Freitag, 20. Juli 2018
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Blancpain
09.04.2018

Sieg für GRT Grasser Lamborghini Team beim Saisonstart

Nach dem Sieg beim ersten Rennen zur Blancpain Sprint Series in Zolder (BE) am Samstag, hätte es auch am Sonntag locker zum zweiten Sieg für die Mannschaft Mirko Bortolotti (IT) und Christian Engelhart (DE) im #63 Lamborghini Huracan GT3 gereicht.

Schon am Samstag zeigte die österreichische GRT-Mannschaft um Teambesitzer Gottfried Grasser, dass sie über den Winter ihre Hausaufgaben gemacht hatte. Mit einer guten Strategie und einem ebenso guten Boxenstop konnten Christian Engelhart  und Mirko Bortolotti  nach 39 Runden im #63 Lamborghini Huracan GT3 die Ziellinie als Erste überqueren.

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„Es lief beim ersten Rennen, nach der harten Arbeit im Training, alles perfekt. Christian konnte sich von Startplatz zwei nach vorne kämpfen und ich musste nach dem Boxenstop nur die Audi-Truppe in Schach halten“, freute sich Mirko Bortolotti über den Sieg.

Doch beim zweiten Rennen am Sonntag hatten Mirko Bortolotti und Christian Engelhart das Glück nicht auf ihrer Seite. Bortolotti nahm das Rennen mit dem #63 Lamborghini von der Pole-Position in Angriff, kontrollierte von der Spitze aus das gesamte Feld und fuhr bis zum Fahrerwechsel einen Vorsprung von neun Sekunden heraus – wieder eine starke Leistung des Italieners. Doch beim Boxenstop wurde man das Opfer der Reglementsänderung die besagt, dass der Fahrer erst den Motor wieder starten darf, wenn der Anschnallgurt sicher geschlossen ist. Hier „klemmte“ es und zusätzlich dachte ein Mechaniker, dass der Motor nicht anspringen würde. Er rannte zur Fahrertüre, was aber grundsätzlich verboten ist. So verlor man an der Boxe über 30 Sekunden und erhielt zusätzlich, für den Mechaniker-Fehler, eine Drive-Through-Strafe. So kam man nur auf Platz acht ins Ziel.

Christian Engelhart kritisierte die neue Reglementauslegung heftig: „Schade für den Sport, wenn Platzierungen mit dem schnellsten Gurtwechsel an der Boxe entschieden werden!“ 

Nach Platz sechs im Samstagsrennen stand die GRT-Grasser-Mannschaft (#19) mit Ezequiel Perez Companc (AR) und Andrea Caldarelli (IT) dann aber am Sonntag als Dritte auf dem Podest. „Ich bin sehr reifenschonend gefahren, denn wir hatten hinten links nicht den optimalen Reifendruck, um mehr zu pushen. Sonst hätten wir vielleicht auch um den Sieg mitfahren können,“ freute sich Ezequiel Perez.

Ein schwarzes Wochenende erlebte dagegen die dritte GRT-Grasser-Mannschaft im #82 Lamborghini Huracan mit dem jungen Niederländer Loris Hezemans und dem Franzosen Franck Perera. Mit einem elektrischen Problem im ersten Rennen musste Hezemans in Runde 25 die Box ansteuern. Einige Runden gingen verloren, ehe der Fehler behoben wurde. Franck Perera machte dann in den letzten fünf Runden des Rennens noch einen Funktionstest. Platz 20 war die magere Ausbeute.

Im Sonntagsrennen kam Franck Perera nach dem Start nur bis zur ersten Kurve, als es zu einer unverschuldeten Berührung mit einem Konkurrenten am rechte Hinterrad kam. Mit einem verbogenen Radträger war schon nach einer Runde Schluss.

„Ich hatte mir mein Debüt bei GRT Grasser und in der Blancpain Sprint Serie in Zolder wohl etwas anders vorgestellt“, so der enttäuschte Niederländer Loris Hezemans.

Teambesitzer Gottfried Grasser war mit der Leistung seines Teams trotzdem zufrieden: „Am Samstag zeigten wir mit dem Sieg die Stärke unserer Mannschaft und am Sonntag spielte das „Rennpech“ eben die Hauptrolle, doch mit Platz drei von Ezequiel Perez Companc und Andrea Caldarelli wurden wir doch noch ein wenig entschädigt.“