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Kartsport Allgemein
24.11.2015

Top-Platzierung für Krütten beim SKUSA SuperNationals

Der Nachwuchskartfahrer Niklas Krütten zeigte bei den SKUSA SuperNationals in Las Vegas (USA) eine imponierende Leistung: Beim mit 500 international erfahrenen Startern aus 45 Ländern besetzten größten Kartrennen der Welt, überquerte der Youngster auf Platz 22 die Zielflagge im Finallauf und war damit bester Starter aus Deutschland in seiner Klasse.

Die SKUSA SuperNationals sind in jedem Jahr ein absolutes Highlight zum Jahresabschluss der Kartsaison, denn in dem weltweit größten Kartrennen überhaupt tritt die Weltelite gegeneinander an.Für den aus Trier stammenden Niklas Krütten war es eine gelungene Premiere, auch wenn man anfangs nicht auf ein Traumergebnis hoffen konnte. Aufgrund des immens großen Starterfelds waren die Trainingseinheiten für jede Klasse und Startergruppe begrenzt und mit gerade mal sechs 7-Minuten-Sessions konnte nicht viel Abstimmungsarbeit auf der komplett neuen Strecke geleistet werden.

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Das Zeittraining wurde damit zu einem kleinen Lotteriespiel. Niklas’ Qualifikationsrunde platzierte ihn auf Gesamtrang 32 im 71 Fahrer starken Teilnehmerfeld der Klasse TaG Junior. Damit ging es für den Youngster aus Reihe acht in die Vorläufe. Der Start in den ersten Heat war turbulent, denn nach einem anfänglichen Startabbruch, wurde das Rennen nach einer halben Runde doch freigegeben. Dadurch beendete der Trierer den ersten Vorlauf nur auf dem 24. Platz.
 
Auch der zweite und dritte Vorlauf verliefen nicht nach Plan. Im zweiten Heat wurde Niklas gegen Ende durch einen Mitstreiter in die Streckenbegrenzung gedrängt und wurde mit stark beschädigtem Kart nur als 27. abgewunken. Nachdem auch bestehende Probleme mit dem vor Ort geliehenen Motorenmaterial aussortiert waren, zeigte Niklas im dritten Vorlauf mit Platz zwölf zum ersten Mal sein wirkliches Potential. Eine nachträgliche Strafe warf ihn allerdings auf Platz 27 und damit auf Gesamtrang 59 zurück. Damit war der Tiefpunkt des Rennwochenendes erreicht.
 
„Der Start in den dritten Heat wurde abgebrochen. In der Formationsrunde zum Re-Start habe ich versucht, meine ursprüngliche Startposition wieder sicher einzunehmen“, so der Trierer. „Das ist nach CIK-FIA Regeln weltweit erlaubt. In den USA ist das allerdings verboten, was ich nicht wusste. Jetzt muss ich im Hoffnungslauf der letzten 37 von Platz 23 auf Platz sechs vorfahren, um mir noch einen Startplatz im Finale zu sichern. Das ist eigentlich unmöglich, aber ich werde alles geben, um im Finale dabei zu sein.“
 
Und der junge Trierer machte im Land der unbegrenzten Möglichkeiten das Unmögliche möglich. Nach einem starken Start in den Hoffnungslauf zeigte er eine imponierende Vorstellung. Runde um Runde machte er Positionen gut und kämpfte sich bis zum Fallen der Zielflagge auf Platz zwei nach vorne. Damit zog er wider Erwarten in den Finallauf ein, in dem er mit enormem Kampfgeist weiter Boden gut machte. Von Platz 36 startete Niklas ins große Finale am Super Sunday. Vor vollbesetzten Zuschauerrängen, bei bester Stimmung und herrlichem Sonnenschein, kämpfte sich der Youngster mit den alten Reifen aus dem Hoffnungslauf gegen die frischbereifte internationale Top-Konkurrenz um weitere 14 Positionen nach vorne und überquerte als 22. und bester Starter aus Deutschland die Ziellinie.
 
„Das war eine unglaubliche Erfahrung, hier in Las Vegas teilzunehmen“, so Niklas. „Anfangs sah es für uns nicht so gut aus, vor allem weil hier Material und einige Regeln anders sind. Das ich das Blatt am Ende doch noch wenden konnte, ist der Wahnsinn. Im Finale des größten Kartrennens der Welt zu stehen und sich durch das Feld nach vorne zu arbeiten ist ein ganz tolles Gefühl. Danke an mein Team Forza Racing, das mich, wie immer, bestens unterstützt hat. Ein mehr als gelungener Saisonabschluss nicht nur auf, sondern später beim Feiern auch neben der Strecke.“