Donnerstag, 21. Juni 2018
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Formelsport Allgemein
22.05.2018

REMUS Formel Pokal: Sandro Zeller nicht zu schlagen

Für Tabellenführer Sandro Zeller (Jo Zeller Racing) hat sich die Reise in die Steiermark gelohnt. Nach dem Doppelsieg zum Auftakt in Hockenheim ließ er bei der zweiten Runde zum REMUS Formel Pokal auf dem 4,318 Kilometer langen Red Bull Ring zwei Siege folgen. Dabei hatte der Schweizer im Formelfeld mit den Piloten aus der FIA CEZ D2 Formula und der italienischen Formel 3 hartnäckige Konkurrenz. Beide Qualifyings waren verregnet und machten es den 31 Piloten auf dem Grand Prix Kurs nicht leicht eine Top-Zeit zu fahren.

Im ersten Rennen bekam es Zeller mit Pole-Setter Alessandro Bracalente (Pave Motorsport) zu tun. Der Italiener fuhr mit Sandro Zeller auf Augenhöhe und musste sich erst in der letzten Runde in einem spektakulären Überholmanöver um Sieben Zehntelsekunden geschlagen geben. „Das war heute nicht einfach, zumal wir beim Auflaufen auf die langsameren Autos immer wieder ein gebremst wurden“, sagte Zeller im Ziel. Auf Rang drei fuhr Philipp Regensperger über die Ziellinie und konnte Andrea Cola (Monolite Racing) noch abfangen. Marcel Tobler (Jo Zeller Racing) haderte mit dem Qualifying. Von Startplatz 17 aus gelang dem Schweizer bis auf Rang sechs eine sehenswerte Aufholjagd.

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Für den zweiten Lauf hatte der Pole Bartolomiej Mirecki (BM Racing Team) die Pole inne. Sandro Zeller machte beim Start kurzen Prozess und übernahm die Führung vor Bracalente, der sich von Platz sechs aus hinter Zeller platzierte und Andrea Cola im Schlepptau hatte. Die Zuschauer hatten ihre wahre Freude an den Windschattenduellen, die während der 17-Rundenjagd zu sehen waren. Bis zum Fallen der Zielflagge blieb Sandro Zeller in Front und rettete mit 0,754 Sekunden Vorsprung seinen zweiten Sieg ins Ziel. Hinter Bracalente konnte sich Andrea Cola den dritten Podestrang sichern. Um Platz vier behielt Philipp Regensperger vor Marcel Tobler die Nase vorn. Lokalmatador Mario Schopper (LS Performance) erlebte in der Steiermark unterschiedliche Gefühlswelten. Nach einem phantastischen siebten Platz im ersten Lauf blieb der Österreicher im zweiten Rennen in der ersten Runde mit technischen Defekt stehen.

Die Rundstreckentrophy hat an beiden Tagen bei freiem Eintritt viele Zuschauer an den Red Bull Ring gelockt und spannenden Motosport bieten können. Am Freitag (18. Mai) wurde die Motorsportszene in Österreich durch den Tod von Angelika Kresch, Geschäftsführerin der REMUS-SEBRING Holding AG, erschüttert. Alle Teilnehmer im REMUS Formel Pokal fuhren mit Klebern zum Gedenken an die große Förderin des Motorsports. Vor dem ersten Lauf schwiegen bei der Rundstreckentrophy die Motoren bei einer Gedenkminute für die unvergessliche Angelika. Unser aller Beileid gilt ihrem Mann Otto und der gesamten Familie.