Dienstag, 17. September 2019
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Porsche Sports Cup
30.05.2019

Der Porsche Sports Cup macht Station in der Eifel

Der Porsche Sports Cup Deutschland kommt zum Nürburgring. Die populäre Kunden- und Clubsportserie trägt am 1. und 2 Juni auf der Eifelrennstrecke die zweite Runde des Jahres aus. Die Besucher dürfen sich auf heiße Action und bildschöne Sportwagen aus dem Hause Porsche in sechs Rennserien und Fahrevents freuen. Bei den Porsche Events für die ganze Familie gibt es im offenen Fahrerlager Motorsport zum Anfassen und eine Kinderwelt für die kleinen Besucher. Auch der Porsche Selection Truck ist vor Ort. In der Porsche World können sich die Zuschauer über die aktuellen Porsche Modelle informieren. 


Porsche Sports Cup

Im mit straßenzugelassenen Serienreifen von Exklusivausstatter Michelin ausgetragenen Porsche Sports Cup reist Rudolf Schulte mit einem Doppelsieg im Gepäck zum zweiten Rennwochenende der Saison. „Der Nürburgring ist eine sehr schöne Strecke, nicht nur für mich als Fahrer, sondern auch für das Auto“, sagt Rudolf Schulte (DS Racing). „Der Grand-Prix-Kurs hat sehr schnelle Kurven, das liegt dem 991 GT3 RS sehr gut.“ Aber die Konkurrenz ist hart und geht teilweise auch mit einem 700 PS-starken 991 GT2 RS an den Start. „Auf den langen Geraden bin ich mit dem leistungsstärkeren Auto sicherlich im Vorteil. Aber das kann sich in den Kurven dann auch wieder schnell ausgleichen“, weiß Norbert Kraft, der beim Auftakt für Wendland Motorsport auf die Plätze zwei und vier fahren konnte.

Als Tabellenführer tritt jedoch ein Pilot aus der Klasse der Cayman GT4 an. Der Dortmunder Lukas Drost setzte sich in seiner Klasse 2f gegen mehr Konkurrenten durch und sammelte daher 0,8 Punkte mehr als Rennsieger Schulte. In der Cayman-Klasse gehören der Wuppertaler Stefan Jöker und Lokalmatador Stefan Maringer zu den nächsten Verfolgern. Maringer, der aus dem nur 40 km entfernten Cochem anreist, und sein Team Stegmann Motorsport, gehen hoch motiviert in das Heimrennen. Im Porsche Sports Cup startet zudem Carsten Clauder (991 GT3) für das Team um Dirk Stegmann aus Treis-Karden an der Mosel. Am Nürburgring haben aber auch Fahrer wie Ramon Rotthoff (991 GT3 RS) aus Düsseldorf sowie Vater Günter Hundrieser (991 GT3) und Sohn Marvin (991 GT3 RS) aus Mülheim ein Heimrennen.


Porsche Super Sports Cup

Der Porsche Super Sports Cup ist auch 2019 das sportliche Flaggschiff des Wochenendes. Das Starterfeld ist mit 36 reinrassigen Rennwagen bestens gefüllt. Vor dem Porsche-Wochenende in der Eifel steht Joachim Thyssen an der Tabellenspitze. Der Fahrer des Teams Certina Racing powered by Herberth feierte einen Doppelerfolg beim turbulenten Saisonauftakt. In der am stärksten besetzten Klasse 5f der 991 GT3 Cup führt er aktuell vor Bertram Hornung (CarTech Motorsport by Nigrin) und Nürburgring-Lokalmatador Hendrik Still aus Schalkenbach. In der Meisterschaft katapultierte sich der erst 17-jährige Cup-Pilot Laurin Heinrich bei seiner Premiere im Porsche mit zwei Siegen in der Klasse 5e sogleich auf den zweiten Platz. Rang drei im Porsche Super Sports Cup belegt der Hamburger Jörg Kamper, der für das Team Arkenau Motorsport ins Volant eines Cayman GT4 Clubsport greift. Auf dem 5,148 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs des Nürburgrings mit seinen sieben Links- und zehn Rechtskurven werden nun die Karten im packenden Kampf um den Titel neu gemischt.

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Nur einen Steinwurf vom Ring entfernt hat das Team Porsche Racing Experience operated by Manthey Racing seine Basis in Meuspath. Die Manthey-Mannschaft hat ihre Basis im Gewerbepark am Nürburgring und bietet dort zugleich alle Dienstleistungen eines Porsche Service Zentrums für alle Straßenfahrzeuge aus dem Hause Porsche an. Im Porsche Super Sports Cup begleitet das Team auch in dieser Saison wieder Fahrer auf dem Weg zu ihrer persönlichen Rennfahrerkarriere. Aber auch Teichmann Racing genießt Heimrecht in der Eifel. Das Team aus Adenau setzt unter anderem einen 991 GT3 Cup für Harald und Joachim Geißelhart ein, die sich an beiden Tagen die Cockpitarbeit in der Startnummer 206 teilen.


Porsche Sports Cup Endurance

Am vierten Juni-Wochenende tritt Porsche als Titelverteidiger beim legendären 24h-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife an, der härtesten und längsten Rennstrecke der Welt. Zuvor tragen die Teilnehmer des Porsche Sports Cup Endurance am kommenden Wochenende auf dem Grand-Prix-Kurs des Nürburgrings zwei separate Läufen über jeweils 50 Minuten Rennen aus. Sie werden von einer 25-minütigen Boxenstopp-Pause unterbrochen, die die Möglichkeit zum Nachtanken sowie für einen Reifen- und einen eventuellen Fahrerwechsel gewährt. In jedem der beiden Rennen gibt es ein zehnminütiges Zeitfenster, in dem das Fahrzeug zum Fahrerwechsel an die Box muss. Die Siege teilten sich am vorangegangenen Rennwochenende zwei Teams. Den Erfolg im ersten Rennen sicherten sich Stanislav Minsky / Martin Ragginger (991 GT3 R), die für das Team „PZ Mannheim – Team 75 Bernhard“ des zweimaligen WEC-Langstreckenweltmeisters Timo Bernhard an den Start gehen.

Im zweiten Endurance-Rennen triumphierten die Schütz-Motorsport-Fahrer Oliver Engelhardt / Marvin Dienst (991 GT3 R). Die Besucher dürfen sich auf zwei spannende Rennen und zahlreiche packende Positionskämpfe freuen. Denn auch die ambitionierten Endurance-Teams der sehr stark besetzten Klasse der 911 GT3 Cup mischen stets in die Spitzengruppe mit und greifen nach dem Gesamtsieg. Zu den Top-Kandidaten gehören auch in der Eifel Hendrik Still und Peter Terting, die die Farben des neuformierten Teams Healthcare X.0 vertreten. Aber auch Bertram Hornung / Michael Essmann jr. (CarTech Motorsport by Nigrin), die bis dato zwei Mal Gesamtplatz vier einfahren konnten, haben sich für die Rennen drei und vier der Saison viel vorgenommen und wollen ihre Tabellenführung in der Meisterschaft verteidigen. In der Cup-Klasse 5f gehören zudem zwei Fahrerduos des Teams a-workx zu den nächsten Verfolgern in der Klassenwertung: Max Escher, der sich die Cockpitarbeit mit Hannes Plesse teilt, ist Klassenfünfter vor Teamkollegin Sabine Kessel, die von Teamchef Niko Wieth unterstützt wird.


PZ-Trophy

Zum erfolgreichen Konzept des Porsche Sports Cup gehört, dass gerade auch Einsteiger ein ideales Betätigungsfeld vorfinden. In der PZ-Trophy sind zwei Trainingssitzungen und zwei Gleichmäßigkeitsprüfungen zu absolvieren. Jede Zehntelsekunde Abweichung wird mit einem Strafpunkt bewertet. Die Punkte aller Wertungsrunden werden addiert. In der Meisterschaft führt vor den beiden Prüfungen in der Eifel Tomas Urban. Tabellenzweiter ist der dreimalige PZ-Trophy-Meister Dr. Rocco Herz (Stegmann Motorsport) vor Ann-Kathrin Rösch aus Wolfschlungen. Als Vierter liegt aber auch Vizemeister Josef Smarda noch in Reichweite zur Tabellenspitze und kann am Nürburgring im engen Kampf um den Titel Boden gut machen.


PZ-Driver’s Cup

Die Möglichkeit zu einem ersten Schnuppern eröffnet während des Wochenendes die Porsche Sports Cup Experience. Hier ist geführtes Fahren über die Rennstrecke der Höhepunkt des Events. Darauf aufbauend können Fahrer straßenzugelassener Porsche Fahrzeuge im PZ-Driver’s Cup einen perfekten Einstieg finden. Die Teilnehmer werden alle am Wochenende mit ihrem eigenen Porsche mit insgesamt 90 Minuten Fahrzeit auf der Strecke an das sportliche Fahren herangeführt. Erfahrene Instrukteure der Porsche Driving School führen in die Besonderheiten des Kurses ein und vermitteln zudem das Wissen zur Ideallinie sowie zum richtigen Bremsen, Einlenken und Beschleunigen in und nach Kurvenpassagen. Die sportliche Wertung wird im Rahmen einer Gleichmäßigkeitsprüfung (GLP) ermittelt, in der es um den Kampf gegen die Uhr geht.