Samstag, 26. Mai 2018
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GT4-Europameisterschaft
30.04.2018

Beeindruckender Saisonauftakt für Benjamin Mazatis in Most

Die lange Winterpause hatte für Benjamin Mazatis endlich ein Ende. Für den Bruckmühler fiel vergangenes Wochenende der Startschuss in seine Rennsaison 2018 im Rahmen des Saisonauftaktes im GT4 Central European Cup. Austragungsort war das tschechische Autodrom Most im Rahmen des ADAC GT Masters. Rund 14.000 Zuschauer reisten über das gesamte Wochenende an, um den Kampf um Punkte und Podestplätze von Reiter Engineering-Pilot Mazatis und seinem finnischen Teamkollegen Ilmari Korpivarra mitzuerleben. 

Vom ersten Training an war das Duo im KTM X-Bow mit bei der Musik. Für das erste Rennen qualifizierte sich der Bruckmühler auf Gesamtrang neun und Platz vier im Pro-AM Cup. Mazatis und sein Teamkollege verpassten nach einem tollen Rennen das Podium denkbar knapp. Für den zweiten Lauf am Sonntag war die Devise klar: Diesmal muss ein Platz unter den besten Drei herausspringen! Dem Reiter Engineering-Duo gelang von Startplatz zehn eine beherzte Aufholjagd mit tollen Überholmanövern. Als Belohnung für diese erstklassige Leistung sprang nach Überqueren der Ziellinie der hochverdiente zweite Platz heraus. 

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In knapp drei Wochen geht es für Mazatis an den idyllisch gelegenen Red Bull Ring. Auf der Formel-1-Strecke werden er und sein Teamkollege vom 19. bis 20. Mai alles daran setzen, den Schwung des Saisonauftaktes in weitere Top-Resultate umzumünzen. 


Benjamin über... 

... das erste Podium der Saison: „Es ist fantastisch, die Saison mit einem solchen Top-Ergebnis einzuläuten. Uns ist im zweiten Rennen leider kein perfekter Start gelungen und wir haben ein paar Plätze verloren. Allerdings hat Ilmari, der als Erster hinter dem Steuer saß, im Verlauf seines Stints eine tolle Aufholjagd an den Tag gelegt und mir das Auto auf P5 übergeben. Der Boxenstopp war mit 97,5 Sekunden auch sehr passabel, auch wenn wir da noch etwas nachlegen können. Ich habe in meinem Stint wirklich alles aus dem Auto herausgequetscht, was möglich war. Es war unglaublich anstrengend, weil es im Auto sehr heiß war. Dank meiner Fitness hatte ich aber die Ausdauer, bis zur letzten Sekunde alles zu geben. Wir hatten im Lauf meines Stints ein paar Schaltprobleme. Dennoch habe ich es geschafft, drei Autos zu überholen. Für einen Sieg hat es aber leider nicht mehr gereicht, dafür war der Abstand zum Tagessieger zu groß. Der zweite Platz war für heute also das Optimum.“ 

... das beste Rennen seiner Karriere: „Überholen auf dem Autodrom Most ist grundsätzlich schwierig. Angesichts dessen, dass wir gegenüber der Konkurrenz einen deutlichen Top-Speed-Nachteil haben, war es für uns umso schwieriger. Dennoch habe ich alles gegeben und von der ersten bis zur letzten Sekunde meines Stints gepusht. Sobald sich eine Lücke aufgetan hat, bin ich reingestochen und es hat geklappt. Ich habe in den Kurvenkombinationen super Wege gefunden und bin unglaublich happy mit meiner Performance. Das war vielleicht sogar das beste Rennen meiner bisherigen Karriere.“ 

... das erste Rennen nach der langen Winterpause: „Ich war vor dem Wochenende richtig hungrig auf den Saisonstart. Die Winterpause dauert für einen Rennfahrer eigentlich immer zu lang. Nach dem ersten Rennen haben wir einen leichten Dämpfer erfahren. Wir waren auf Platz vier und hatten noch beste Chancen, auf das Podest zu fahren. Doch das Rennen wurde leider vorzeitig abgebrochen. Unter dem Strich bin ich aber mit der Pace, die wir Fahrer an den Tag gelegt haben, sehr zufrieden. Darauf haben wir am Sonntag aufgebaut. Wichtig ist auch die Erkenntnis, dass wir gute Punkte mitnehmen können, selbst wenn es mal nicht so gut für uns läuft.“ 

... den zweiten Saisonlauf vor Heimpublikum: „Der Red Bull Ring ist natürlich ein besonderes Rennen für uns, weil es für KTM das Heimspiel ist. Dort werden die Erwartungen entsprechend hoch sein. Leider gibt es Strecken, die unserem Auto wesentlich besser liegen. Ich habe dort allerdings schon einige Erfolge gefeiert, deswegen lautet die Marschrichtung ganz klar: Volle Attacke! Wir haben sicherlich eine Chance, auch wenn es nicht einfach werden wird. Ich freue mich natürlich auch, dass das Rennen schon in drei Wochen ist, sprich: dass die Pause bis dahin nicht allzu lang ist. Zudem ist es durch die geographische Nähe quasi mein Heimrennen und es werden sicherlich eine Menge Verwandte, Freunde und Bekannte anreisen, um mein Team und mich anzufeuern.“