Sonntag, 15. Dezember 2019
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USCC
24.09.2014

Arbeitsreicher Herbst für Christopher Haase

Das vorletzte Rennwochenende der USCC, am 20. und 21. September 2014, begann für Audi-Fahrer Christopher Haase positiv: Die Organisatoren hatten die „Balance of Performance“ angepasst und dem Audi R8 LMS marginal größere Restriktoren gestattet. Auf der Formel-1-Rennstrecke in Texas, dem „Circuit of the Americas“, war davon allerdings nichts zu sehen.

„Wir haben leider gar keinen Unterschied bemerkt“, so Christopher Haase, der sich mit seinem Teamkollegen Bryce Miller deshalb von Beginn an auf ein gutes Renn-Set-Up konzentrierte. „Das hat sich bezahlt gemacht, obwohl wir im Qualifying nicht über den 14. Startplatz hinauskamen. Im Rennen selbst waren wir dafür gut dabei und konnten Platz um Platz gut machen; ich hatte viele enge Rad-an-Rad-Duelle. Beim letzten Pit-Stop bin ich Stoßstange an Stoßstange hinter meinem Gegner in die Box gefahren – und danach Stoßstange an Stoßstange vor ihm hinaus. Das Boxenstopp-Training bei Paul Miller Racing hat sich also bezahlt gemacht und wir konnten, dank der halben Sekunde, eine Position gut machen, das war wirklich toll.“

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Am Ende reichte es zu Rang sechs, womit die beiden Audi-Piloten den vierten Platz in der Meisterschaft behielten und darüber hinaus auch den Anschluss an die Top-Drei der Gesamtwertung halten konnten. „Ich habe dem gesamten Team von Paul Miller Racing schon gesagt, dass wir auf diese Leistung echt stolz sein können. Unser Ziel war es, am Ball zu bleiben; das ist uns trotz extremer Hitze und Luftfeuchtigkeit – in den Autos fühlte es sich teilweise wie in einer Sauna an – geglückt. So konnten wir hier Fahrzeuge schlagen, die eindeutig eine bessere „Balance of Performance“-Einstufung haben“, berichtet ein zufriedener Christopher Haase aus Texas. Ob es vor dem letzten Rennen, dem „Petit Le Mans“ in Road Atlanta, noch eine Anpassung der „Balance of Performance“ geben wird, weiß das Team noch nicht. Haase: „Ich hoffe es, das wäre fair.“

Das Rennen am „Circuit of the Americas“ wird Christopher Haase also mit Sicherheit in Erinnerung bleiben – nicht zuletzt aufgrund der Strecke selbst, wie er sagt: „Eine super schöne Anlage, ähnliche wie in Europa. Und nach meinem Rennen habe ich noch meinen Audi-Kollegen für das WEC-Rennen die Daumen gehalten, das hat sich ja auch ausgezahlt!“ Nicht so gut lief es hingegen bei Haases Japan-Premiere: Das 1.000 km-Rennen in Suzuka war nämlich schon nach zwei Stunden zu Ende, als das Getriebe kaputt ging. Nichts desto trotz hat ihm das Japan-Gastspiel viel Freude gemacht: „Japan war trotz des frühen Ausfalls ein tolles Erlebnis. Die Fans sind grandios, die Begeisterung einfach sensationell und die Super GT-Meisterschaft eine hochprofessionelle Serie. Das war eine weitere, großartige Erfahrung im bislang bereits extrem spannenden Jahr 2014 für mich!“