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Formel 1
22.07.2014

Renault bestätigt Aufwärtstrend in Hockenheim

Red Bull Racing hat mit Renault Power den Großen Preis von Deutschland auf den Plätzen vier und sechs beendet. In einem nervenaufreibenden Rennen kämpften Sebastian Vettel und Daniel Ricciardo mit beiden Ferrari und dem Mercedes von Lewis Hamilton um die vorderen Ränge. Mit zwei Positionen in den Top-Sechs sammelten die Red Bull-Fahrer 20 wertvolle Punkte.

Toro Rosso-Pilot Jean-Eric Vergne kam auf Position 13 ins Ziel, sein Teamkollege Daniil Kvyat musste das Rennen vorzeitig beenden. Der junge Russe lag zu Beginn des Grand Prix in den Top-Ten, bis ihn ein Rempler mit Sergio Perez zurückwarf. In der 45. Runde entflammte sich überschüssiges Benzin im Auspuff des Toro Rosso aufgrund eines Zündungsproblems. Der 20-Jährige stellte daraufhin sein brennendes Fahrzeug ab.

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Sebastian Vettel verbesserte sich um zwei Positionen und kam auf Platz vier ins Ziel. Dabei verteidigte er sich gegen die Angriffe von Fernando Alonso und wurde mit kostbaren zwölf WM-Punkten belohnt. Sein Red Bull-Teamkollege Daniel Ricciardo fiel nach dem Start auf Rang 15 zurück, weil der Australier einer Kollision zwischen Kevin Magnussen und Felipe Massa ausweichen musste. Im Rahmen einer fulminanten Aufholjagd passierte er unter anderem Magnussen sowie Kimi Räikkönen und lieferte sich enge Duelle mit Lewis Hamilton und Fernando Alonso bis zum Ende des Rennens. Am Ende sah er die Zielflagge auf Platz sechs.

Pastor Maldonado startete in seinem Lotus-Renault von Platz 18 und kämpfte sich erfolgreich an zahlreichen Gegnern vorbei. Der Lohn für den Venezolaner und das Lotus F1 Team: Position zwölf. Allerdings musste sein Teamgefährte Romain Grosjean in Runde 27 die Segel streichen – die Kühlung an seinem Auto streikte. Für die grünen Boliden von Caterham F1 verlief der zehnte Saisonlauf ohne Probleme: Beide Fahrzeuge absolvierten die volle Renndistanz, Kamui Kobayashi belegte Rang 16, Marcus Ericsson wurde an 18. Stelle gewertet. Letzterer startete aus der Boxengasse nach einem Regelverstoß im Parc fermé während des Qualifyings.

Rémi Taffin, Leiter des Renault Sport F1 Einsatzteams: „Das war ein faszinierendes Rennen mit vielen Zweikämpfen von Beginn an. Wenngleich Platz vier nicht dauerhaft unser Ziel sein sollte, ist es positiv zu sehen, dass die Red Bull aus eigener Kraft Positionen gewinnen können – dank besseren Fahrverhaltens und mehr Grip. Diesbezüglich half die neue Software, die wir an diesem Wochenende eingeführt haben. Wir wollen von ihr noch mehr beim Rennen in Ungarn profitieren, wenn das Triebwerk optimal auf den neuen Treibstoff von Total abgestimmt sein sollte.

Da wir in Deutschland kein vollkommen problemfreies Wochenende hatten, werden wir in der kurzen Zeit bis zum Lauf in Ungarn an der Zuverlässigkeit arbeiten. Die Probleme sind zwar vergleichsweise gering, aber einige haben große Auswirkungen. Wir glauben nicht, dass die Schwierigkeiten unlösbar sind, dennoch müssen wir sie vor der Sommerpause in den Griff bekommen.

Wir blicken nun dem Rennen in Ungarn entgegen, wo Fahrverhalten und Drehmomentkontrolle wichtiger sind als Höchstgeschwindigkeit. Das dürfte dem Renault Energy F1-2014 sehr entgegenkommen. So sollten wir es schaffen, unsere zuletzt gewonnene Routine der dritten und vierten Plätze zu durchbrechen.“
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