Mittwoch, 14. November 2018
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Sportwagen Allgemein
26.10.2018

Drei Fragen an Stefan Wendl

Am kommenden Wochenende findet in Laguna Seca das Finale der Intercontinental GT Challenge (IGTC) statt. Mercedes-AMG hat sehr gute Titelchancen in allen drei Meisterschaftskategorien (Fahrer-Gesamtwertung, Bronze-Piloten, GT3-Hersteller). Insgesamt sind sechs Mercedes-AMG GT3 und zwei Mercedes-AMG GT4 am Start des 8-Stunden-Rennens.

Stefan, vor der Saison hast du die IGTC zu einer der Highlight-Serien im Rennkalender von Mercedes-AMG Customer Racing erklärt. Hat sich diese Einschätzung bewahrheitet? 
Stefan Wendl: „Ja, das sportliche Niveau ist extrem hoch. Wir haben in allen bisherigen Rennen hochkarätigen Motorsport erlebt. Obwohl die Intercontinental GT Challenge noch eine so junge Serie ist, sind die Rennen absolute Klassiker mit einem hohen Anspruch und großer Attraktivität. Die IGTC ist eine perfekte Verknüpfung unserer globalen Customer Racing Aktivitäten und stellt für uns daher eine Art ,GT3 Langstrecken-Weltmeisterschaft‘ dar.“

Wer sind die heißesten Titelanwärter und wie werden sie antreten? 
„In der Fahrerwertung stellen wir mit Raffaele Marciello und Tristan Vautier das punktgleiche Führungsduo. Beide saßen bisher im gleichen Fahrzeug und haben zuletzt auch die 10 Stunden von Suzuka zusammen gewonnen. Beim Finale in Laguna Seca werden sie jedoch in unterschiedlichen Fahrzeugen antreten: Raffaele in der #43 vom Mercedes-AMG Team STRAKKA Racing und Tristan in der #175 vom Mercedes-AMG Team SunEnergy1. Wir haben uns bewusst zu dieser neuen Aufteilung entschlossen, um das Ausfallrisiko zu minimieren. Zugleich bedeutet das für Maro Engel, der auf dem dritten Platz der Fahrerwertung liegt, dass er den Titel nicht holen kann, da er gemeinsam mit Tristan fährt. Aber Maro wird ein fantastischer Support im Titelkampf sein. Neben der Fahrerwertung reisen wir außerdem noch mit einer Führung in der Bronze- und in der Herstellerwertung nach Kalifornien. Das wird spannend!“

Mit welcher Taktik werdet ihr das Rennen angehen? Angreifen oder Führung verteidigen? 
„Im Gegensatz zu den anderen direkten Konkurrenten sind wir das 8-Stunden-Rennen in Laguna Seca noch nicht gefahren. Von daher müssen wir uns am Rennwochenende erst noch unsere Setups erarbeiten. Dann können wir eine konkrete Strategie festlegen. Die Strecke sollte uns liegen. Sicherlich werden die Reifen eine wichtige Rolle spielen, der raue Asphalt verlangt dem Material viel ab. Auf jeden Fall visieren wir das Podium an und werden die Meisterschaftspunkte immer fest im Blick behalten.“