Montag, 19. November 2018
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ROTAX MAX Challenge
11.09.2018

Enrico Förderer zu Gast in Wittgenborn

Wittgenborn war am vergangenen Wochenende das Ziel der ROTAX MAX Challenge Germany und somit auch das Ziel des Kartfahrers Enrico Förderer. Auf dem 1038 Meter langen Vogelsbergring läutete die deutsche Single-Brand-Serie mit dem vierten von fünf Rennen den Saisonendspurt ein. Über 100 Fahrerinnen und Fahrer waren vor Ort.

Für den elfjährigen Leuteroder eine weitere Chance, wertvolle Punkte einzufahren, um seinen Rückstand auf den Führenden der Meisterschaft zu verringern. Durch seine zwei unverschuldeten Unfälle im letzten Rennen in Oppenrod, verlor Förderer die Meisterschaftsführung – dementsprechend motiviert war er bereits in den freien Trainings am Freitag. 

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Nach dem Warm Up am Samstagsmittag wusste das Team, dass man eine gute Einstellung gefunden hatte, denn Enrico schloss dieses mit einem Polster von drei Zehntelsekunden ab. Die gleiche Performance zeigte der Pilot dann auch im Qualifying, wenn auch nur noch mit knapp zwei Zehnteln Vorsprung.

Dennoch bedeutete dies, dass Enrico abermals aus der Pole-Position ins Rennen gehen sollte. In diesem ersten Wertungslauf gab es für den Bambini vom RSC Westerwaldring kein Halten mehr. Er raste Runde um Runde seinen Verfolgern davon, gewann mit über zehn Sekunden Vorsprung und fuhr auch noch die schnellste Rundenzeit ein. „Ich habe meiner Mutter versprochen, dass ich dieses Rennen für sie gewinnen werde, da sie an dem Tag Geburtstag hatte. Dafür habe ich wirklich alles gegeben. Ich wollte nur weg von allen anderen und habe mich voll und ganz darauf konzentriert, kontinuierlich auf der Idealline zu fahren, um somit so schnell wie möglich fahren zu können. Ich bin sehr froh darüber, dass mir das gelungen ist“, freute sich Enrico.

Am Sonntagmorgen folgte dann erneut ein Warm Up, welches Enrico ebenfalls für sich entscheiden konnte. Anschließend stand der zweite Wertungslauf auf dem Programm, in dem Enrico sich später über zu viel Grip beschwerte, was sich dann auch in seinen Rundenzeiten widerspiegelte. Nach spannenden Zweikämpfen kam es in der letzten Runde zu einem kleinen Fehler. Enrico kam ein Stück zu weit raus und konnte somit die Linie zum überholen nicht versperren, wodurch er den ersten Platz verlor und als Zweiter über die Ziellinie fuhr.

Der dritte Wertungslauf war für die Zuschauer an Spannung kaum mehr zu überbieten. Enrico startete dieses Mal von Platz zwei. Er reihte sich hinter dem Führenden ein, um somit keine Plätze zu verlieren. Dann dauerte es nicht lange und Enrico setzte alles daran, das Rennen zu gewinnen. Wieder gab es mehrere Zweikämpfe zwischen zu sehen. Letztendlich sah Enrico die Zielflagge als Erster. Somit erhielt er einen tollen Glaspokal als Tagessieger, welchen er anschließend seiner Mutter zum Geburtstag schenkte. „Ich bin so glücklich darüber, nun so viele Punkte für mein Meisterschaftskonto gesammelt zu haben und habe nun beim nächsten Rennen noch die Chance, die Meisterschaft zu gewinnen. Meinen beiden Mechanikern Waldemar Förderer und Andy Anton möchte ich ganz besonders danken, denn nur weil die beiden so toll zusammen Arbeiten, kann ich diese Siege einfahren. Wir gewinnen und verlieren immer gemeinsam! Ich bin so froh Euch zu haben“, erzählt Enrico dankbar.