Dienstag, 10. Dezember 2019
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Porsche Sports Cup
09.10.2019

Saisonfinale beim „Sportscar Together Day“ in Hockenheim

Großes Familienfest beim Saisonfinale des Porsche Sports Cup Deutschland in Hockenheim: Anlässlich der Eröffnung des neuen Porsche Experience Center (PEC) am Hockenheimring feiert der Sportwagenhersteller am 12. und 13. Oktober einen „Sportscar Together Day“. Kunden und Fans der Marke sind eingeladen, an beiden Tagen die Einrichtung des neuen PEC kennenzulernen, den Handlingkurs und die Dynamikflächen bei Mitfahrten zu testen und das Finale des Porsche Sports Cup hautnah mitzuerleben.

Zudem erwarten die Besucher Live-Acts auf der Bühne und eine Erlebniswelt für Kinder. Zu den Angeboten für die jüngsten Besucher zählen unter anderem Racing Simulatoren oder die Kids Driving School, in der spielerisch das sichere Verhalten im Straßenverkehr vermittelt wird. Auf der Rennstrecke ist beim Saisonfinale spannender Motorsport mit über 200 Startern garantiert. In allen Wertungen des Porsche Sports Cup werden erst an diesem Wochenende die Titel vergeben.

Porsche Super Sports Cup

Der Porsche Super Sports Cup präsentiert sich im Rahmen des „Sportscar Together Day“ vor großer Kulisse mit einem prall gefüllten Starterfeld. Insgesamt 46 reinrassige Rennwagen, darunter 36 Porsche 911 GT3 Cup, werden auf dem 4,754 km langen Grand-Prix-Kurs in Hockenheim an den Start gehen. Den einzigen 991 GT3 R fährt Stanislav Minsky, der für PZ Mannheim – Team 75 Bernhard startet. Mit besten Chancen auf den Titel reist Laurin Heinrich zum Finale. Der Nachwuchspilot, der Ende September seinen 18. Geburtstag feierte, könnte sich mit dem Gewinn der Meisterschaft nachträglich selbst das schönste Geschenk machen. Der Abiturient aus Kürnach liegt mit 184 Punkten in Führung und liegt zugleich in der Klasse 5e der älteren 991 GT3 Cup vorne. Schärfster Verfolger ist mit Joachim Thyssen (161,6 Punkte) ein Routinier, der in diesem Jahr gleich beim Saisonauftakt in Hockenheim zwei Rennsiege feierte und am zweiten Rennwochenende des Jahres auf dem Nürburgring zwei zweite Plätze in der Gesamtwertung folgen ließ. Kann der Pilot aus dem Team Certina Racing powered by Herberth Motorsport im Schlussspurt die Tabellenspitze zurückerobern? Die Konkurrenz in der Klasse 5f ist stark besetzt. Neben Lokalmatador Bertram Hornung aus Stutensee schaffte auch Klaus Rader (Team Certina Racing powered by Herberth Motorsport) schon den Sprung auf das Gesamtpodium. Außerdem ist Profipilot Hendrik Still (Healthcare X.0 42), der 158,2 Punkte auf dem Konto hat und in der Klasse 5f nur 3,4 Punkte hinter Thyssen auf dem zweiten Platz liegt, wieder mit von der Partie und kann nach dem Titel greifen. Auch Mike Essmann (CarTech Motorsport by Nigrin), der bei seinem spektakulären Comeback in Spa-Francorchamps in beiden Rennen als Zweiter abgewinkt wurde und jeweils bester GT3-Cup-Pilot war, ist ebenfalls beim Saisonfinale am Start. Tabellendritter in der Meisterschaft ist Felix Neuhofer (159 Punkte), der einen 991 GT3 Cup Gen. I von Herberth Motorsport pilotiert. Der Porsche Pilot aus Gröbenzell tritt wie Meisterschafts-Leader Heinrich in der Klasse 5e an und kämpft nach seinen Klassensiegen Nummer zwei und drei in Spa-Francorchamps noch um den Jahresgewinn in dieser Kategorie.

Porsche Sports Cup

Das Starterfeld des Porsche Sports Cup ist beim Saisonfinale mit 26 Teilnehmern ebenfalls bestens besetzt. In Hockenheim gibt es ein Wiedersehen mit Rudolf Schulte, der sich den Titel 2017 sichern konnte. Der ehemalige Meister greift ins Volant eines 991 GT3 RS und tritt in der Klasse 4h gegen Fahrer wie Charles Bruchmann und Wilhelm Lathus an, die in diesem Jahr regelmäßig um die Podestplätze mitfuhren. Als Tabellenführer reist Marco Seebach nach Hockenheim. Der Porsche Pilot aus dem hessischen Rosbach vor der Höhe führt nach zehn von insgesamt zwölf Rennen in der Meisterschaft mit 197,4 Punkten. Nach den Klassensiegen Nummer acht und neun ist ihm der Siegerpokal in der in der Kategorie 4g bereits sicher. Nun hat der Fahrer des DL2-Racing Teams den Meistertitel im Porsche Sports Cup im Visier. Der Vorsprung auf Stefan Jöcker (171,8 Punkte) beträgt 25,6 Punkte. Aber der Wuppertaler verlor zuletzt in der Klasse der Cayman GT4 wertvolle Punkte. Nachwuchsfahrer Lukas Drost (163,6 Punkte) feierte in der Klasse 2e vier Siege in Folge. Vor dem Finale trennen die beiden Cayman GT4 Fahrer im Kampf um den Klassensieg 2019 nun nur noch 8,2 Zähler. Tabellendritter ist mit einem Rückstand von 28,2 Punkten Bernd Rosenschon (169,2 Punkte). Er steht in der Klasse 4e der 991 GT3 an der Spitze. Doch auch hier ist der Klassensieg 2019 hart umkämpft. Gerade einmal vier Punkte trennen Rosenschon und Porsche Pilot „Manolo“ (Schütz Motorsport). Der Kampf um die Meisterschaft verspricht also zusätzliche Würze durch packende Fights auf Augenhöhe in den verschiedenen Klassen. So ist auch die Entscheidung in der Klasse 4f der 991 GT3 RS noch nicht final gefallen. Vorjahressieger Peter Stegherr (138 Punkte) und Timo Stock (134,2 Punkte) haben noch Titelchancen. Die Besucher dürfen sich auf packende Rennen in dem mit straßenzugelassenen Serienreifen von Exklusivausstatter Michelin ausgetragenen Porsche Sports Cup freuen.

Porsche Sports Cup Endurance

Im Porsche Sports Cup Endurance werden zwei separate Läufe über jeweils 50 Minuten ausgetragen. Sie werden von einer 25-minütigen Boxenstopp-Pause unterbrochen, die die Möglichkeit zum Nachtanken sowie für einen Reifen- und einen eventuellen Fahrerwechsel gewährt. In jedem der beiden Rennen gibt es ein zehnminütiges Zeitfenster, in dem das Fahrzeug zum Fahrerwechsel an die Box muss. Auch beim Finale heißt es wieder „volles Haus“. Mehr als 40 Fahrzeuge sind bei den Endurance-Rennen mit von der Partie, die das Wochenende abschließen. Beim Blick auf die Starterliste können die Besucher wieder zahlreiche interessante Fahrerpaarungen mit prominenten Piloten entdecken. Nachdem Peter Terting / Hendrik Still bei den vergangenen drei Rennen nicht starten konnten, feiert das Duo des Teams Healthcare X.0 42 nun sein Comeback mit einem 991 GT3 Cup. Zugleich melden sich die beiden Profirennfahrer im Titelkampf zurück. Mit 124,4 Punkten liegen sie aktuell auf dem vierten Tabellenplatz. Der Rückstand auf die Spitzenreiter Mike Essmann / Bertram Hornung (137,4 Punkte), die ebenfalls einen 991 GT3 Cup pilotieren, beträgt lediglich 13 Zähler. Auf dem zweiten Platz in der Meisterschaft liegt Günther Kraus (136 Punkte), der sich die Lenkradarbeit im GT3-Cup-Porsche mit ADAC-GT-Masters-Fahrer Daniel Keilwitz teilt. Tabellendritte sind Richard Gresek und sein Sohn Philipp (991 GT3 Cup), die 130,2 Punkte auf dem Konto haben. Übrigens gibt es im Teilnehmerfeld noch weitere Familienteams wie zum Beispiel Vater Winfried Assmann mit Tochter Ronja oder die Brüder Donar und Wodan Munding (alle 991 GT3 Cup). Darüber hinaus unterstützt Christopher Zöchling wieder Helmut Rödig im 991 GT3 Cup von Burgmann Racing. Nico Bastian teilt sich die Cockpitarbeit erneut mit Adrian Hürlimann. Das Duo feierte bei der Premiere in Spa-Francorchamps auf Anhieb den Gesamtsieg im ersten Rennen. Aber auch Ex-DTM-Pilot Peter Mamerow und Ex-Endurance-Champion Jürgen Häring sind jeweils mit einem 991 GT3 R wieder mit von der Partie. Außerdem wird das Team Healthcare X.0 42 zum ersten Mal einen Cayman GT4 CS für Teamchef Chris-Gilbert König und Dominique Schaak einsetzen.

PZ-Trophy

Zum erfolgreichen Konzept des Porsche Sports Cup gehört, dass gerade auch Einsteiger ein ideales Betätigungsfeld vorfinden. In der PZ-Trophy sind zwei Trainingssitzungen und zwei Gleichmäßigkeitsprüfungen zu absolvieren. Jede Zehntelsekunde Abweichung wird mit einem Strafpunkt bewertet. Die Punkte aller Wertungsrunden werden addiert. In der Meisterschaft führt vor den beiden letzten Prüfungen des Jahres der Tscheche Tomas Urban (229,5 Punkte) vor dem aktuellen Champion Dr. Rocco Herz (194,5) aus München. Bei noch 50 zu vergebenen Punkten machen die beiden den Titel unter sich aus. Aber auch die Kandidaten im Kampf um den dritten Platz liegen eng zusammen. Aktuell rangiert Josef Smarda (140,5), der im vergangenen Jahr Vizemeister wurde, auf dem dritten Platz. Dahinter folgen im Klassement auf den weiteren Positionen Ann-Kathrin Rösch (137), Jaroslav Mikolas (135) und Felix Gerdes (119).

PZ-Driver’s Cup

Die Möglichkeit zu einem ersten Schnuppern eröffnet während des Wochenendes die Porsche Sports Cup Experience. Hier ist geführtes Fahren über die Rennstrecke der Höhepunkt des Events. Darauf aufbauend können Fahrer straßenzugelassener Porsche Fahrzeuge im PZ-Driver’s Cup einen perfekten Einstieg finden. Die Teilnehmer werden alle am Wochenende mit ihrem eigenen Porsche mit insgesamt 90 Minuten Fahrzeit auf der Strecke an das sportliche Fahren herangeführt. Erfahrene Instrukteure der Porsche Driving School führen in die Besonderheiten des Kurses ein und vermitteln zudem das Wissen zur Ideallinie sowie zum richtigen Bremsen, Einlenken und Beschleunigen in und nach Kurvenpassagen. Die sportliche Wertung wird im Rahmen einer Gleichmäßigkeitsprüfung (GLP) ermittelt, in der es um den Kampf gegen die Uhr geht.