Freitag, 17. August 2018
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FIA WEC
07.05.2018

Project 1 hat WEC-Premiere gemeistert

Project 1 belegte beim Saisonauftakt der FIA WEC in Spa-Francorchamps den neunten Rang in der LMGTE Am-Kategorie. Mit der Zielankunft beim Debüt in der Langstreckenweltmeisterschaft erreichte das Team aus Niedersachsen damit das selbstgesteckte Ziel. Ein dritter Platz im Qualifying und eine starke Anfangsphase zeigten, dass der Schritt in die WM der richtige war. 

Über mehrere Jahre arbeitete der Rennstall aus Lohne auf diesen Moment hin. Als die Ampel für den ersten WM-Lauf in Belgien schließlich auf Grün schaltete, fiel allen Beteiligten ein Stein vom Herzen. „Der Einstieg in die WEC bildet für uns die bisher größte Herausforderung im Motorsport“, erklärt Teamchef Axel Funke und ergänzt: „Hinter uns liegt eine lange Vorbereitungsphase und es gilt, noch viel zu lernen. Spa hat gezeigt, dass wir uns mit diesem Team nicht vor der Konkurrenz verstecken müssen.“ 


Fesselnde Startphase 

Von der ersten Minute an harmonierte das Fahrer-Line-up aus Egidio Perfetti, Patrick Lindsey und Jörg Bergmeister bestens. Nachdem die Debütanten mit Platz drei im Qualifying bereits ein erstes Ausrufezeichen setzten, folgte ein gelungener Start ins Rennen. Perfetti, der ebenfalls sein erstes WEC-Rennen bestritt, lieferte sich einen harten Dreikampf um die Führung in der LMGTE Am-Klasse. Zunehmend setzte er Christian Ried (Porsche) und Mathias Lauda (Aston Martin) unter Druck und übernahm nach rund einer halben Stunde den zweiten Rang. „Die Performance zu diesem Zeitpunkt hat mir persönlich das nötige Selbstvertrauen verliehen, um die weiteren Herausforderungen zu meistern“, sagte Perfetti. 

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Der weitere Rennverlauf gestaltete sich für das Project 1-Trio hingegen schwierig. Erst zwangen technische Probleme Patrick Lindsey zu einem unplanmäßigen Stopp. Später folgte eine Kollision zwischen Egidio Perfetti und einem Konkurrenten, die eine längere Reparatur am Porsche 911 RSR mit sich brachte. 


Bis zum Schluss gekämpft

Auch wenn ein Spitzenresultat nach den Rückschlägen außer Reichweite war, zogen die Piloten ein positives Fazit. „Die Performance war gut und ohne Zwischenfällen hätten wir vielleicht sogar ein Wörtchen ums Podium mitreden können. Es war wichtig, trotz aller Probleme Punkte mit nach Hause zu nehmen – diese können am Ende des Jahres entscheidend sein. Auf der Leistung des Teams können wir aufbauen“, resümierte Porsche-Werksfahrer Jörg Bergmeister. 

„Ein guter Start in unser WEC-Abenteuer“, sagte der US-Amerikaner Patrick Lindsey. „Es ist nicht das Endresultat, auf das wir gehofft haben und was auch möglich gewesen wäre. Für mein erstes Rennen in der WEC bin ich aber zufrieden. Nichtsdestotrotz gibt es für uns alle noch viel zu lernen.“ 

Das sechsstündige Rennen in Spa-Francorchamps bildete die Generalprobe für die 24 Stunden von Le Mans, die jedes Jahr das Highlight der FIA WEC sind. Der Langstreckenklassiker in Frankreich findet vom 13. bis 16. Juni statt.