Montag, 19. November 2018
Motorsport XLDas Motorsport MagazinVorschau Abonnement
ROTAX MAX Challenge
13.09.2018

FM Racing erlebt Achterbahnfahrt in Wittgenborn

Nach guten Ergebnissen in Oppenrod stand am vergangenen Wochenende für FM Racing das Halbfinale der RMC Germany in Wittgenborn auf dem Plan. Mit Julian Würtele in der Senior-Klasse, Patrick Weinstock in der DD2-Masters-Klasse und Max Fleischmann in der DD2-Klasse gingen drei Fahrer für das Team an den Start. Trotz eines unglücklichen Wochenendes konnte Patrick Weinstock zwei von drei Rennen für das Team gewinnen.

Nach einem soliden zwölften Platz im Zeittraining ging Julian Würtele optimistisch in die anstehenden drei Wertungsläufe. Im ersten Rennen hatte er jedoch nach einem durchwachsenen Start einen Unfall mit anschließendem Überschlag und konnte das Rennen zum Glück mit nur leichten gesundheitlichen Beschwerden beenden. An den zwei Wertungsläufen am Sonntag konnte er dennoch teilnehmen, musste jedoch zuerst von Position 22 ins Rennen starten. Würtele machte Runde um Runde Positionen gut, um den zweiten Wertungslauf schließlich als guter 13. zu beenden. Die wenigen Überholmöglichkeiten erschwerten im letzten Rennen eine Aufholjagd des Piloten. Beim Fallen der Zielflagge überzeugte Julian dennoch mit einem guten zehnten Platz. In der Meisterschaft belegt er aktuell trotz des Ausfalls in Wittgenborn und zu Saisonbeginn in Genk den siebten Platz.

Anzeige
Patrick Weinstock erwischte ein tolles Wochenende in der DD2-Masters-Klasse. Nach seinem unglücklichen Unfall in Oppenrod präsentierte er sich bereits bei den Trainingstagen in WIttgenborn in Bestform. Auch im Zeittraining konnte er mit Position 1 sein ganzes Potential abrufen. Der Grundstein für ein erfolgreiches Wochenende, vor allem mit Hinblick auf die Möglichkeit die Meisterschaftsführung zu übernehmen, war somit gelegt. Sowohl im ersten als auch im zweiten Wertungslauf konnte er mit einer tollen Leistung einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg einfahren. Lediglich im dritten Wertungslauf wurde er durch einen technischen Defekt, den er im Verlauf des Rennens durch einen kurzen Boxenstopp beheben konnte, gebremst. Trotz des großen Rückstands nahm er das Rennen wieder auf und beendete dieses mit der schnellsten Rennrunde und Platz sieben. Insgesamt bedeutete dies einen guten zweiten Platz in der Tageswertung. Trotz des technischen Defekts im letzten Wertungslauf besteht noch eine sehr gute Möglichkeit, die Meisterschaft sowie das Weltfinalticket der DD2-Masters-Klasse beim Saisonfinale in Wackersdorf für sich zu entscheiden.

Max Fleischmann hatte schon an den Trainingstagen mit einigen technischen Ausfällen zu kämpfen und konnte deshalb die Trainingsmöglichkeiten nicht ausschöpfen. Nach einem Einschlag in die Reifen im Warm-Up, aufgrund einer gebrochenen Spurstange, musste der Großteil des Karts vor dem Zeittraining neu aufgebaut werden. Dies erledigte das Team mit Bravour, im Zeittraining riss jedoch zusätzlich die Frontspoilerklammer. Dadurch löste der Frontspoiler aus und die drei schnellsten Runden im Zeittraining wurden Max Fleischmann anschließend gestrichen. Dies bedeutete dennoch einen soliden vierten Platz. Am Start zum ersten Wertungslauf übernahm er direkt die zweite Position, musste das Rennen jedoch aufgrund eines defekten Bremskolbens vorzeitig beenden. Im zweiten Wertungslauf konnte er mit tollen Überholmanövern von der letzten bis auf Position zwei nach vorne fahren und somit Schadensbegrenzung für den Ausfall am Vortag betreiben. Im letzten Wertungslauf beendete Max Fleischmann das Rennen auf Platz drei. Dies bedeutete die dritte Position in der Tageswertung sowie Rang zwei in der Meisterschaft.

Teamchef Christian Fleischmann nach dem Rennwochenende: „Wenn man bedenkt, dass wir in allen drei Klassen mindestens einen Ausfall hatten, kann man mit den Ergebnissen am Ende durchaus zufrieden sein. Für die zwei verbleibenden Rennen in Wackersdorf bei der Europameisterschaft und der RMC Germany hoffen wir jedoch das Pech endgültig abgeschüttelt zu haben, damit wir dort etwas Zählbares mitnehmen zu können.“