Dienstag, 20. August 2019
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ADAC GT4 Germany
08.08.2019

Owega-Brüder donnern durch die Dünen

Die neunwöchige Sommerpause in der ADAC GT4 Germany endet an diesem Wochenende. Trotzdem kommt bei Hamza und Jusuf Owega vom Team GetSpeed Performance ein wenig Strandfeeling auf. Denn die beiden Brüder starten vom 9. bis 11. August im Rahmen des ADAC GT Masters in Zandvoort. Die bekannte Strecke an der niederländischen Nordseeküste ist malerisch gelegen und umrandet von zahlreichen Dünen.

„Zandvoort war für uns Neuland. Aber wir sind bestens vorbereitet, nachdem wir im Vorfeld dort ausgiebig getestet haben. Auf dem Dünenkurs sind die leichteren Fahrzeuge wie der KTM X-Bow und der Porsche Cayman bevorteilt. Dennoch stecken wir den Kopf nicht in den Sand. Das Ziel ist ein Podiumsplatz“, sagt Teamchef Adam Osieka.

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Nach den bisherigen Rennwochenenden in der Motorsportarena Oschersleben und am Red Bull Ring in Spielberg sind die beiden Piloten aus Köln sowohl in der Fahrer-, der Team- als auch in der Juniorwertung aussichtsreich platziert. In Sachsen-Anhalt fuhren sie als Zweite im ersten Lauf gleich aufs Podium. Es folgten zwei sechste Plätze und ein Ausfall. „Generell hatten wir ein sehr gutes Tempo. Leider hatten wir am Red Bull Ring ein wenig Pech, weil uns im letzten Lauf der Keilriemen gerissen ist“, sagt Jusuf Owega. „Ich bin froh, dass die lange Pause vorbei ist. Das Warten hat endlich ein Ende.“ 

Die Zeit seit den letzten Rennen Anfang Juni hat der 17-Jährige mit Fahrten am Simulator, Fitnesstraining und Tests überbrückt. Zwei Tage wurde mit dem Mercedes-AMG GT4 auch in Zandvoort geprobt. „Ich kannte die Strecke vorher nicht. Beim Test habe ich dann sehr schnell Gefallen daran gefunden. Sie ist sehr kurvenreich, es geht rauf und runter. Vom Feeling war es für mich wie eine kleine Nordschleife. Ich glaube, dass der Kurs uns vor allem im Trockenen sehr gut liegen wird.“

Vor dieser Saison war Jusuf Owega noch in der britischen Formel3-Meisterschaft am Start. Die Umstellung auf das GT-Fahrzeug fiel ihm leicht: „Ich war überrascht, das hat problemlos funktioniert. Der Mercedes-AMG gefällt mir sehr gut. Von den Zeiten her sind mein Bruder und ich ziemlich gleich. Bei den Tests in Zandvoort war ich sogar etwas schneller.“