Dienstag, 19. September 2017
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ROTAX MAX Challenge
07.09.2017

RMC Switzerland: Sommerspiele in Frankreich

Die Saison 2017 der beliebten Rotax Max Challenge Switzerland 2017 neigt sich bereits wieder dem Ende zu. Am 3. September ging auf der französischen Kartpiste von Vesoul der fünfte von sechs Meisterschaftsläufen über die Bühne.

Beim vorletzten Meisterschaftslauf der Rotax Max Challenge Switzerland legten sich die Piloten bei idealen, trockenen und für die Jahreszeit sehr erträglichen Temperaturen richtig ins Zeug. Nach durchweg spannenden und von harten Kämpfen geprägten Rennen auf der 1,1 Kilometer langen Strecke, gab es in den acht Meisterschaftskategorien viele Siege der Favoriten, die damit ihre Meisterambitionen zementierten, aber auch einige handfeste Überraschungen.

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In der Königsklasse der DD2 Schaltkarts feierte Giuliano Cucciolillo (Birel ART) seinen ersten Finalsieg und entthronte somit erstmals Seriensieger Pascal Carigiet. Auch in der Kategorie DD2 Master wurde Favorit Alessandro Glauser (DR) geschlagen. Hier konnte sich Rinaldo Grämiger (Maranello) durchsetzen. In der Kategorie Club bestätigte Eric Müller (Maranello) sein Hoch in Castelletto mit einem weiteren Finalsieg. Auch in der Kategorie Master siegte mit Philipp Wigert (CRG) nicht der Tabellenführer. Einen Favoritensieg feierte dafür Jan Schwitter (FA) in der Kategorie MAX. Auch bei den Junioren konnte Tabellenführer Mario Sidler (Intrepid) seinen Vorsprung mit einem weiteren Sieg ausbauen. Das gleiche gilt für die Kategorie Mini, wo sich Bryan Laudenberg (Tony Nordix) ebenfalls gegen seine Konkurrenten durchsetzen konnte, und auch in der Kategorie Micro, wo Favorit Nils-Enzo Götti (Kosmic) einen weiteren Sieg feiern konnte.


Die wichtigsten Rennfacts zu den acht Meisterschafts-Kategorien

In der Kategorie Micro gab Nils-Enzo Götti nach vier Siegen auch beim fünften Rennen von Anfang an den Ton an und eroberte sich mit einer fehlerfreien Vorstellung das Punktemaximum, womit er sich vorzeitig den Meistertitel bei den acht- bis elfjährigen sicherte. Dicht auf den Fersen blieb ihm bei allen Entscheidungen Ilenio Virga, der damit die Vizemeisterschaft zementierte.

Ähnlich lief es in der Kategorie Mini, wo Meisterschaftsleader Bryan Laudenberg in den Vorläufen und dem Finale ebenfalls souveräne Siege mit sicherem Vorsprung und auch die Zusatzpunkte für die schnellste Finalrunde erobern konnte. Nur im Zeitfahren musste er sich von Überraschungsmann Eron Rexhepi um winzige 93 Tausendstel geschlagen geben. In den Rennen waren es dann mit Kai Traub und Sacha Clavadetscher die üblichen Verdächtigen, die sich an Laudenbergs Fersen hefteten und die restlichen Podestplätze hinter dem Sieger unter sich ausfochten, dies mit leichtem Vorteil für Traub (2:1).

Bei den Junioren gab es eine höchst unterhaltsame Neuauflage des Spitzenduells zwischen Tabellenführer Mario Sidler und seinem hochmotivierten Herausforderer Cyril Ratl. Im Zeitfahren hatte Ratl, wie schon beim letzten Lauf in Italien, die Nase um 19 Tausendstel knapp vor Sidler. In drei spannenden Rennentscheidungen konnte Sidler das Blatt mit viel Kampfgeist wenden und drei wichtige Rennsiege einfahren, die er obendrein mit der schnellsten Finalrunde krönte. Ratl wurde jeweils mit weniger als eine Sekunde Rückstand Zweiter. Das Finalpodest komplettierte Livio Di Prima.

In der Kategorie Club gab es ebenfalls sehr knappe Rennentscheidungen. Hier war wie schon in Castelletto Eric Müller einmal mehr der überragende Mann des Tages. Nach einer hauchdünnen Trainingsbestzeit, 34 Tausendstel vor Roy Ricklin, liess er in den Rennen nichts anbrennen und feierte drei souveräne Rennsiege. Nur die Zusatzpunkte für die schnellste Finalrunde und die zweiten Plätze überliess er Ricklin. Als Finaldritter liess sich Kevin Ummel notieren.

In der Kategorie Master knöpfte Philipp Wigert nach einer Rennpause in Italien wieder sehr souverän an seine drei Vollerfolge in der ersten Saisonhälfte an. Nur im zweiten Vorlauf musste er sich äusserst knapp Tabellenleader Marcel Möckli beugen. Ansonsten sammelte Wigert Punkte mit der Trainingsbestzeit, Siegen im ersten Rennlauf und dem Finale sowie der schnellsten Finalrunde. Das Finalpodest komplettierte nebst Möckli Max Urech.

Die wohl souveränste Dominanz legte Jan Schwitter in der Kategorie Max an den Tag. Nach der Trainingsbestzeit und drei Rennsiegen inklusive Finale musste er nur die schnellste Finalrunde und die damit verbundenen Zusatzpunkte Stefan Dudler überlassen. Ansonsten blieben Dudler in den Vorläufen die Ränge zwei und drei und im Finale Rang drei hinter Bryan Gerber, der Schwitter bis zuletzt hart unter Druck setzte. 

Titelverteidiger und Seriensieger Pascal Carigiet erlebte in der Königsklasse der Kategorie DD2 Schaltkarts ein aus seiner Warte enttäuschendes Wochenende. Nach der Trainingsbestzeit musste er im ersten Vorlauf nach einem Zwischenfall in Runde drei einen schmerzlichen Ausfall hinnehmen. Danach zeigte er zwei kampfstarke Rennläufe bis in die Spitzengruppe, in denen er sich zweimal nur um wenige Zehntel Giuliano Cucciolillo beugen musste, der die Gunst der Stunde optimal nutzte und seinen ersten Saisonsieg feierte. Als Trostpflaster sicherte sich Carigiet die drei Extrapunkte für die schnellste Rennrunde. Als Dritter eroberte sich Nico Brügger im Finale den letzten Podestplatz.

In der Kategorie DD2 Master setzte sich das Spitzenduell zwischen Alessandro Glauser und Rinaldo Grämiger nahtlos fort. Tabellenleader Glauser schien die Sache mit der Trainingsbestzeit und Siegen in beiden Vorläufen im Griff zu haben. Im spannenden Finale schlug aber Herausforderer Grämiger gnadenlos zu und sicherte sich den Finalsieg vor Glauser. Finaldritter wurde Richard Müller, der sich den Renntag obendrein mit der schnellsten Runde versüsste.

Der sechste und letzte Lauf zur Rotax Max Challenge Schweiz 2017 findet am 30. September in Wohlen statt.