Mittwoch, 11. Dezember 2019
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Formel 4
14.09.2019

Hauger feiert dritten Saisonsieg in der ADAC Formel 4

Dennis Hauger hat das 15. Saisonrennen der ADAC Formel 4 auf dem Hockenheimring gewonnen und seine Chancen auf den Meistertitel gewahrt. Der 16-jährige Norweger vom Team Van Amersfoort Racing gewann das erste Rennen der Nachwuchsserie am vorletzten Rennwochenende der Saison vor dem Monegassen Arthur Leclerc (18) vom Team US Racing CHRS. Leclerc machte damit in der Meisterschaft wertvollen Boden gut auf seinen Teamkollegen und Gesamtführenden Theo Pourchaire (16, Frankreich, US Racing CHRS). Der 16-jährige Franzose schied kurz vor Ende des Rennens auf Rang zwei liegend nach einem Kontakt mit Leclerc aus. Leclerc verringerte seinen Rückstand in der Meisterschaft dadurch auf 35 Punkte. 

„Wir sind ins Wochenende gegangen mit dem Ziel, so viele Punkte wie möglich zu holen und konstant zu fahren. Ich hoffe, wir sind jetzt wieder Geschäft und wollen die Lücke weiter verkleinern“, sagte Dennis Hauger, der seinen dritten Saisonsieg feierte: „Ich hatte das Rennen gut im Griff und habe nicht alles riskiert. Ich bin sehr zufrieden.“ 

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Hauger hatte bereits beim ersten Rennwochenende am Hockenheimring Ende Juli mit einem Sieg und einem zweiten Platz überzeugt. In der Meisterschaft sprang der Red-Bull-Junior auf den dritten Platz, 43 Zähler hinter Pourchaire. Am Sonntag (10.50 Uhr) geht er zudem von der Pole-Position in das zweite Rennen des Wochenendes. Das Podium im ersten Lauf komplettierte Joshua Dürksen (16, Paraguay, ADAC Berlin-Brandenburg e.V.), der damit gleichzeitig bester Rookie wurde. 

Pole-Sitter Pourchaire verteidigte seine Führung am Start ohne Probleme, Hauger und Leclerc reihten sich dahinter ein. In der ersten Kurve kam es zu einem Kontakt zwischen Nico Göhler (16, Grasleben, ADAC Berlin-Brandenburg e.V.) und Lucas Alecco Roy (22. Monaco, Van Amersfoort Racing). Göhler strandete im Kies, das Safety Car musste auf die Strecke. Nach dem Restart behauptete Pourchaire zunächst seine Spitzenposition, ehe Hauger sich auf dem Weg zur Spitzkehre im Windschatten des Franzosen ansaugte und seinen Kontrahenten ausbremste. 

Hauger kontrollierte das Rennen, konnte sich aber nicht entscheidend von seinen Verfolgern absetzen. In der vorletzten Rennrunde versuchte Leclerc nochmals eine Attacke auf den zweitplatzierten Pourchaire, in der Spitzkehre wollte er dem Beispiel Haugers folgen und den Franzosen innen überholen. Beide berührten sich, aber während Leclerc das Rennen fortsetzen konnte, musste Pourchaire seinen Boliden am Streckenrand abstellen. Dürksen nutzte den Vorfall und fuhr zu seinem zweiten Podestplatz der Saison, Rookie Paul Aron (15, Estland, Prema Powerteam) belegte Platz vier vor Gregoire Saucy (19, Schweiz, R-ace GP). 

Der Brasilianer Gianluca Petecof (16, Prema Powerteam) beendete eine starke Aufholjagd vom letzten Startplatz auf Rang sechs. Der 18-jährige Israeli Ido Cohen (Van Amersfoort Racing) wurde Siebter vor dem Tschechen Roman Stanek (15, US Racing CHRS) und dem Dänen Oliver Rasmussen (18, Prema Powerteam). Die Top-Ten komplettierte Sebastian Estner (17, Warngau, Van Amersfoort Racing). Die Highspeedschule des ADAC präsentiert sich am Sonntag wieder ihren Fans. Nach dem zweiten Rennen am Vormittag steht um 17.00 Uhr der dritte Lauf auf dem Programm. 


Weitere Stimmen zur ADAC Formel 4 

Arthur Leclerc (Zweiter, US Racing CHRS): „So sollte das Rennen nicht enden. Es war schwer, Théo zu überholen. Als ich die Möglichkeit dazu gesehen habe, ist er wieder reingezogen – da war aber nicht genug Platz für uns beide. Es tut mir leid für ihn. Ich bin glücklich über Platz zwei und die Punkte, aber ich wäre noch glücklicher über die Plätze zwei und drei gewesen, weil wir Teamkollegen sind und das Team mehr verdient hätte.“ 

Joshua Dürksen (Dritter und bester Rookie, ADAC Berlin-Brandenburg e.V.): „Beim letzten Mal hier in Hockenheim lief es nicht so gut. Aber ich habe viel gelernt und fühle mich im Auto sehr wohl. Ich bin sehr glücklich, im Qualifying lief es super, und auch die Pace im Rennen war top. So kann und soll es weitergehen.“