Freitag, 22. März 2019
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Rallye WM
12.03.2019

Rallye Mexiko: Hyundai erkämpft weitere wichtige WM-Punkte

Nach ihren Podiumsplätzen in Monte Carlo und in Schweden erreichte die Fahrerpaarung Thierry Neuville/Nicolas Gilsoul in Mexiko als bestes WRC-Duo von Hyundai Motorsport den vierten Platz. Dani Sordo und Carlos del Barrio, die bei der ersten Schotterrallye der Saison anstelle von Sébastien Loeb und Daniel Elena zum Einsatz kamen, wurden Neunte. Die Crew Andreas Mikkelsen/Anders Jæger-Amland beendete den dritten WM-Lauf 2019 als Elfte.

Nach dem vielversprechenden Saisonauftakt bei den beiden Winterrallyes in Monte Carlo und Schweden zeigte der Hyundai i20 Coupe WRC zunächst auch auf dem Schotter von Mexiko sein großes Potenzial. Andreas Mikkelsen gewann am Freitag die erste und die dritte Wertungsprüfung und war kurzfristig Führender der Gesamtwertung. Teamrückkehrer Dani Sordo glänzte freitags mit vier zweiten Plätzen (WP3, WP4, WP5, WP6). Dann kam für den Norweger und für den Spanier jeweils der frustrierende Rückschlag: Mikkelsen traf einen Stein (WP5). Nach dem fälligen Reifenwechsel ging es weiter, doch zehn Kilometer weiter brach die beim Aufprall ebenfalls beschädigte Radaufhängung. Mikkelsen war damit für den Rest des Tages Zuschauer. Das gleiche Schicksal ereilte Sordo durch einen Elektrikdefekt (WP7). Mikkelsen fiel vom ersten auf den 19., Sordo vom zweiten auf den 16. Rang im Zwischenklassement zurück. 

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Zu diesem Zeitpunkt kämpfte Thierry Neuville bereits mit aller Kraft gegen seinen Rückstand: Bei der ersten Freitagsprüfung (WP2) hatte ihn ein schleichender Plattfuß auf Platz neun zurückgeworfen. Mit der Bestzeit in der letzten Prüfung des Tages (WP9) konnte sich der kämpferische Belgier immerhin Zwischenrang sechs sichern. Doch seine Hoffnungen auf einen weiteren Podestplatz waren damit bereits so gut wie hinfällig. 

Samstag brachten alle drei Crews ihre Hyundai i20 Coupe WRC sicher und heil durch die neun Tagesprüfungen. Dabei erzielten Neuville (WP17), Mikkelsen (WP16) und Sordo (WP18) jeweils eine Bestzeit. Neuville war am Ende des Samstags Vierter, Sordo Zehnter und Mikkelsen Elfter.

Auch am finalen Sonntag blieb Thierry Neuville in Mexiko – bei seinem 100. Rallye-WM-Lauf – schnellster Pilot von Hyundai Motorsport. Mit Rang drei in der abschließenden Powerstage sicherte er sich drei Zusatzpunkte und bestätigte Platz vier im Endklassement. Sordo, als Vierter der Powerstage mit zwei zusätzlichen Punkten belohnt, wurde schließlich Neunter. Für Mikkelsen blieb es bei Position elf. 


Team-Info: Neuville/Gilsoul (Hyundai i20 Coupe WRC #11)

• Nach frühem Reifenschaden mit Platz vier Schaden maximal begrenzt
• Schnellste auf zwei Wertungsprüfungen und drei Powerstage-Punkte gewonnen

Thierry Neuville: „Das war nicht das Wochenende, das wir uns gewünscht haben. Durch den frühen Reifenschaden am Freitag und unsere Startposition war es von Anfang bis Ende ein schwieriger Event. Zeitweise hatten wir nicht genug Speed. Ich fuhr in gutem Rhythmus, doch wir waren nicht auf unserem üblichen Tempo. Wir müssen diese Rallye nun hinter uns lassen und uns auf Korsika konzentrieren.“


Team-Info: Sorda/del Barrio (Hyundai i20 Coupe WRC #6)

• Erster Einsatz in der Rallye-WM-Saison 2019 anstelle von Loeb/Elena
• Potenzial für Spitzenplätze bewiesen und zwei Powerstage-Punkte geholt

Dani Sordo: „Am Schlusstag war mein Ziel, innerhalb meines Limits zu fahren und für das Team wichtige Herstellerpunkte zu sammeln. In der Powerstage habe ich etwas gepuscht, aber nicht zu sehr. Bis zu unseren Problemen am Freitag haben wir vorne mitgekämpft. Das Potenzial ist also definitiv da.“ 


Team-Info: Mikkelsen/Jæger-Amland (Hyundai i20 Coupe WRC #89)

• Drei und damit die meisten Wertungsprüfungen für Hyundai gewonnen
• Rückstand auf Punkteplätze war nach einem Radaufhängungsbruch zu groß

Andreas Mikkelsen: „Nach den an diesem Wochenende verpassten Möglichkeiten ist es wichtig, sich auf die vielen positiven Aspekte zu konzentrieren. Der Hyundai i20 Coupe WRC hat für mich auf den Schotterstrecken viel besser funktioniert. Allerdings konnten wir nicht um die Ergebnisse kämpfen, zu denen wir fähig waren. Aber so ist der Rallyesport nun mal.“


Rückschläge beim dritten Saisonlauf bestmöglich pariert

• Hyundai i20 Coupe WRC gewann sechs Wertungsprüfungen
• Alle drei Fahrer im Ziel, zwei in den Punkterängen

Teamdirektor Andrea Adamo: „Mein Fazit: Das sind nicht die Ergebnisse, die wir bei WRC-Läufen erzielen wollen. Doch wir brauchen nicht frustriert und enttäuscht zu sein. Die Lage ist, wie sie ist. Wir müssen wie immer unsere Hausaufgaben machen und so hart wie möglich an Verbesserungen arbeiten. Auf dem Toplevel des internationalen Rallyesports können wir uns einfach keinen einzigen Fehler erlauben. Wir bleiben fokussiert und arbeiten fleißig weiter Richtung Korsika.“