Freitag, 15. Dezember 2017
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Porsche Carrera Cup
12.10.2017

Meisterentscheidung beim Finale, Experience Days für neue Fahrer

Beim Porsche Carrera Cup Deutschland kündigt sich ein spannendes Saisonfinale im Rahmen der DTM auf dem Hockenheimring an: Mit dem Norweger Dennis Olsen (21/Konrad Motorsport) und dem 26-jährigen Nick Yelloly (Team Deutsche Post by Project 1) aus Großbritannien haben noch zwei Fahrer Chancen auf den Titel. Nur 13 Punkte trennen die beiden Piloten, es werden jedoch noch 50 Punkte vergeben. Die Rennen finden am 14. und 15. Oktober auf dem 4,574 Kilometer langen Hockenheimring statt. Insgesamt treten 26 Piloten mit identischen 485 PS starken Porsche 911 GT3 Cup gegeneinander an.

Olsen ist mit 233 Punkten der Gejagte: Er führt die Meisterschaftstabelle seit dem ersten Rennwochenende an und ihm gelangen bislang sechs Siege und vier weitere Podiumsplatzierungen. Für seinen Kontrahenten Yelloly begann die Saison durchwachsen. Der Brite war aber seit dem fünften Rennen immer unter den ersten beiden Fahrern auf dem Podium und hat 220 Punkte auf seinem Konto. Aus eigener Kraft kann Yelloly die Meisterschaft nicht gewinnen, da der zweite Platz noch 20 Punkte bekommt. Schafft Olsen diese Platzierung, fehlen Yelloly drei Punkte – auch bei einem Doppelsieg. Zudem will der Porsche-Junior seinen Spitzenplatz nicht abgeben: „Ich bin für Hockenheim zuversichtlich. Hier habe ich zu Saisonbeginn schon einen Doppelsieg eingefahren“, sagt Olsen. 

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Keine Chancen mehr auf den Titel oder Platz zwei hat Michael Ammermüller (DE/raceunion Huber Racing) mit 151 Punkten auf dem dritten Tabellenplatz. Dafür wird das Duell um Bronze umso spannender: Christopher Zöchling (AT/MRS GT-Racing) und Larry Ten Voorde (Team Deutsche Post by Project 1) aus den Niederlanden liegen nur vier beziehungsweise fünf Punkte hinter Ammermüller. Für Ammermüller spricht die Statistik: Beim Saisonauftakt in Hockenheim konnte er zwei zweite Plätze feiern. Der Porsche Carrera Cup Deutschland startet am 14. Oktober um 12.25 Uhr in den dreizehnten Meisterschaftslauf. Das finale Rennen findet am 15. Oktober ab 9.55 Uhr statt.

Die beiden Rennen sind nicht das einzige Highlight an diesem Wochenende: „Werde Teil der Porsche Familie“ – unter diesem Motto lädt der Porsche Carrera Cup Deutschland interessierte Nachwuchsfahrer zu seinen Experience Days vom 14. bis zum 16. Oktober ein. Junge Piloten aus der ganzen Welt konnten sich bewerben, um im Rahmen des Saisonfinales in Hockenheim den Porsche Carrera Cup Deutschland kennenzulernen. Zusätzlich dürfen die Teilnehmer den Porsche 911 GT3 Cup testen. Projektleiter Oliver Köppen: „Wir freuen uns, dass wir auch in diesem Jahr wieder so eine tolle Nachfrage in Bezug auf unsere Experience Days hatten. Im Porsche Carrera Cup Deutschland lernen die Nachwuchsfahrer alles was Sie brauchen, um im Motorsport Karriere zu machen. Durch das Markenpokalkonzept mit dem Einsatz identischer Fahrzeuge sieht man zudem genau, wo jeder einzelne fahrerisch steht.“

Die Experience Days gehen über zwei Tage: Am Sonntag lernen die Nachwuchstalente den Cup in Aktion kennen, begleiten eines der Einsatzteams und erhalten Einblicke hinter die Kulissen. Am Montag stehen dann zwei Test-Sessions auf dem Programm. Die Teilnahmegebühr für die Experience Days beträgt 2.500 Euro netto und beinhaltet neben den Einblicken in das zugeteilte Team das gesamte Wochenendprogramm (Wochenendticket für die DTM inkl. Fahrerlager, Verpflegung in der Porsche Hospitality von Samstagabend bis Montag, Parkschein, Teilnahme am Test inkl. Versicherung) mit rund 40 Minuten Fahrzeit pro Teilnehmer am Testtag.

Der Carrera Cup war bereits für zahlreiche Piloten das entscheidende Karriere-Sprungbrett: Timo Bernhard, Nick Tandy, Richard Lietz, Kévin Estre, Michael Christensen und Sven Müller zeigten ihre Stärken im deutschen Markenpokal und wurden später Porsche-Werksfahrer. Aus dem aktuellen Porsche Werksfahrer-Kader fuhren 14 von 18 Piloten in nationalen Carrera Cups mit. Fahrer wie beispielsweise Philipp Eng, Nicki Thiim, Mike Rockenfeller und René Rast verdienten sich ihre Sporen ebenfalls im Porsche Carrera Cup Deutschland. Ihnen gelang später bei anderen Automobilherstellern der Einstieg in den Profi-Motorsport.