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28.08.2014

Andre Model siegt im Chevrolet Cruze Eurocup

Nach den letzten Rennläufen im Autodrom Most in Tschechien Anfang August reisten die Teams und Fahrer des Chevrolet Cruze Eurocup nun in die Slowakei, um vom 22. bis 24. August 2014 die Saisonrennen neun und zehn auf dem hochmodernen Slovakiaring vor den Toren der slowakischen Hauptstadt Bratislava auszutragen, der im Jahre 2010 eröffnet wurde.

Die Rennstrecke ist bekannt für ihr herausforderndes „In-Field“ mit vielen technisch anspruchsvollen Kurven, die einen absolut präzisen Fahrstil erfordern. Auf der fast sechs Kilometer langen Piste ist es entscheidend, möglichst viele fehlerfreie und identische Runden aneinanderzureihen, um am Ende ganz oben zu stehen.

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Bereits im Zeittraining zur Ermittlung der Startaufstellung für das erste Rennen zeigte sich, dass das Fahrerfeld des Chevrolet Cruze Eurocup auch auf dem Slovakiaring sehr nah beieinanderlag. Der Österreicher Christian Neiß mit der Startnummer 45 konnte seine tolle Form von den Rennen in Most bestätigen und sicherte sich mit einer überragenden Rundenzeit von 1:47,751 Minuten die Pole-Position. Auf Platz zwei folgte sein Landsmann Wolfgang Kriegl mit der Startnummer 47, der sich auf dem Slovakiaring ebenfalls sehr wohl fühlte. Den dritten Startplatz erreichte der junge Schweizer Andre Model im Cruze mit der Nummer 58 vor Josef Chobot (#60) von Procar Motorsport. Antonio Citera mit der Startnummer 56 musste seinen Cruze bereits nach drei Runden nach einem Reifenschaden abstellen und sich deshalb mit Startplatz fünf zufrieden geben.

Dass es im ersten Rennen heiß hergehen würde, war zu erwarten: Der Meisterschaftsführende Antonio Citera musste seinen fünften Startplatz dringend verbessern, um seinen Punktevorsprung auf Andre Model halten zu können. Die beiden Österreicher Christian Neiß und Wolfgang Kriegl in der ersten Startreihe jedoch machten sich berechtigte Hoffnungen auf den Rennsieg und dachten nicht daran Plätze abzugeben. Bereits zum Beginn des Rennens konnte Citera den fliegenden Start gut nutzen und nach vorne angreifen. Doch auch Wolfgang Kriegl schnupperte vor dem Einlenken in die erste Kurve am Platz an der Sonne, musste aber nach einem kleinen Fehler gleich zwei Positionen an Citera und Model abgeben. Neiß blieb zunächst in Front, konnte sich dann aber gegen einen starken Andre Model nicht wehren, der die Führung übernahm.

Dahinter brach ein harter Kampf zwischen Antonio Citera und Wolfgang Kriegl um den dritten Rang aus, den Wolfgang Kriegl für sich entscheiden konnte. Model konnte sich an der Spitze die entscheidenden Sekunden Vorsprung verschaffen und den Sieg nach Hause fahren. Für Christian Neiß platzte der Traum von Platz zwei eine Runde vor Rennende mit einem defekten Schaltgetriebe. Dagegen konnte Wolfgang Kriegl in seiner ersten Rennsaison seinen bisher größten Erfolg mit dem zweiten Rang feiern, knapp vor Antonio Citera auf Platz drei.

Im zweiten Rennlauf am Sonntag wurden die Fahrer im Chevrolet Cruze Eurocup auf eine weitere Probe gestellt. Denn nur wenige Stunden vor Beginn des Rennens zog ein starker Regenschauer über den Slovakiaring. Am Start des Rennens war der Asphalt zwar schon wieder weitestgehend abgetrocknet, doch es gab noch einige rutschige Stellen und Randsteine auf der Strecke. Von Startplatz drei aus kommend übernahm Citera nach dem ersten Umlauf mit einem tollen Manöver die Führung, musste diese aber trotz beherztem Zweikampf wieder einige Kurven später an Andre Model abgeben.

Wolfgang Kriegl erreichte bereits zu Beginn des Rennens den dritten Platz und blieb auch am Führungsduo dran. Von einer Safety-Car-Phase in der Mitte des Rennens unterbrochen gingen in den letzten Rennrunden die Zweikämpfe auf der Strecke weiter und Wolfgang Kriegl setzte Antonio Citera gehörig unter Druck. Citera brachte jedoch seinen zweiten Platz hinter Andre Model über die Ziellinie, der in der Slowakei einen Doppelsieg einstrich. Gefolgt von Wolfgang Kriegl, Josef Chobot und Christian Neiß, der noch mit technischen Problemen zu kämpfen hatte.

Die beiden Meisterschaftsführenden Citera und Model gehen punktgleich ins große Finale auf dem anspruchsvollen Automotodrom Brno. Doch auch Rang drei in der Meisterschaft bleibt umkämpft: Josef Chobot, Wolfgang Kriegl und Christian Neiß kämpfen um diesen Platz.