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24h Le Mans
11.06.2014

Young Driver AMR stellt sich der Herausforderung

Young Driver AMR stellt sich bei den 24 Stunden von Le Mans am 14. und 15. Juni der härtesten, längsten und emotionalsten Herausforderung der Saison. Bereits zum vierten Mal seit 2010 nimmt Young Driver AMR am bedeutendsten Langstreckenrennen der Welt teil. Kristian Poulsen, David Heinemeier Hansson und Nicki Thiim teilen sich den Aston Martin in der GTE-Am-Klasse.

Poulsen, Heinemeier Hansson und Thiim waren als Trio bereits zum Saisonstart der Sportwagen-WM FIA WEC erfolgreich und fuhren in Silverstone zu einem Klassensieg. Poulsen ist in Le Mans der erfolgreichste Pilot des Trios und kann auch die meisten Rennteilnahmen vorweisen. Der 38-Jährige siegte 2009 in der LMP2-Klasse und startet bereits 2012 und 2013 mit Young Driver AMR.

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Heinemeier Hansson belegte bei seinem zweiten Le-Mans-Start im vergangenen Jahr in der LMP2-Klasse Platz zwei und tritt nun erstmals in einem GT-Fahrzeug an. Thiim, im vergangenen Jahr Sieger der 24 Stunden auf dem Nürburgring, startet mit Young Driver AMR erstmals in Le Mans. Der Sieg in der GTE-Am-Klasse für Privatiers ist das Ziel beim dritten Start von Young Driver AMR in Le Mans. In diesem Jahr ist dies allerdings so schwierig wie nie zuvor, denn die GTE-Am-Klasse ist mit 19 Teilnehmern die größte und am härtesten umkämpfte Klasse im Rennen. Young Driver AMR tritt in Le Mans gegen drei Mal mehr Gegner an, als bei den Rennen der FIA WEC. Le Mans ist nicht nur das bedeutendste Rennen und uneingeschränkte Saisonhighlight im Langstreckensport, sondern belohnt eine Zielankunft auch mit doppelten Meisterschaftspunkten in der WEC.

Die Rückkehr nach Le Mans ist nicht einfach für das gesamte Team von Young Driver AMR. „Für jeden im Team ist es nach dem, was im vergangenen Jahr passiert ist, schwer wieder nach Le Mans zu kommen“, so Young Driver AMR-Teamchef Jan Struve. „Wir treten an diesem Wochenende in Gedanken an Allan Simonsen an und wir sind sicher, dass er uns an diesem Wochenende beobachtet.“ Das Team wird Allan Simonsen in einer privaten Zeremonie nach dem Rennen am Sonntagmittag gedenken. Christoffer Nygaard, der vierte Fahrer von Young Driver AMR, tritt ebenfalls bei den 24 Stunden von Le Mans in einem Aston Martin Vantage in der GTE-Am-Klasse an und startet im Schwesterauto mit Paul Dalla Lana und Pedro Lamy, seinen Teamkollegen aus den ersten beiden WEC-Läufen.

Die Rennwoche in Le Mans ist bis zum Rennstart am Samstag um 15:00 Uhr vor mehr als 250.000 Zuschauern ein spezielles Ereignis. Der Young Driver AMR-Aston Martin hat am Montagnachmittag erfolgreich die technische Abnahme passiert, das Training und Qualifying finden am Mittwoch- und Donnerstagabend statt. Eurosport und Eurosport 2 übertragen das Rennen am Samstag und Sonntag abwechselnd live in voller Länge.

Jan Struve, Young Driver AMR-Teamchef: „Wir haben mittlerweile in Le Mans einiges an Erfahrung sammeln können. Wir starten zum vierten Mal in Le Mans und wissen, wir hart und schwierig dieses Rennen ist. 24 Stunden sind eine sehr lange Zeit, in der viel passieren kann und man kann sich seiner Sache niemals sicher sein. Bei der Performance fehlt uns nach Regeländerungen kurz vor dem Saisonstart noch etwas auf die Konkurrenz. Uns mangelt es etwas an Topspeed, aber wir haben mittlerweile wieder einen größeren Tankinhalt zugestanden bekommen. Das hilft uns ein bisschen. In diesem Jahr ist die GTE-Am-Klasse die größte Klasse in Le Mans und wir brauchen von jedem im Team eine 110-prozentige Leistung, damit wir am Ende Erfolg haben.“

Nicki Thiim: „Ich fühle mich vor meinem ersten Le-Mans-Start wie ein Kind, das sein erstes Fahrrad bekommt. Ich habe dieses Rennen seit Jahren verfolgt, mein Vater ist hier selbst in einem Mercedes in der Gruppe C angetreten, als ich zwei Jahre alt war. Jeder erzählt, wie groß und wie großartig dieses Rennen ist und ich kann kaum erwarten, es selbst zu erleben. Beim Testtag vor zehn Tagen bin ich erstmals selbst in Le Mans gefahren und es war einfach unglaublich. Der erste Teil der Strecke ist mit den langen Geraden nicht so spannend, aber dann geht es richtig los. Die Strecke macht mich einfach sprachlos.“

Kristian Poulsen: „Unsere Klasse wird in diesem Jahr ein epischer Kampf. Wir treten gegen 18 Konkurrenten an, in keiner anderen Klasse starten mehr Teilnehmer. Ich habe nicht am Vortest teilgenommen, aber was ich bisher gesehen habe, wird Ferrari enorm stark sein. Porsche darf man niemals abschreiben und auch unser Schwesterauto mit Christoffer wird enorm schnell sein. Wir haben das erste Rennen in Silverstone nicht gewonnen, weil wir das schnellste Auto hatten, sondern wir konstant waren, keine Fehler gemacht haben und die Strategie gepasst hat. Das sind auch die drei wichtigsten Faktoren für Le Mans, dazu haben wir in schnelles und zuverlässiges Rennauto. Das macht mich sehr zuversichtlich. In Le Mans kann aber ständig alles passieren, das Rennen ist so lang und sehr komplex.“

David Heinemeier Hansson: „Der Testtag ist richtig gut für uns gelaufen. Wir konnten sehr viel mit der Abstimmung ausprobieren und auch wenn die Rundenzeiten noch verhalten waren, sind wir sehr zuversichtlich für das Rennen. Besonders aufgefallen ist mir, wie einfach sich der Aston Martin fahren leicht lässt – für ein 24h-Rennen ist das enorm wichtig. Ich starte in diesem Jahr zum dritten Mal in Le Mans und freue mich erstmals für Young Driver AMR zu fahren. Mein großer Dank gilt Teamchef Jan Struve, der dieses Programm auf die Beine gestellt hat. Samstag ab 15:00 Uhr sollte man mit dem ‚Danish Dynamite‘ Aston Martin rechnen.“