Freitag, 21. Juli 2017
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Automobilsport
23.02.2017

Simon Reicher – die ersten Runden im Audi RS3

Seit Jahren träumt der junge Österreicher Simon Reicher davon, eines Tages an einem der berühmten 24-Stunden-Langstrecken-Rennen teilzunehmen. Vor Kurzem machte er einen großen Schritt in Richtung dieses Traumes. Er bekam einen neuen RS3 LMS Ultra zum Circuit Park Zandvoort geliefert, eingehüllt in eine maßgefertigte Abdeckung aus schwarzem Stoff mit vier Audi-Ringen und RS3-LMS-Aufdruck und der weiche Stoff verriet jede einzelne Kontur seines GT-Fahrzeuges.

„Ich konnte es einfach nicht abwarten, endlich meinen Audi RS3 LMS Ultra zu sehen, einzusteigen und die ersten Runden zu drehen. Gott sei Dank waren ab Werk ein paar Liter Benzin im Tank und ich konnte sofort starten“, so Reicher. Dabei schien das Wetter dem Youngster eine Freude machen zu wollen. Bei blauem Himmel und stimmungsvollem Sonnenuntergang war der Sound des Audi RS3 über jede Kurve auf dem Circuit Park Zandvoort zu hören. Es war dieser besondere Moment, deren Sound jedem Motorsport-Fan eine Gänsehaut bescherte.

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Zurück in der Boxengasse wollte Reicher nicht mehr aussteigen. Jedes Detail wurde seinem kritischen Blick unterzogen und sein Lächeln, das für den restlichen Tag anhielt, sprach mehr als tausend Worte. „Schon als der Audi auf der letzten ADAC-GT-Masters-Veranstaltung am Hockenheimring vorgestellt wurde, stand für uns fest, dass er unser nächstes Einsatzfahrzeug wird. Es ist enorm, dass ein und dasselbe Fahrzeug ohne großen Umbau vom Clubsport bis zu den internationalen 24-Stunden-Rennen eingesetzt werden kann. Ein Konzept, dass uns überzeugt hat“, erklärte Peter Reicher, Simons Vater. Und Simon fügt hinzu: „Für mich ist der Audi im TCR-Starterfeld das schönste Auto. Seine Linienführung, der Frontlimiter und große Heckflügel – alles wirkt wie aus einem Guss. Das Auto liegt gewaltig gut auf dem Asphalt und hat mit 330 PS ordentlich Power“, schwärmt Reicher von seinem neuen Boliden.

Bis jetzt ist der 17-Jährige den Renault Clio gefahren. Unabhängig davon, dass er mit 220 PS deutlich weniger PS unter der Haube hat, fehlen ihm Front- und Heckspoiler, die für den notwendigen Abtrieb sorgen. Somit sind mit dem Renault keine hohen Kurvengeschwindigkeiten machbar. Der Grip reißt schnell ab, was für Österreichs jüngsten Tourenwagensportler mit dem Audi jetzt eine komplett andere Nummer ist. „Es ist schon beeindruckend, welcher Speed in Kurven möglich ist. Nach den letzten beiden Tagen hier in Zandvoort – es war mein erster roll-out – freue ich mich schon wahnsinnig auf die kommende Saison“, schwärmt der 17-jährige Schüler von seinen ersten Erfahrungen.

Warum Simon Reicher so oft in Zandvoort zu sehen ist, beantwortet er so: „Das ist recht einfach beantwortet: Zum einen ist mein fantastisches certainty.nl-Team hier in Zandvoort stationiert und zum anderen erfahre ich als österreichischer Nicht-Skifahrer eine wahnsinnig gute Unterstützung in Holland. Erik Weijers, Manager des Circuit Park Zandvoort, ist ein Riesenfan von mir und unserem Team.“