Dienstag, 2. Juni 2020
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DTM
14.10.2014

Die Audi-Piloten sind heiß auf das DTM-Finale

Für Audi ist das Saisonfinale in Hockenheim am kommenden Wochenende mehr als ein Schaulaufen vor der Winterpause: Gemeinsam wollen die acht Audi-Piloten eine starke Teamleistung zeigen und den Titel des besten Herstellers nach Ingolstadt holen. Vorher erleben die Fans eine Premiere: Audi bringt das sportlichste pilotiert fahrende Auto der Welt an den Start.

21 lautet die magische Zahl vor dem Saisonfinale der DTM in Hockenheim, zu dem Audi als Jäger reist: Diese Punkte gilt es aufzuholen, um BMW den Titel des besten Herstellers in der DTM zu nehmen. Rückenwind gibt dabei auch das vorvergangene Wochenende in Zandvoort, wo Mike Rockenfeller mit der schnellsten Qualifikationszeit und Mattias Ekström mit dem Rennsieg einmal mehr das Potenzial des Audi RS 5 DTM unter Beweis gestellt haben.

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Schon beim Auftakt in Hockenheim im Mai war Audi vom ersten Platz in die Saison gestartet und mit zwei Piloten auf dem Podium vertreten. Die neue DTM trägt am Wochenende ihr 32. Rennen in Hockenheim aus. Der 4,574 Kilometer lange Kurs eine knappe Autostunde südlich von Frankfurt steht traditionell als Austragungsort für den Auftakt und das Finale einer jeden Saison im Kalender. Das Motodrom mit seinen großen, unmittelbar neben der Strecke gelegenen Tribünen sorgt für Stadioncharakter und damit eine einmalige Atmosphäre. Die aktuellen Vorverkaufszahlen zeigen, dass sich die Fahrer auch dieses Jahr auf ein stimmungsvolles Finale mit vielen Fans freuen können.

Sportlich ist der Traditionskurs mit einem Vollgasanteil von rund 65 Prozent eine spannende Herausforderung: Die lange Parabolika ist eine der schnellsten Passagen im gesamten Kalender, auf der die Fahrer bis zu 260 km/h erreichen. Die folgende Spitzkehre bietet eine ideale Überholmöglichkeit. Auch das „Drag Reduction System“ (DRS), mit dem der Fahrer den Heckflügel per Knopfdruck am Lenkrad flachstellen kann, findet hier eine optimale Einsatzmöglichkeit. Hinzu kommen schnelle und mittelschnelle Kurven sowie das enge „Motodrom“ vor der Start-Ziel-Geraden – ein technisch anspruchsvoller Mix, für den die Ingenieure die perfekte Abstimmung herausarbeiten müssen.

Hockenheim liegt den Audi-Fahrern: Mattias Ekström, Jamie Green und Timo Scheider haben hier bereits mehrere Rennen gewonnen. Seit dem Comeback der DTM im Jahr 2000 standen die aktuellen Audi-Piloten bereits fünfmal ganz oben auf dem Siegertreppchen, 13 Mal starteten sie von der Pole-Position und holten insgesamt 26 Podiumsplätze. Spitzenreiter ist der zweimalige Champion Ekström mit allein zehn Pokalen in Hockenheim.

Vor dem Rennen bringt Audi das sportlichste pilotiert fahrende Auto der Welt an den Start: Der fahrerlose Audi RS 7 piloted driving concept umrundet den Kurs fast so schnell wie mit einem Rennfahrer am Steuer. Die Tests lassen eine Rundenzeit von knapp über zwei Minuten erwarten. Mit dieser Demonstration zeigt Audi die großen Potenziale des pilotierten Fahrens, die der Premiumhersteller für die Zukunft bereithält. Die Fahrt wird am 19. Oktober ab 12:45 Uhr live und exklusiv im Internet auf Audi MediaTV übertragen.

Die Zuschauer vor dem Fernseher erleben die DTM live: „Das Erste“ überträgt am Samstag um 14:30 Uhr und Sonntag ab 13:30 Uhr direkt aus Hockenheim.

Stimmen der Verantwortlichen

Dieter Gass (Leiter DTM): „Der Sieg in Zandvoort hat uns zusätzlichen Rückenwind gegeben, um in Hockenheim erneut anzugreifen. Der Titel des besten Herstellers ist unser Ziel – um ihn werden wir gemeinsam kämpfen. Die Pole-Position von Adrien (Tambay) beim Saison-Auftakt in Hockenheim hat gezeigt, dass unser RS 5 DTM auf dieser Strecke gut funktioniert.“

Hans-Jürgen Abt (Teamchef Audi Sport Team Abt Sportsline): „Der Sieg von Mattias (Ekström) war für uns alle eine große Erleichterung, aber gleichzeitig auch ein großer Ansporn für das Finale. Es geht um den Titel des besten Herstellers und außerdem um die Vizemeisterschaft in der Team- und in der Fahrerwertung. Dazu wollen wir unseren Teil beitragen – und zwar am liebsten mit dem nächsten Sieg.“

Ernst Moser (Teamchef Audi Sport Team Phoenix): „Das Finale ist die letzte Chance für jeden, sich noch einmal zu präsentieren. Der erste Audi-Sieg ist in der Tasche, wir werden also befreit auffahren. Mit Timo (Scheider) und Mike (Rockenfeller) haben wir zwei heiße Eisen im Feuer.“

Arno Zensen (Teamchef Audi Sport Team Rosberg): „Das Finale ist für uns alle ein Höhepunkt der Saison und für unser Team außerdem ein weiteres Heimspiel. Wir bleiben trotz vieler Rückschläge im Laufe des Jahres voll motiviert und halten an unserem Ziel fest, dieses Rennen zu gewinnen.“