Freitag, 17. August 2018
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Rallye WM
16.05.2018

SKODA-Pilot Tidemand hat den Hattrick in der WRC 2 im Visier

Die amtierenden WRC 2-Champions Pontus Tidemand/Jonas Andersson (SE/SE) nehmen die Rallye Portugal (17. bis 20. Mai 2018) als Spitzenreiter der WRC 2-Gesamtwertung in Angriff. Ihre in der Tabelle zweitplatzierten SKODA Teamkollegen Jan Kopecký/Pavel Dresler (CZ/CZ) sind in Portugal nicht am Start und nehmen stattdessen am gleichen Wochenende an einem Lauf zur Tschechischen Rallye-Meisterschaft teil, der Rallye Ceský Krumlov. Die talentierten finnischen Junioren Juuso Nordgren/Tapio Suominen geben ihr Debüt in der WRC 2-Saison 2018 in einem weiteren SKODA Fabia R5, der vom Werksteam von SKODA Motorsport eingesetzt wird.

Die beispiellose Erfolgsgeschichte des SKODA Fabia R5 nahm vor genau drei Jahren bei der Rallye Portugal ihren Anfang. Homologiert – also zum Motorsport zugelassen – am 1. April 2015, bewies das damals neue Rallye-Auto von SKODA Motorsport, dass von nun an Siege in der Kategorie WRC 2 nur über ihn führen würden. Heute ist der SKODA Fabia R5 das erfolgreichste Fahrzeug seiner Kategorie. Pontus Tidemand und Jonas Andersson haben auch sonst nur gute Erinnerungen an den portugiesischen WM-Lauf. „2015 fuhr ich dort die erste Rallye mit dem SKODA Fabia R5. Ein Jahr später konnten wir in Portugal zum ersten Mal gewinnen und 2017 hatten wir das nötige Glück, in einem spannenden Finale auf der letzten Prüfung erneut den Sieg zu sichern. Ich liebe die Schotterprüfungen in Portugal und möchte unbedingt zum dritten Mal gewinnen“, blickt der amtierende WRC 2-Champion Tidemand auf den sechsten Lauf zur FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC 2) voraus.

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Die vielversprechenden finnischen Junioren Juuso Nordgren/Tapio Suominen geben ihr Debüt in der WRC 2-Saison 2018 in einem weiteren SKODA Fabia R5. „Unsere erste Veranstaltung für SKODA Motorsport in diesem Jahr war der zweite Lauf zur Tschechischen Rallye-Meisterschaft, wo wir Dritte wurden. Die Rallye Sumava Klatovy führte mit einigen wenigen Schotterpassagen fast ausschließlich über Asphaltstraßen. Nun freue ich mich darauf, bei einer reinen Schotter-Rallye mit dem SKODA Fabia R5 an den Start zu gehen“, betont Nordgren.

Nach vier Siegen bei bislang fünf Läufen zur WRC 2-Kategorie im Rahmen der FIA Rallye-Weltmeisterschaft hofft SKODA Motorsport-Chef Michal Hrabánek in Portugal auf ein erneutes Top-Resultat. „Das Wettbewerbsniveau ist wirklich hoch. Ich freue mich, dass unter den 35 Nennungen für die WRC 2-Kategorie und die RC 2-Klasse zwölf Teams auf die Qualitäten unseres SKODA Fabia R5 vertrauen. Pontus hat bei drei Starts bislang die WRC 2-Wertung bei zwei Rallyes gewonnen und hat in Portugal die Gelegenheit, seine Führung im Championat weiter auszubauen. Für Juuso geht es darum, möglichst viel zu lernen. Er hat im letzten Jahr bereits bewiesen, wie schnell er auf Schotter fahren kann“, kommentiert Hrabánek.

Seit die Rallye Portugal 2015 wieder in die nördliche Region rund um Porto zurückgekehrt ist, zählt sie zu den publikumsträchtigsten Läufen der Rallye-Weltmeisterschaft. Die berühmte Sprungkuppe von Fafe alleine lockt alljährlich zehntausende von Fans an, die auf den Prüfungen im Norden eine Stimmung wie in einem Fußballstadion erzeugen.

Die Rallye beginnt am Donnerstag (17. Mai) mit einer kurzen Wertungsprüfung auf dem Rallycross-Gelände von Lousada. Der erste richtige Rallye-Tag am Freitag (18. Mai) umfasst acht Wertungsprüfungen über nahezu 150 Kilometer im Norden Portugals, nahe an der Grenze zu Spanien. Der Samstag (19. Mai) ist wie schon 2017 der längste Tag der Rallye. Die Etappe beinhaltet 155 Kilometer, die sich auf sechs Wertungsprüfungen über eine Mischung von sandigen und von Steinen durchzogenen Pisten verteilen, die im jeweils zweiten Durchgang zudem mit tiefen Spurrillen aufwarten. Die richtige Reifenwahl ist hier ein Schlüssel zum Erfolg. Während weiche Reifenmischungen mehr Traktion und damit Vortrieb versprechen, überstehen härtere Mischungen die Belastungen auf den längeren Prüfungen besser. Am Sonntag (20. Mai) steht die Fafe-Schleife mit der berühmten Sprungkuppe auf dem Programm, das spektakuläre Highlight für die Fans. Insgesamt gilt es 20 Wertungsprüfungen über 358,19 Kilometer zu bewältigen, bevor der Sieger das Podium am Sonntag gegen 15.45 Uhr in Matosinhos unweit von Porto erreicht.