Montag, 28. November 2022
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24h Nürburgring
24.05.2013

Kremer Racing: Drei Mal 36

„Eigentlich hatten wir keine Probleme und trotzdem haben wir unsere eigenen Ziele verfehlt“, umschreibt Wolfgang Kaufmann das 24h-Rennen auf dem Nürburgring. Nach dem Klassensieg 2012 wollte Kremer Racing mit dem Porsche 997 GT3 KR wieder auf das Podium. Im Qualifying lag die Mannschaft um Wolfgang Kaufmann, Jürgen Alzen, Dieter Schornstein und Peter Posavac mit der Startnummer 36 noch im Plan.

„Wir wollten uns in den Top-40 qualifizieren, um an die begehrte blaue Lampe zu kommen, die den anderen Teilnehmern signalisiert, dass ein schnelles Fahrzeug von hinten kommt.“ Am Ende wurde der 36. Startplatz für das traditionsreiche Porsche Team aus Köln notiert.

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„Das Rennen war dann bei den Bedingungen sehr schwierig für uns. Es begann alles sehr gut. Als ich nach der ersten Rennstunde an die Box kam, lagen wir schon auf dem 23. Gesamtrang und bei trockenen Bedingungen lief es für uns wie am Schnürchen“, so Kaufmann nach dem Rennen. In den Abendstunden setzte dann jedoch starker Regen und stellenweise Nebel ein, der die Rennleitung dann veranlasste das Rennen zu unterbrechen. Wolfgang Kaufmann bestätigt die Entscheidung der Rennleitung: „Ich fahre generell sehr gerne im Regen, aber dieses Mal war stellenweise so viel Wasser auf der Strecke – und dadurch bedingt die Gefahr von Aquaplaning –, dass das Risiko für alle Beteiligten unnötig hoch war. Die Rennleitung hat die einzig richtige Entscheidung getroffen.“

Als das Rennen am nächsten Morgen wieder aufgenommen wurde, war es rund um die Nordschleife noch immer sehr nass: „Bei den Bedingungen hatten wir großen Schwierigkeiten den notwendigen Grip zu bekommen und unsere Rundenzeiten zu halten. Dazu kam noch ein kleines Problem mit dem Unterboden sowie eine Strafe wegen Unterschreitung der vorgeschriebenen Pflicht Boxenstandzeit.“

Nach einem Rennen ohne technische Schwierigkeiten lief der Kremer Porsche dann zum Rennende auf dem 36. Gesamtplatz, respektive dem neunten Platz in der hart umkämpften Klasse SP7 ein – dort wo man auch das Rennen begonnen hatte. Am Ende fehlte dem Team dann die Zeit der langen Rennunterbrechung: „Wir waren gleichmäßig und ohne ernsthafte Probleme unterwegs, aber einige Kleinigkeiten haben uns zurückgeworfen und wegen der fehlenden Stunden konnten wir uns mit der Konstanz nicht wie 2012 nach vorne fahren. Schade für das gesamte Team Porsche Kremer Racing, die ein Top-Auto hingestellt haben. Leider wurde der unermüdliche und kämpferische Teameinsatz nicht mit einem Podiumsplatz belohnt.“
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