Freitag, 22. März 2019
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FIA WEC
15.03.2019

Porsche startet von der Pole-Position in die 1.000 Meilen von Sebring

Porsche hat sich im Qualifying zum 1.000-Meilen-Rennen von Sebring (USA) eine optimale Ausgangsposition verschafft. Die in der Weltmeisterschaft führenden Werksfahrer Kévin Estre (Frankreich) und Michael Christensen (Dänemark) fuhren im Porsche 911 RSR mit der Startnummer 92 auf die Pole-Position. Richard Lietz (Österreich) und Gianmaria Bruni (Italien) werden das sechste Saisonrennen der Sportwagen-Weltmeisterschaft (WEC) in ihrem rund 510 PS starken Rennwagen mit der Startnummer 91 von der achten Position angehen. In der GTE-Am-Kategorie fuhren die Porsche 911 RSR der Kundenteams Dempsey Proton Racing (Startnummer 77) und Project 1 (Nummer 56) auf die ersten beiden Positionen.

Die beiden Werksautos des Porsche GT Teams warteten zu Beginn des Qualifyings zunächst in der Boxengasse ab, um bei ihren Angriffen auf die Bestzeit weniger Verkehr zu haben. Christensen setzte seine gute Position auf der Strecke in eine schnelle Rundenzeit um, sein Teamkollege Estre nutzte den Grip der frischen Reifen anschließend perfekt aus. Die Durchschnittszeit von 1:57.500 Minuten brachte das Duo an die Spitze des Feldes und sicherte einen zusätzlichen WM-Punkt. Bruni wurde hingegen bei seinen Qualifyingversuchen vom teils dichten Verkehr aufgehalten. In der GTE-Am-Klasse war Porsche Young Professional Matt Campbell der schnellste Fahrer der Zeitenjagd. Der Australier, der Anfang Februar das Zwölfstundenrennen in Bathurst (Australien) gewonnen hatte, wird gemeinsam mit seinen Teamkollegen Christian Ried (Schöneburg) und Porsche Junior Julien Andlauer (Frankreich) vom ersten Platz in das Rennen über 1.000 Meilen (oder acht Stunden) gehen.

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Pascal Zurlinden (Gesamtprojektleiter GT-Werksmotorsport): „Wenn man mit dem in der WM führenden Auto auf die Pole-Position fährt und somit einen weiteren Punkt kassiert, dann ist das perfekt. So haben wir uns den Auftritt in Sebring vorgestellt. Wir blicken mit großer Freude auch auf die Kundenteams, die sich mit den Startplätzen eins, zwei und fünf optimal für das lange Rennen positionieren konnten. Großes Kompliment an die Mannschaft von Project 1, die nach einem Zwischenfall bei den Testfahrten vor dem Rennwochenende ein komplett neues Auto aufbauen musste.“

Richard Lietz (Porsche 911 RSR #91): „Die Balance des Autos haben wir erstklassig hinbekommen. Unsere Änderungen an der Fahrwerksabstimmung waren perfekt. Das Auto war im Qualifying sehr gut. Im Gegensatz zu den Mitbewerbern haben wir auf einen zweiten frischen Reifensatz verzichtet. Wir hoffen, dass sich diese Strategie im Rennen für uns auszahlen wird und wir diesen Vorteil ausspielen können.“

Gianmaria Bruni (Porsche 911 RSR #91): „Wir sind wohl die einzige Crew, die auf den Einsatz eines weiteren frischen Reifensatzes verzichtet hat. Da war die richtige Entscheidung, denn zu Beginn meines Qualifyingversuches war die Strecke derart schmutzig, dass die erste Runde ohnehin nur zum Säubern der Reifen gedient hat. In der zweiten Runde bin ich auf einen Aston Martin aufgelaufen. Sonst wäre definitiv mehr als Startplatz acht drin gewesen.“

Kévin Estre (Porsche 911 RSR #92): „Michael ist mal wieder super gefahren. Er ist immer schnell, aber vor allem im Qualifying ist er bärenstark. Ihm ist eine mega Runde gelungen. Wir hatten auch ein wenig Glück und die richtige Strategie. Wir sind spät losgefahren und hatten dadurch den Vorteil, dass meine Reifen in der Schlussphase noch frischer waren. Der Punkt ist wichtig für die WM. Für das Rennen bin ich guter Dinge, denn unser Auto ist offensichtlich bei den kühleren Asphalt-Temperaturen in der Nacht richtig stark.“

Michael Christensen (Porsche 911 RSR #92): „Unser Auto war absolut perfekt. Ich habe mich bei den Bedingungen im Qualifying einfach pudelwohl gefühlt. Die gute Rundenzeit kam ganz automatisch. Kévin hat das riesige Potenzial ebenfalls super ausgenutzt. Wir haben jetzt eine perfekte Ausgangsposition, aber müssen mal schauen, wie es sich im Rennen darstellen wird. Die Streckenverhältnisse werden sich von Tag zur Nacht enorm verändern.“

Jörg Bergmeister (Porsche 911 RSR #56): „Eines darf man nicht vergessen: Nach unserem Zwischenfall im Test hatten wir im Vergleich zu den anderen Teams einen Rückstand, weil uns ein Testtag und ein freies Training fehlen. Unter diesen Voraussetzungen auf Startplatz zwei zu fahren, ist absolut top. Auf meiner ersten schnellen Runde bin ich etwas aufgehalten worden. Es wäre sogar noch mehr möglich gewesen.“

Matt Campbell (Porsche 911 RSR #77): „Das Auto war im Qualifying einfach fantastisch zu fahren. Unser Team hat den Porsche 911 RSR konsequent immer weiter verbessert, sodass wir in der Zeitenjagd auf Platz eins fahren konnten. Die Ausgangsposition für das Rennen ist nun optimal. Ich hoffe, dass wir das große Potenzial über die lange Distanz voll ausschöpfen werden.“

Matteo Cairoli (Porsche 911 RSR #88): „Wir werden von Startplatz fünf losfahren. Ich hatte mir etwas mehr ausgerechnet, aber dennoch werden wir das Beste daraus machen. Wir müssen bis zum Rennen noch ein wenig am Auto arbeiten, die Abstimmung kann noch weiter optimiert werden. Wir gehen optimistisch in das Rennen. In einem Langstreckenrennen in Sebring ist immer alles drin.“

Ergebnis Qualifying

Klasse GTE-Pro
1. Christensen/Estre (DK/F), Porsche 911 RSR, 1:57.500 Minuten
2. Priaulx/Tincknell/Bomarito (GB/GB/USA), Ford GT, + 0,115 Sekunden
3. Mücke/Pla/Johnson (D/F/USA), Ford GT, + 0,214 Sekunden

Klasse GTE-Am
1. Ried/Andlauer/Campbell (D/F/AUS), Porsche 911 RSR, 1:59.790 Minuten
2. Bergmeister/Lindsey/Perfetti (D/USA/N), Porsche 911 RSR, + 0145 Sekunden
3. Dalla Lana/Lamy/Lauda (CDN/P/A), Aston Martin Vantage GTE, + 0,286 Sekunden