Mittwoch, 12. Dezember 2018
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05.12.2018

Rene Binder setzt Zusammenarbeit mit Juncos Racing fort

Nicht ganz unerwartet hat das in Indianapolis stationierte Juncos Racing Team am Montag (3. Dezember 2018) die Vertragsverlängerung von Rene Binder, bekannt gegeben. Der junge Österreicher wird seinen Fokus nun allerdings von der Indycar Serie in die Königsklasse des amerikanischen Langstreckensports verschieben und im IMSA Michelin Endurance Cup an den Start gehen.

Du hast in der abgelaufenen Saison deine ersten Grand-Prix-Einsätze in der Indycar Serie absolviert und jetzt deinen Wechsel in den Langstreckensport bekannt gegeben. Wie kam es dazu?
Rene Binder: „Es heißt ja immer, dass man zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sein muss und das war bei mir hier definitiv der Fall. Trotz aller Begeisterung für Indycar wusste ich nämlich schon im Sommer, dass ich keine komplette Saison dort bestreiten kann – und zwar auch deshalb, weil ich in unserem Familienunternehmen immer stärker mit eingebunden werde und nicht monatelang in den USA bleiben kann. Als uns Ricardo Juncos dann berichtet hat, dass er gemeinsam mit Cadillac an einem Werksunterstützten IMSA-Programm arbeitet, bin ich hellhörig geworden. Die vier wichtigsten Rennen dort bilden für mich ein perfektes Programm, außerdem ist das eine Riesenchance, in einem Werksteam Fuß zu fassen. Ich kann mich nur bei allen Beteiligten noch einmal herzlich für das in mich gesetzte Vertrauen bedanken.“

Wir reden hier über die Klassiker in Daytona, Sebring, Watkins Glen sowie über das Petit Le Mans und du wirst auf diesen legendären Rennstrecken einen Cadillac DPi-V.R pilotieren. 
„Ich freue mich sehr auf diese Herausforderung und hoffe, dass wir schon beim Saisonstart in Daytona möglichst weit vorn landen können, auch wenn die Konkurrenz sehr stark sein wird. Da werden Kaliber wie Fernando Alonso oder Jeff Gordon dabei sein, die man nicht weiter vorstellen muss.“

Wer werden deine Teamkollegen bei Juncos Racing sein? 
„Wir werden ein ziemlich junges Driver-Line-up haben, wobei neben mir bislang nur der Amerikaner, Will Owen, offiziell bestätigt wurde, der es bei den 24 Stunden von Le Mans immerhin schon einmal aufs Siegespodest geschafft hat. Der dritte Fahrer beim Rolex 24 in Daytona wird ein junger Indycar-Pilot sein, aber mehr darf ich dazu noch nicht verraten.“

Apropos Indycar: Hast du das Thema Formelsport für dich nun endgültig abgeschlossen?
„Das würde ich so noch nicht unterschreiben, aber natürlich hat der Endurance-Bereich für mich jetzt einmal höchste Priorität. Wir werden demnächst ja noch ein zweites Projekt in Europa bekannt geben, das für mich die ideale Ergänzung zum IMSA Michelin Endurance Cup in den USA sein wird. Ich werde 2019 wieder deutlich mehr zum Fahren kommen und sollten unsere aktuell laufenden Gespräche mit einem potentiellen Sponsor in Toronto zum Erfolg führen, kann ich mir dort sogar noch einen Start beim Indycar Grand Prix vorstellen.“