Mittwoch, 26. Februar 2020
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Rallye Dakar
10.01.2012

Hitze, Höhe, Staub – Zitzewitz startet gut in Dakar-Woche zwei

Mit Bedacht und Umsicht durch die Atacama-Wüste: Der Südafrikaner Giniel de Villiers und sein deutscher Beifahrer Dirk von Zitzewitz sind mit Tagesrang sechs solide in die zweite Woche der Rallye Dakar gestartet.

Das Duo, das mit seinem Imperial Toyota Hilux als krasse Außenseiter in die Dakar gestartet ist, verteidigte damit Gesamtrang fünf in der Gesamtwertung – und liegt damit nach wie vor weit über den Erwartungen. Auf dem Teilstück zwischen Copiapó und Antofagasta führte die Route durch die Atacama-Geröllwüste nach Norden. Zu Beginn Schlamm, später im Staub versteckte Steine und Schotterabschnitte bildeten die Grundlage dieses Tages, der die Teilnehmer auf der Fahrt vom sogenannten Kleinen in den Großen Norden Chiles auch in Höhen rund um 3.000 Meter über Normalnull führte.

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Giniel de Villiers und Dirk von Zitzewitz, gemeinsam Dakar-Sieger 2009, schlugen auf dem sehr steinigen Gelände eine ruhige Fahrweise an, um Reifenschäden und Schäden an der Aufhängung ihres privat vorbereiteten und eingesetzten Imperial Toyota Hilux zu vermeiden. Der Plan ging auf: Die Underdogs erlebten keine unplanmäßigen Zwischenfälle und absolvierten das dem Hilux mit hohen Tempopassagen nicht entgegenkommende Terrain mit Bravour. In der Tageswertung büßten „Ginny“ und „Schnietz“, wie sie sich gegenseitig freundschaftlich nennen, neun Minuten auf Sieger Joan „Nani“ Roma im favorisierten X-raid-Mini ein, in der Gesamwertung führt weiterhin der haushohe Dakar-Favorit Stéphane Peterhansel, der Tagesvierter wurde. Auf ihn haben de Villiers/von Zitzewitz nun etwa 37 Minuten Rückstand und knapp acht Minuten Vorsprung auf Vorjahressieger Nasser Al-Attiyah im Hummer.

Gesamtwertung der Rallye Dakar nach der 08. Etappe
1. Stéphane Peterhansel/Jean-Paul Cottret (F/F), Mini, 20:04.15 Std.
2. Robby Gordon/Johnny Campbell (USA/USA), Hummer, 20:11.51 Std.
3. Krzysztof Hołowczyz/Jean-Marc Fortin (PL/B), Mini, 20:12.03 Std.
4. Joan „Nani“ Roma/Michel Périn (E/F), Mini, 20:16.42 Std.
5. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (ZA/D), Imperial Toyota, 20:42.00 Std.
6. Nasser Al-Attiyah/Lucas Cruz (Q/E), Hummer, 20:49.40 Std.
7. Leonid Novitzkiy/Andreas Schulz (RUS/D), Mini, 21:11.48 Std.
8. Carlos Sousa/Jean-Marc Fortin (P/B), Great Wall, 21:27.44 Std.