Dienstag, 17. September 2019
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RCN
21.05.2019

Vierter Klassenrang für Team Theisen nach Aufholjagd

Mit einem vierten Rang in der Klasse endete der dritte Saisonlauf zur Rundstrecken Challenge Nürburgring für das Team Automobile Theisen. Eine falsche Reifenwahl vereitelte dem Duo Ralf Kraus (Köln) und Volker Strycek (Dehrn) am Steuer des Opel Astra TCR ein besseres Ergebnis. „Das war heute ein Reifenpoker, bei dem wir leider kein glückliches Händchen hatten“, sagte Teamchef Peter Theisen. „Aber unser Auto steht ohne Schramme im Ziel und die Aufholjagd wurde mit dem vierten Platz belohnt.“

Im, von wechselnden Witterungsbedingungen geprägten Wertungslauf, lag die Lüdenscheider Mannschaft zunächst bei der Reifenwahl falsch. Kurz vor dem Start zur 13 Runden-Distanz (=330 Kilometer) ging über den meisten Streckenabschnitten ein Regenschauer nieder.

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Startfahrer Ralf Kraus entschied sich für Intermediates, da im Wetterradar eigentlich keine weiteren Schauer angesagt waren. „Leider herrschte auf der ersten halben Runde der Nordschleife nahezu Dauerregen, während die Abschnitte von Breidscheid bis Start-und-Ziel früh abtrockneten und auch trocken blieben. Unterm Strich wären richtige Regenreifen die bessere Wahl gewesen“, sagte Ralf Kraus, der bei einem Dreher zum Glück nirgends aneckte. Trotz der Reifenwahl übergab der Kölner immerhin als Sechster von zehn Startern in der Klasse das Cockpit an Volker Strycek.

Da das Wetterradar eine große herannahende Regenwolke zeigte, entscheid sich der 24h-Rekordstarter für Regenreifen. Technik-Chef Thomas Theisen hielt das Radarbild im Auge. Die große dunkle Wolke zog am Eifelkurs vorbei und Volker Strycek kam nach nur zwei Runden an den Boxen, um auf neue Intermediates zu wechseln.

„Diese Entscheidung war goldrichtig, denn an einigen Abschnitten war es abseits der Ideallinie noch feucht und rutschig. Slicks wären zu risikoreich gewesen“, sagte Volker Strycek. „Ein großes Lob gebührt der Theisen Mannschaft, die unseren Opel Astra perfekt vorbereitet hatte und mich zur richtigen Zeit zum Räderwechsel an die Boxen holte. Das ist Teamsport, so macht das richtig Spaß. Für mich war es ein erfolgreiches Comeback im Rennauto nach meiner Operation und ich empfand das Fahren wie eine Reha-Maßnahme. Herzlichen Dank an das gesamte Team für das Vertrauen.“

Der DTM-Meister von 1984 blies fortan an zur Aufholjagd und war im letzten Renndrittel der schnellste Pilot im Feld der 158 Starter. In 9.30 Minuten drehte Volker Strycek auch die schnellste Runde des Tages im Gesamtklassement. In der Klasse RS3A verbesserte sich der Theisen-Pilot noch auf den vierten Platz.

Robin Strycek, beim ersten RCN-Lauf der Gesamtschnellste mit dem Theisen-Astra TCR, unterstütze dieses Mal Jürgen Klein (Langenfeld) in dessen Opel Astra Caravan 2,0 CDTi. Bei den Diesel-Fahrzeugen bis 2000 ccm wurde das Duo als Klassensieger abgewinkt.

Der vierte Saisonlauf findet am Donnerstag, den 20. Juni 2019, im Rahmenprogramm des 24h Rennens am Nürburgring statt.