Sonntag, 17. Januar 2021
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ROTAX Grand Finals
30.11.2012

ROTAX MAX Grand Finals – Fünf Finaltickets für RMC-Kader

Soeben sind in Portimao (PT) die letzten Heats und auch die Hoffnungsläufe zu den 13. ROTAX Grand Finals über die Bühne gegangen. Fanden die Vorläufe am Donnerstag noch bei perfekten äußeren Bedingungen statt, offenbarte die Algarve heute ihre Schattenseite.

Sturmartige Böen, frische Temperaturen und ständige Regenschauern sorgten für teilweise unberechenbare Bedingungen und schwierige Streckenverhältnisse auf dem 1.400 Meter langen Vollgaskurs. Die zehn deutschsprachigen Teilnehmer der RMC Deutschland und Österreich meisterten die Herausforderung letztlich mit fünf Finaltickets.

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Nichts anbrennen ließen Thomas Preining und Christopher Dreyspring. Sie beendeten ihren letzten Heat als Sechster (Preining) und Zehnter (Dreyspring), was beiden den direkten Finaleinzug bescherte. Preining wird das Prefinale am Samstag von Position zehn aus in Angriff nehmen, während Dreyspring als 13. ins Rennen gehen wird. Nur knapp verpasste Maximilian Hofer die Finalqualifikation. Als 30. der Heat-Addition musste er ebenso in den Hoffnungslauf wie sein Landsmann Florian Janits auf Rang 45. Hofer lag im Second Chance Heat lange Zeit auf Qualifikationskurs, doch letztlich verpasste er das Finale als Achter um zwei Positionen. Landsmann Janits war das Finalticket mit Rang 29. ebenfalls vergönnt.

Zum Waterloo wurde der letzte Heat für die deutsch-österreichischen Senioren. Bei Moritz Oberheim kündigte sich schon im Warm-up ein Motorproblem an, was sich leider auch im letzten verregneten Heat nicht beseitigen ließ. Der sonst so talentierte Regenpilot war mittellos und wurde vom achten Platz bis auf Rang19 zurückgereicht. "Es ist frustrierend, wenn du mit stumpfen Waffen kämpfen musst", so Oberheim enttäuscht, der als Gesamtdreißigster in den Hoffnungslauf musste. Doch auch hier blieb der Youngster aufgrund des nicht lösbaren Motorproblems chancenlos und verpasste letztlich den Finaleinzug. Selbiges Schicksal teile Niki Laa. Der Österreicher fand sich im Gesamtergebnis auf dem ernüchternden 63. Platz wieder und war entsprechend chancenlos im Hoffnungslauf unterwegs.

In der DD2-Masters sorgte Thomas Schumacher noch einmal für Furore. Vom letzten Platz aus bewies er seine Regenqualitäten im letzten Vorlauf und erkämpfte sich den sensationellen achten Platz. Leider blieb sein Einsatz unbelohnt, da es in der Addition der Vorläufe nur zu Platz 33 reichte. Aber der deutsche RMC-Champion ließ sich nicht unterkriegen und nutzte seine Möglichkeiten im Hoffnungslauf. Mit einer spektakulären Fahrt bugsierte er sich binnen weniger Runden an die Spitze, verschaffte sich einen respektablen Vorsprung und kreuzte letztlich als Sieger den Zielstrich. Das Ziel der Finalqualifikation war damit erreicht.

Strahlende Gesichter gab es in der DD2-Klasse zu vermelden. Simon Wagner bewältigte im letzten Heat eine wahre Regenschlacht und sah die Zielflagge erstmals an diesem Wochenende als Sieger! Die Belohnung folgte umgehend mit dem Gesamtergebnis: Rang zwei und damit ein Startplatz in der ersten Reihe für das Prefinale! Die großen Freudensprünge blieben beim stets selbstkritischen Österreicher aber aus: "Das heißt noch gar nichts. Abgerechnet wird im Finale. Aber bis jetzt haben wir einen anständigen Job gemacht", grinste Wagner am Abend. Aber auch "Klassenkamerad" André Huber war zufrieden. Der Troisdorfer fuhr mit Platz sechs sein bislang bestes Ergebnis in Portimao ein und schaffte damit als 15. locker die Qualifikation für die Finalrennen. "Im nassen läuft es deutlich besser als im Trockenen. Unser Ziel, die Qualifikation ohne Umwege zu schaffen, haben wir umgesetzt. Jetzt schauen wir Mal, wie sich das Wetter für den Finaltag entwickelt", so Huber abschließend.

Für die „Daheimgebliebenen“ gibt es wieder ein Livetiming, zahlreiche Videobeiträge sowie eine Live-Übertragung im Internet.