Montag, 6. Dezember 2021
Motorsport XLDas Motorsport MagazinVorschau Abonnement
ROTAX Eurochallenge
28.05.2013

Klimm-Pilot Marcel Schirmer überzeugt in Castelletto

Bereits am 17. Mai, also eine Woche vor dem zweiten Lauf zur ROTAX MAX Euro Challenge, reiste der Niedernhaller Marcel Schirmer und das Team Kartsport-Klimm ins italienische Castelletto, um erste Proberunden auf der 1.256 Meter langen und wunderschön zwischen sieben Seen gelegenen Bahn zu drehen und eine Abstimmung für das Chassis zu finden.

Obwohl sich Italien an diesem Wochenende hauptsächlich von seiner verregneten Seite zeigte, hatte die Bahn gegenüber den deutschen Bahnen unheimlich viel Grip, sodass nach kurzer Zeit ein brauchbares Regensetup gefunden und damit bereits recht gute Rundenzeiten gefahren werden konnten.

Anzeige
Zu den ab Mittwoch gefahrenen freien Trainings zeigte sich Italien mit viel Sonnenschein und Temperaturen um 30 Grad von seiner schönsten Seite und so bekam das Wort „Grip“ für alle eine völlig neue Bedeutung. Marcel, der sich recht gut auf diese Gripverhältnisse einstellen konnte, fuhr auf Anhieb gute Rundenzeiten und nach wenigen Veränderungen am Chassis war auch hier schnell ein brauchbares Setup gefunden. Das Zeittraining am Freitag war wieder in zwei Gruppen aufgeteilt. Marcel, der wie bereits in Genk in der zweiten Gruppe am Start war, beendete diese Session auf dem hervorragenden sechsten Platz, was einen zehnten Startplatz für die folgenden Heats bedeutete. Wenn man die gefahrenen Rundenzeiten vom Dritt- bis Siebtplatzierten betrachtete, die innerhalb sechs Hundertstelsekunden lagen, konnte man von einem sehr knappen Ausgang sprechen und dieses Ergebnis zeigte, dass das Fahrerfeld insgesamt sehr ausgeglichen war.

In den Heats am Samstag drehte Marcel voll auf, zeigte auf regennasser Strecke eine überlegene Fahrweise und tolle Überholmanöver und beendete die Vorläufe auf dem jeweils achten, fünften und dritten Platz. Im dritten Heat wurde Marcel von einem Kontrahenten nach der Ziellinie dermaßen abgeschossen, dass er mit vollständig verbogenem Kart in die Boxengasse kam und dann auch noch auf sehr zweifelhafte Art und Weise für den dritten Heat disqualifiziert wurde. Nach einer nächtlichen Rahmenrichtaktion startete Marcel am Sonntag aufgrund der Disqualifikation von Platz 24 ins Prefinale. Hier machte er einige Plätze gut und überfuhr am Ende auf Position 21 liegend die Ziellinie.

Im abschließenden Finale der Klasse DD2 wollte Marcel noch einmal richtig Gas geben und ein paar Plätze gut machen. Allerdings drehten sich bereits in der ersten Runde ein paar Karts und standen auf der Strecke. Marcel, der gerade voll aus dieser Kurve herausbeschleunigte, konnte das nicht sehen, krachte ungebremst in das Heck eines anderen Fahrers und musste sein jetzt vollständig deformiertes Kart am Streckenrand abstellen.

„Castelletto war gespickt von Höhen und Tiefen. Durch die ständig wechselnden Wetterbedingungen und die für uns ungewohnten Gripverhältnisse konnten wir wieder viel lernen“, so Bernd Klimm. „Dass wir trotz nur zwei gewerteter Heats direkt für das Finale qualifiziert waren, war eine Top-Leistung unseres Fahrers, seines Schraubers und des gesamten Teams und zeigt, dass wir in der Europameisterschaft die Zeiten der Spitze mitgehen können und absolut konkurrenzfähig sind“, so Klimm weiter. „Beim dritten Lauf im Juli im englischen Brandon werden wir versuchen, an diese Erfolge anzuknüpfen“, so Klimm abschließend.