Freitag, 14. Dezember 2018
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FIA WEC
19.11.2018

Schwierige Herausforderung für BMW M Motorsport in Shanghai

Das BMW Team MTEK hat sich beim China-Gastspiel der FIA World Endurance Championship (WEC) einen Platz in der ersten Startreihe gesichert. Doch mehrere rote Flaggen und starker Regen machten die „6 Hours of Shanghai“ zu einer großen Herausforderung. Am Schluss belegte das Team die Positionen sechs und neun der LM GTE Pro-Klasse.

Der BMW M8 GTE bekam es in China zum ersten Mal mit extrem nassen Bedingungen zu tun. Hinzu kam, dass das Team zuvor noch nie auf dem „Shanghai International Circuit“ gefahren ist und den Kurs erst kennenlernen musste.

Der #81 BMW M8 GTE ging vom zweiten Startplatz aus ins Rennen. Doch eine Safety-Car-Phase zur Rennmitte kam zur falschen Zeit, sodass die geplante Strategie nicht aufgehen konnte. Somit erreichten Martin Tomcyzk (DE) und Nick Catsburg (NL) das Ziel auf dem sechsten Platz. Das Schwesterfahrzeug mit der Startnummer 82 machte Druck und lag in der letzten Stunde auf dem fünften Rang. Aufgrund einer Stop-and-Go-Strafe fielen Tom Blomqvist (GB) und António Félix da Costa (PT) jedoch noch auf Position neun zurück.


Reaktionen nach den „6 Hours of Shanghai“

Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor): „Während unsere Kollegen beim FIA GT World Cup in Macau siegreich waren, hatten wir bei den ‚6 Hours of Shanghai' leider kein Glück. Wir hatten mit extrem schwierigen Bedingungen zu kämpfen und einige Strategie-Entscheidungen zu treffen. Wie andere Teams hatten wir Pech mit den Safety-Car-Phasen, und unsere Reifenwahl hat sich auch nicht immer ausgezahlt. Es war das erste Mal, dass wir den BMW M8 GTE mit reinen Regenreifen gefahren sind, und hier müssen wir uns noch verbessern. Doch wir haben im Training und im Qualifying bewiesen, dass wir in trockenen sowie feuchten Bedingungen stark sind.“

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Ernest Knoors (Teamchef, BMW Team MTEK):  „Am Ende können wir mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein. Um in einem so schwierigen Rennen Erfolg zu haben, muss man die perfekten Entscheidungen treffen und braucht auch das nötige Glück – leider war es nicht unser Rennen. Doch zu Beginn des Wochenendes hat das Auto sein Potenzial gezeigt. In trockenen und feuchten Bedingungen waren wir auf der für uns neuen Strecke schnell unterwegs und haben uns für die erste Startreihe qualifiziert. Wir waren mit dem BMW M8 GTE zuvor noch nie im Nassen unterwegs, deshalb war das praktisch ein ‚Learning on the Job'. Es ist schwierig, sich während eines Rennens mit neuen Bedingungen vertraut zu machen. Doch jedes Rennen ist ein Lernprozess, und wir werden uns stärker zurückmelden.“

Martin Tomczyk (#81 BMW M8 GTE): „Das war nicht der Sonntag, den wir uns erhofft hatten. Nach einer starken Performance im feuchten Training dachten wir, dass wir auch im Nassen schnell sein würden. Doch der heftige Regen, in dem wir mit dem BMW M8 GTE zuvor noch nie gefahren waren, hat uns wirklich vor Probleme gestellt. Nun steht die Winterpause an, und wir möchten die Zeit in der Vorbereitung auf die nächsten Rennen bestmöglich nutzen.“

Nick Catsburg (#81 BMW M8 GTE): „Es war ein enttäuschendes Rennen für uns. Wir müssen den Regenreifen noch besser verstehen, denn es hat uns heute einfach an Pace gefehlt. Es ist schade, denn im Qualifying hat sich der BMW M8 GTE großartig angefühlt. Wir haben heute sehr viel dazu gelernt. Vor Sebring haben wir nun viel Zeit, um an unserer Regenabstimmung zu arbeiten.“

António Félix da Costa (#82 BMW M8 GTE): „Das Endergebnis ist nicht toll, aber zunächst waren wir recht gut unterwegs. Wir hatten zwar heute nicht die passende Pace, aber wir haben ein bisschen gepokert. Das ist mal aufgegangen, mal nicht. Wir haben hart gekämpft, um auf den fünften Platz zu kommen. Doch die späte Strafe hat uns zurückgeworfen. Es ist enttäuschend, aber bis Sebring haben wir nun eine lange Pause. Somit haben wir Zeit, um uns zu verbessern.“

Tom Blomqvist (#82 BMW M8 GTE): „Das entspricht nicht dem Ergebnis, das wir uns erhofft hatten. Doch es war wirklich schwierig, weil die roten Flaggen immer wieder für Unterbrechungen gesorgt haben. Die letzten drei Stunden liefen flüssiger, aber in diesen nassen Bedingungen hat es uns an Pace gefehlt. Es gibt einiges, das wir analysieren müssen. In einigen Rennphasen hatten wir die Pace, in anderen nicht. Deshalb müssen wir herausfinden, warum wir nicht konstant waren. Wir haben eine Menge gelernt und können viel Positives mitnehmen – das gehört einfach zu Lernprozess, wenn man mit einem neuen Auto antritt.“