Freitag, 18. Oktober 2019
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Rallye Dakar
31.12.2015

Der Dirk, die „Dakar“ und die wilden 13

Insgesamt 4.534 Kilometer gegen die Uhr, 13 alles fordernde Etappen. Glühende Hitze, schwindelerregende Höhen. Unwegsam-unwirtliches Gelände, verwundene Schotterpassagen. Kurzum: die Rallye Dakar! Die steht vor ihrer nächsten, der 38. Auflage durch Argentinien und Bolivien. Zum 16. Mal am Start, das 13. Mal im Automobil: Dirk von Zitzewitz aus Karlshof in Ostholstein, der als Navigator erneut mit Giniel de Villiers aus Südafrika ein Duo bildet.

Acht Mal traten „GdV“ und „DvZ“ bereits gemeinsam bei der legendären Wüstenrallye an und erreichten dabei nicht nur stets das Ziel, sondern feierten auch fünf Podiumsresultate – zwei mit Volkswagen und drei mit Toyota. Auch vom 02. bis 16. Januar 2016 treten sie wieder im Toyota Hilux an, der für die kommende „Dakar“ runderneuert und ausgiebig getestet wurde. Für Mr. und Mr. Zuverlässig kann das Ziel deshalb auch anno 2016 nur lauten: Podium. Doch das bleibt traditionell – angesichts einer ganzen Armada von haushoch-überlegenen X-raid-Mini und der vierfachen Werkspower von Peugeot – eine wahre Herkulesaufgabe. Eine, die Dirk von Zitzewitz und Giniel de Villiers jedoch zuletzt viermal erfolgreich meisterten. Sie sind mit fünf von sieben möglichen Podestplätzen die Podiumsgaranten der Südamerika-„Dakar“. Und wollen es auch bleiben.
 
„Unser Ziel ist klar: Wir wollen wieder auf das Podium fahren – und das ist wie immer nicht die allerleichteste Aufgabe. Im Gegenteil: Wenn Giniel und ich erfolgreich sein wollen, müssen wir das Spiel perfekt spielen, dürfen uns also keinerlei Fehler erlauben“, so Dirk von Zitzewitz. „Wir haben mit dem in diesem Jahr noch stärkeren Toyota Hilux einen echten ‚Dakar‘-Allrounder am Start und müssen zur richtigen Zeit das Beste herausholen, um mit den favorisierten Diesel-Autos von X-raid-Mini und Peugeot mithalten zu können. Es gibt aber keinen Grund, warum wir nicht dennoch mitmischen können. Die ‚Dakar‘ ist nicht nur technologisch, sondern auch fahrerisch und navigatorisch stets die größte Herausforderung im Motorsport. Und dass wir in dieser Hinsicht ein gutes Gesamtpaket geschnürt haben, haben wir in den vergangenen vier Jahren mit drei Podiumsplätzen bewiesen – obwohl wir nie zu den Favoriten zählten. Ich hoffe, dass ich auch 2016 meinen Beitrag leisten werde, die Großen zu ärgern und ihnen wieder eine dieser schönen ‚Dakar‘-Trophäen wegzuschnappen. Wir sind jedenfalls bereit dafür.“