Dienstag, 22. August 2017
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Lamborghini Super Trofeo
03.08.2017

Carrie Schreiner rast im Alleingang in die Top-Ten

Im Rahmenprogramm des größten und wichtigsten 24-Stunden Rennens der GT3 Sportwagen auf der sogenannten Ardennenachterbahn im belgischen Spa-Francorchamps fand auch der vierte Lauf der europäischen Lamborghini Super Trofeo Meisterschaft statt. Nahezu 100.000 Zuschauer verteilten sich über das Wochenende um die traditionsreiche Formel-1-Strecke.

Carrie Schreiner trat zu einem weiteren Gaststart in Europa an. In den beiden freien Trainingssessions am Donnerstag haderte sie mit der Abstimmung ihres 620 PS Boliden und war sehr unzufrieden mit ihren Rundenzeiten. Zudem entschied ihr Team Konrad Motorsport am Abend, die 18-jährige Saarländerin alleine starten zu lassen. Bis nachts wurde ihr Renner komplett umgebaut, um ein passenderes Setup für die junge Pilotin zu finden.

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Das fruchtete: Carrie fuhr in beiden Qualifyings am Freitagmorgen eine 2,23er-Zeit und qualifizierte sich auf den Plätzen 16 und 15 unter über 30 Fahrzeugen für beide Rennen.

Mittags im ersten Lauf verschlief sie leider etwas den Start und fiel dadurch erst einmal auf P19 zurück. Danach fuhr die schnelle Rennamazone ein ausgezeichnetes und cleveres Rennen. Trotz eines nicht optimalen Pflichtboxenstopps überholte sie einen Gegner nach dem anderen und raste in der letzten Runde noch in die Top-Ten.

Die Geschichte des zweiten Rennens ist schnell erzählt: Diesmal hatte Carrie einen exzellenten Start und machte gleich einige Positionen gut. Aber bereits in der ersten Kurve verbremste sich ein Pilot hinter ihr, fuhr ihr voll in die Seite und drehte sie um. Danach löste sich durch den Crash auch noch der Unterboden des Lamborghinis und Carrie musste aufgeben.

Trotzdem war ihr erfahrener Teamchef Franz Konrad voll des Lobes über seine junge Fahrerin: „Carrie hat die Turbulenzen wegen ihres Teamkollegen voll weggesteckt und ist zwei gute Qualifyings und ein sehr starkes Rennen gefahren. Selbst in der letzten Runde nach fast einer Stunde Renndauer konnte sie noch pushen. Bei dem Crash im zweiten Rennen hatte sie keine Chance. Das war einfach Pech! Jetzt ist sie reif für ihren ersten GT3-Test hier ebenfalls in Spa.“

Danach geht es für Carrie Schreiner weiter zum nächsten Asienrennen nach Fuji in die japanischen Berge und Mitte September steht ihr Heimspiel auf dem Nürburgring an.