Freitag, 23. Oktober 2020
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Porsche Club 996 Cup
31.07.2012

Gesamtsiege für Rose und Glaser/Ecke in Hockenheim

Beim sechsten Meisterschaftslauf des 996 Cup in Hockenheim siegten Thorsten Rose und das Duo Sebastian Glaser/Kurt Ecke. Mit einem zweiten Platz und dem Sieg in der Klasse 6 konnte der Meisterschaftsführende Haci Köysüren seinen Vorsprung vor Michael Joos weiter ausbauen. Im Porsche Club Sprint + Supersprint siegten Roland Ziegler und das Duo Fuchs/Chrzanowski.

Durch einen heftigen Gewitterregen vor dem Start zum ersten Rennen waren die Bedingungen für die Pilotendes äußerst schwierig. Obwohl alle Teams auf Regenreifen setzten, glichen die ersten Runden teilweise wie einem Tanz auf dem Eis. „Der Start zum ersten Rennen war äußerst schwierig. Durch die aufspritzende Gischt habe ich praktisch nichts gesehen“, fasste der spätere Zweitplatzierte Sebastian Glaser die Anfangsphase des Rennens zusammen.

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Turbulent begann auch das Renngeschehen. Gleich zu Beginn des Rennens erwischte Thorsten Rose den vor ihm liegenden Michael Joos. „Ich bekam gleich beim Start einen Schlag von hinten. Ich fiel dadurch zurück und musste mich wieder heranarbeiten“, erklärte Joos. Thorsten Rose musste sich nach diesem Missgeschick zunächst nach hinten orientieren. Dagegen nutzte Sebastian Glaser die Situation aus und ging in Führung.

Nach etwa der Hälfte der Distanz holte sich Rose den führenden Sebastian Glaser. „Gegen Mitte des Rennens kam Thorsten Rose von hinten immer näher. Wir hatten die Stabi auf hart gelassen. Das war dann das Problem, dass ich beim Herausbeschleunigen nicht mitgehen konnte“, so Sebastian Glaser, der  Rang zwei behauptete. Thorsten Rose sicherte sich den dritten Gesamtsieg. Nicht mehr heran kam Michael Joos, den ein  erneuter  Dreher wieder nach hinten warf. Am Ende blieb Platz drei für den sieggewohnten Joos, der  zudem mit Reifenproblemen zu kämpfen hatte. Die Plätze vier und fünf gingen an Frank Kunze und Thorsten Klimmer.

Pech für die sieggewohnten Rose und Joos

Die Freude währte jedoch nicht lange. Gleich zu Beginn des zweiten Rennens, das als 70-minütiges Langstreckenrennen mit Pflichtboxenstopp ausgetragen wurde, musste Rose mit einem Antriebswellenschaden die Box ansteuern. Eine lange Standzeit verhinderte eine erneute Topplatzierung. Besser lief es zunächst bei Michael Joos, der als Führender zum Pflichtboxenstopp hereinkam. Wenige Minuten später rollte Joos jedoch in die Box. Ein abgerissener Schalthebel machte die Führung zunichte. Am Ende blieb Gesamtposition acht. „Gestern im Quali lief es noch so gut. Aber heute war alles gegen mich. Nach dem Boxenstopp lag ich vorne und es lief gut. Da riss der Schalthebel und ich musste quasi im Leerlauf zur Box rollen. Das war heute ein Rückschlag. Aber ich gebe die Meisterschaft noch nicht auf. Es sind noch zwei Rennläufe, da kann noch viel passieren“, gab sich Joos trotz der Enttäuschung kämpferisch. 

Sebastian Glaser schlüpfte jetzt in die Rolle des Führenden. Dahinter folgte Frank Kunze. „Ich musste hinter mir auf Frank Kunze aufpassen und konnte den Abstand lange Zeit stabil halten und sogar etwas Vorsprung herausfahren. So habe ich dann an Kurt Ecke übergeben“, resümierte Sebastian Glaser. „Ich wusste zu dem Zeitpunkt nicht, dass wir die Führung hatten. Ich hatte es mir gedacht, wusste es aber nicht. Ich habe zunächst das Auto stabilisiert und auf die Reifen geachtet. Dann hat Frank Kunze einen leichten Fehler gemacht. Das habe ich ausgenutzt und konnte etwas wegfahren“, so Kurt Ecke, der die Führung dann sicher ins Ziel brachte.

Über Platz zwei freute sich Frank Kunze. „Ich wusste erst gar nicht, dass ich auf Platz zwei lag. Über das Ergebnis freue ich mich sehr. Es war aber sehr anstrengend, da ich das Langstreckenrennen alleine gefahren bin. Die letzten zehn Minuten war ich ziemlich fertig“, fasste der glückliche Zweitplatzierte zusammen. Thorsten Klimmer belegte als Gesamtfünfter Platz drei der Klasse 7.

Haci Köysüren baut Führung weiter aus

Über Gesamtplatz drei im zweiten Rennen freute sich Haci Köysüren. Der Tabellenführer hatte im ersten Heat noch Pech gehabt. Zunächst  konnte er seinen schärfsten Widersacher Thomas Reichel hinter sich halten. Gegen Mitte des Rennens dann das Missgeschick  – ein Dreher und eine leichte Beschädigung hinten rechts warf Köysüren zurück. „Ich hatte Probleme mit dem Luftdruck. Dann ein Dreher. Ich konnte das Auto aber gut abfangen. Da ist dann Thomas Reichel an mir vorbei“, fasste Köysüren das Geschehen zusammen.

Reichel ließ sich die Chance auf den Klassensieg nicht mehr nehmen und brachte die Führung ins Ziel. „Ich freue mich natürlich über den Klassensieg. Ich hatte aber Glück dabei, dass Haci Köysüren einen Dreher hatte und ich vorbeigehen konnte“, so Thomas Reichel. Die weiteren Klassenplätze belegten Wolfgang Jordan und Frank Seiffert. Rennen zwei wurde dann zur sicheren Beute des Meisterschaftsführenden. „Jetzt habe ich noch einen draufgesetzt. Klassensieg und Gesamtdritter. Das Wochenende war so gesehen optimal für mich. Ich hätte noch etwas zusetzen können. Ich wollte aber lieber den Klassensieg sicher ins Ziel bringen“, zog Haci Köysüren ein äußerst positives Fazit. Damit konnte er seinen Vorsprung in der Gesamtwertung weiter ausbauen und befindet sich klar auf Meisterschaftskurs. Platz zwei der Klasse 6 ging an Vater und Sohn Reichel vor dem Team Seiffert/Lorenz.

Roland Ziegler gewann das erste Rennen im Supersprint vor Dominik Fuchs. Das Team Chrzanowski/Fuchs war am Ende des Langstreckenrennens in vorderster Front. Roland Ziegler kam diesmal nicht in die Wertung. Weiter geht es für die Piloten des 996 Cup mit dem siebten Rennlauf vom 24.-26. August auf dem Red Bull Ring. 

(Text: Patrick Holzer)