim finalen WM-Lauf in Australien fällt die Entscheidung in der WRC 2-Kategorie für Privatfahrer nur noch zwischen zwei SKODA Teams. Unsere Kunden gehen bei Rallyes in aller Welt erfolgreich an den Start, wir haben mittlerweile 311 Fahrzeuge verkauft. Das bringt eine große Verantwortung gegenüber unseren Kunden für uns mit sich. Wir konzentrieren uns nun darauf, die nächste Saison bestmöglich vorzubereiten."

In der Privatfahrern vorbehaltenen Kategorie WRC 2 hatten die Meisterschaftsführenden Pierre-Louis Loubet/Vincent Landais zunächst die Spitze übernommen. Am Schlusstag der Rallye Spanien mussten die beiden Franzosen allerdings einen Schreckmoment überstehen. Während der zweiten Wertungsprüfung des Sonntags rutschte ihr SKODA FABIA R5 in einen Graben. Loubet/Landais konnten die Fahrt zwar fortsetzen. Der Zeitverlust warf sie allerdings auf Rang fünf in der Kategorie zurück. Dadurch bleibt die Meisterschaftsentscheidung in dieser Klasse bis zum Saisonfinale in Australien offen. Die WRC 2-Champions werden auf jeden Fall einen SKODA fahren - in Frage kommen nur noch Loubet/Landais oder die Mexikaner Benito Guerra/Daniel Cué, die bei der Rallye Spanien ausfielen.