Dienstag, 24. Oktober 2017
Motorsport XLDas Motorsport MagazinVorschau Abonnement
Rallycross
02.10.2017

Janis Baumanis zähmte die gegnerischen Peugeot-Löwen

Das österreichische STARD-Team aus Großenzersdorf hatte am Wochenende wieder Grund zur Freude, das lag an Janis Baumanis, der mit seinem bereits siebten Einzug in die Finalphase überzeugen konnte, wo er dann im Semifinale als Vierter leider knapp ausschied.

Vorangegangen waren der insgesamt tollen Performance des 25-jährigen Letten drei Erfolgserlebnisse der ganz und gar nicht alltäglichen Art. Bei vier Qualifikationsläufen hatte der STARD-Pilot gleich drei Mal Ex-Rallye-Weltmeister Sebastien Loeb unter seinen direkten Gegnern – und drei Mal lag Janis Baumanis am Ende vor dem französischen Superstar aus dem Peugeot-Werksteam. „Das kann auch nicht jeder von sich behaupten“, freute sich STARD-Teamchef Manfred Stohl über die Bilanz seines Fahrers.

Anzeige
Auch im Semifinale war Baumanis lange Zeit als Peugeot-Schreck unterwegs. Bis zur letzten Runde wehrte er erfolgreich alle Angriffe des Werkspiloten Timmy Hansen ab, ehe ihn der Schwede dann im allerletzten Moment doch noch auf den vierten Platz und somit aus dem Finale drängen konnte. „Trotzdem, das war wieder ein super Auftritt von Janis“, meinte Manfred Stohl, „besonders seine Starts zählen mittlerweile zu den besten in der ganzen WM-Szene.“ 

Seine Pechsträhne, die ihn seit dem achten Saisonlauf in Kanada verfolgt, ist leider dem Russen Timur Timerzyanov auch in Deutschland treu geblieben. Nach zwei durchwachsenen Vorläufen am verregneten Samstag, hoffte der STARD-Pilot auf den wettermäßig besseren Sonntag. Doch da wurde er im Heat 3 abgeschossen und bot trotzdem mit völlig verbogenem Querlenker noch eine gute Leistung. Im vierten Qualifikationslauf war dann bereits in der ersten Kurve Schluss. Nach einem harten Manöver touchierte der Russe die Begrenzung, musste seinen Ford Fiesta mit abgerissener Spurstange abstellen und somit alle Semifinal-Hoffnungen endgültig begraben. Manfred Stohl hatte Mitleid mit seinem Schützling: „Ihm klebt das Pech schon sehr hartnäckig an den Fersen. Momentan kann er offensichtlich tun, was er will, es geht ihm nichts auf.

Dabei hat Timur diesmal wirklich sehr viel gut und richtig gemacht, aber manchmal braucht man halt auch das nötige Quäntchen Glück, um dann auch die Lorbeeren dafür zu ernten.“ Die nächste und für diese Jahr letzte Möglichkeit dazu bietet sich am 11./12. November beim Saisonfinale in Südafrika.