Dienstag, 5. Juli 2022
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ROTAX MAX Challenge
17.07.2013

Trotz Motorschaden ein Podestplatz in Templin

Am 14. Juli 2013 war es wieder soweit: In der brandenburgischen Uckermark im Städtchen Templin fanden die Rennen sieben und acht der ROTAX MAX Challenge statt. Selbstverständlich trat auch das Team Grams an, um ihre dritte Position im Meisterschaftsstand zu verteidigen. Am Freitag konnte John Kevin Grams bei den Trainings bereits mit den aktuellen Bestzeiten mithalten.

Dies konnte Grams auch am Trainingssamstag fortführen, obwohl er sich nach dem letzten Training über Vibrationen und seltsame Geräusche am Motor beklagte. Bei den Untersuchungen fand das Team eine angebrochene Kupplungsglocke, welche natürlich gewechselt wurde. Damit hat das Team gedacht, damit wäre die Sache erledigt, da man den Motor auf der Strecke nicht mehr testen konnte.

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Am Sonn- und damit am Renntag ging es in das Warm-Up. Die schloss John Kevin als Vierter ab, beschwerte sich aber wieder über die vom Vortag erwähnten Vibrationen und Geräusche. Leider fehlte die Zeit bis zum Qualifying, den Motor näher auf Schäden zu untersuchen und einen Ersatzmotor besitzt das kleine Team Grams leider nicht. Deshalb beschloss das Team, da der Motor noch lief, damit in das Qualifying zu gehen und dann den Motor runter zu bauen und zu prüfen. Im Qualifying konnte man sogar hören, dass etwas nicht stimmt, dennoch konnte er das Zeittraining mit einem zweiten Platz beenden. 

Nun wurde der Motor abgebaut und untersucht. Beim Öffnen des Getriebedeckels war der Schock groß. Die Zahnräder hatten kaum noch Zähne, Späne lagen im Getriebegehäuse und am Schlimmsten war, dass die Ausgleichswelle gebrochen war. Um dieses zu reparieren muss der verplombte Motor komplett geöffnet werden. Bei den technischen Kommissaren wurde dies dem Team genehmigt und man machte sich unter den Augen der TKs ans Werk. Das Ganze musste in 40 Minuten erledigt sein, da dann bereits der Vorstart schließt und das Team hätte am ersten Rennen nicht teilnehmen können. Mit vielen Händen von vielen Helfern, die sogar für Werkzeuge und Ersatzteile rannten, gelang es dem Team, auf die letzte Minute am Vorstart einzutreffen. Leider konnten keine Optimierungen am Kart durchgeführt werden, aber John war nur froh, dass er überhaupt starten konnte.

Trotz der großen Aufregung im Vorfeld konnte John Kevin Grams das erste Rennen als Vierter abschließen, worüber das Team Grams super glücklich war. Für das zweite Rennen konnte nun auch das Rennkart optimiert werden und es ging behaglicher zu. Der Start beim zweiten Rennen gelang John Kevin gut und nach ein paar Runden jagte John den Führenden. Mehrfach setzte er auch zum Überholen an, kam aber leider nicht vorbei. Von diesen zeitraubenden Aktionen profitierten die Verfolger und kamen immer näher, sodass an der Spitze ein spannender Kampf entbrannte. Am Ende des Rennens, welches für alle vier Führenden knapp ausging, stand für John der dritte Podestplatz zu Buche und weiterhin die dritte Platzierung in der Gesamtwertung.

Trotz der Katastrophe mit dem Motor eine Top-Platzierung. Nun hofft das Team Grams-Racing beim Rennen in Ampfingen auf etwas mehr Ruhe; bereitet sich aber auf solche Eventualitäten vor.
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