Mittwoch, 28. Oktober 2020
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Porsche Club 996 Cup
28.08.2012

Michael Joos holt Gesamtsiege – Haci Köysüren im Pech

Der Geislinger Michael Joos holte sich am österreichischen Red Bull Ring souverän die Gesamtsiege Nummer sieben und acht. Dagegen hatte der Meisterschaftsführende Haci Köysüren Pech. Klar in Richtung Klassensieg unterwegs, musste Köysüren sein Fahrzeug in der letzten Runde des ersten Rennens abstellen. Von der vorletzten Reihe gestartet, schaffte Köysüren noch Klassenrang zwei im zweiten Heat.

Bereits im Training hatte Michael Joos angedeutet, dass er am Red Bull Ring seine letzte Chance im Meisterschaftskampf wahrnehmen will. Mit 1:39,711 stellte Joos den 996 GT3 Cup auf Pole. Von Position eins startend kam der Geislinger sofort gut weg.

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„Der Start ist optimal gelaufen und ich konnte dem Feld voraus fahren. Es war dann möglich, kontinuierlich den Vorsprung zu vergrößern. Am Ende waren es dann mehr als sechs Sekunden. Ich bin froh, dass es endlich wieder so gut funktioniert hat“, erklärte Joos. Das zweite Rennen am Sonntag wurde unter schwierigen Bedingungen gestartet. Kräftige Regenwolken umhüllten den Red Bull Ring und sorgten für eine nasse Angelegenheit. Der Start bot ein ähnliches Bild wie bereits am Vortag. Wieder konnte der junge Geislinger dem Feld vorauseilen und sich an die Spitze setzen. Am Ende fuhr Joos einen ungefährdeten Start- und Zielsieg nach Hause. „Mal sehen was Monza bringt. Ich hoffe nur, dass genügend Starter in der Klasse sind, damit ich überhaupt eine Chance habe ordentlich zu punkten“, blickte der derzeitige Meisterschaftszweite dem Finale entgegen.

Gerald Auböck und Heinz Bayer hefteten sich zunächst an die Fersen des gut gestarteten Joos. Sebastian Glaser hingegen hatte am Start seinen dritten Startplatz eingebüßt und fiel leicht zurück. „Beim Start hatte ich Zeit verloren. Da war ich vielleicht etwas zu vorsichtig nach meinem morgendlichen Erlebnis in der DMV TCC. Hinterher habe ich mich natürlich darüber geärgert“, erklärte Glaser die Startphase. Zwischendurch wieder auf Position zwei vorgekämpft, beendete er schließlich das Rennen auf Gesamtplatz vier hinter Albert Weinzierl und Gerald Auböck. Im zweiten Rennen lief es für Sebastian Glaser besser. Diesmal durfte er mit Gesamtplatz zwei aufs Stockerl. Albert Weinzierl schaffte mit Platz drei erneut den Sprung unter die besten drei und holte sich den Sieg in der Klasse 8.

Die weiteren Positionen in der Klasse belegten Heinz Bayer und Stefan Zimmer. In der Klasse 7 landete Reiner Sessler jeweils auf dem dritten Rang. Dr. Thomas Röhr war im ersten Rennen nach zehn Runden ausgeschieden.

Haci Köysüren mit Pech am Red Bull Ring

Der große Pechvogel dieses Wochenendes war unumstritten Haci Köysüren. Im Qualifying musste Köysüren mit der drittschnellsten Zeit noch hinter seinen Klassenkollegen Reichel und Kastner anstehen. Dies hatte Haci Köysüren bereits in der zweiten Runde korrigiert und die Führung in der Klasse 6 übernommen. Kontinuierlich spulte der weiße Porsche mit den schwarz-roten Streifen sein Pensum ab und steuerte einem klaren Klassensieg entgegen.

In der vorletzten Runde fehlte Köysüren plötzlich. „Ein Schlauch hatte sich gelöst. Das Fahrzeug ging aus und ich musste leider aufgeben. Mit Platz fünf in der Klasse bin ich aber noch in der Wertung“, erklärte Köysüren das Pech. Somit ging der Sieg in der Klasse 6 an den Münchner Michael Kastner. Im zweiten Rennen musste Köysüren von ganz hinten starten. Nach zwei Runden hatte der Mühlhausener bereits fünf Plätze gut gemacht. Am Ende landete Köysüren auf einem guten fünften Gesamtrang. „Jetzt habe ich zwar etwas Punkte eingebüßt, aber ich bin zuversichtlich, dass ich die Meisterschaft aus eigener Kraft für mich entscheiden kann“, blickte Köysüren der Entscheidung entgegen.

Thomas Reichel indes war zu weit enteilt und holte sich den Sieg in der Klasse 6 mit Gesamtrang vier. Klassenrang drei ging an Michael Kastner vor Heiner Schröder und Rene Lorenz. Tags zuvor hatten Heiner Schröder, Frank Seiffert und Willi Reichelt die Plätze zwei bis vier belegt.

Der Zweikampf um die Meisterschaft dauert damit weiter an und wird erst beim Finale am 23. September in Monza entschieden. Köysüren oder Joos? Köysüren hat Vorsprung und kann es aus eigner Kraft schaffen. Die Trümpfe liegen in seiner Hand. Egal wie es auch ausgehen wird, die Zuschauer werden sich freuen. Für Spannung und Dramatik ist auf der schnellen Strecke im königlichen Park von Monza gesorgt.