Mittwoch, 28. Oktober 2020
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CIK/FIA
22.09.2013

Verstappens dritter Streich: KZ-Weltmeister 2013

Zum ersten Mal seit dem Jahr 2000 hat die Kartsportwelt wieder einen Schaltkart-Weltmeister. 13 Jahre nach Gianluca Beggio wurde Max Verstappen (CRG/TM) in Varennes sur Allier (FR) zum neuen KZ-Weltmeister gekürt.

Obwohl der niederländische Überflieger in den Klassen KF und KF dieses Jahr schon beide EM-Titel eingefahren hat, stellt die WM-Krone seinen größten Erfolg im Kartsport dar. Nachdem er – ebenso wie Marco Ardigò (Tony Kart/Vortex) – sein Prefinale gewonnen hatte, ging Verstappen zusammen mit dem Italiener aus der ersten Startreihe ins entscheidende Finalrennen. Hier erwischte der Pole-Setter aber einen miserablen Start, fiel auf Platz drei zurück und wurde einige Runden von Charles Leclerc (ART/TM) aufgehalten. Vorne suchte Ardigo sein Heil in der Flucht. Doch die Tony Kart-Speerspitze konnte sich nicht entscheidend vom Feld absetzen. Verstappen hingegen blies zur Aufholjagd, rang Leclerc nieder und egalisierte in Windeseile den Rückstand zum Spitzenreiter. Es dauerte nicht lang und der Niederländer übernahm die Spitze. Fortan enteilte er dem Feld um Längen und gewann mit fast vier Sekunden Vorsprung. Dabei machte es ihm die Konkurrenz leicht, indem sich bis zu sieben Fahrer vehement um die Verfolgerpositionen stritten. Hier setzte sich letztlich Charles Leclerc als Vize-Weltmeister durch, nahcdem er Jordan Lennox-Lamb (CRG/Parilla) auf Platz drei verdrängte und damit einen CRG-Doppelsieg verhinderte. Ardigo musste gegen Rennende noch kräftig Federn lassen und kreuzte den Zielstrich als Achter – einen Platz vor dem ehemaligen F1-Piloten Jaime Alguersuari (Tony Kart/Vortex), der bei seinem Kart-Comeback durchaus beeindrucken konnte.

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Im Super Cup der KZ2 holten sich Daniel Bary (GP/TM) und Dorian Boccolacci (Energy/TM) die Prefinalsiege und damit die erste Startreihe für das Finale. Der Deutsch-Italiener Riccardo Negro (DR/TM), der nach den Heats die Rangliste anführte, musste sich mit Platz drei im Prefinale begnügen und das Finale von Rang sechs aus in Angriff nehmen. Sein Landsmann Alexander Schmitz (Tony Kart/Vortex) fuhr im Prefinale auf einen guten vierten Platz, was die vierte Startreihe im Finale bedeutete. Maik Siebecke (CRG/Modena) und Dominik Schmidt (Energy/TM) verpassten als 26. und 46. des Prefinales leider die Finalqualifikation. Dorian Boccolacci gab im abschließenden Finale den Ton an. Der Italiener holte sich mit knappen 0,783 Sekunden Vorsprung den Super Cup-Sieg vor seinem Landsmann Loris Spinelli (CRG/TM und dem Franzosen Alexandre Arrue (Praga/Parilla). Auch die deutschen Hoffnungsträger lagen bis zum Schluss in Reichweite des Podiums. Am Ende holte Negro mit Position fünf und Schmitz mit Platz sechs ein beachtliches Schlussergebnis.

In der Academy Trophy hatte der Türke Besler Berkay seinen großen Auftritt. Vom zweiten Startplatz aus fuhr der Youngster in den Rennen einen fulminanten Doppelsieg nach Hause, was ihm in der Meisterschaft noch den dritten Platz bescherte. Am Titelgewinn des Belgiers Maxime Potty konnte er jedoch nicht mehr rütteln. Dem Belgier reichten ein sechster und ein vierter Platz in den Rennen, um sich den Gesamtsieg 2013 zu holen. Der Deutsche Mike Beckhusen holte sich im ersten Lauf einen guten zehnten Rang und sah im letzten Rennen als Neunter das Ziel. Eine Zeitstrafe warf ihn am Ende aber auf Platz 16 zurück. Die Meisterschaft schloss er auf dem achten Platz ab.