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ADAC Formel Masters
03.04.2012

Fakten und Geschichten aus dem Fahrerlager

Das ADAC Formel Masters startete vom 30. März bis 1. April traditionell in der Motorsport Arena Oschersleben in seine fünfte Saison. Im Rahmen des ADAC Masters Weekend sahen am Wochenende 12.900 Zuschauer die drei Rennen des Formelnachwuchses.

"Im ADAC Formel Masters haben wir an diesem Wochenende wieder junge Talente gesehen, die im weiteren Verlauf sicherlich noch für viel Furore sorgen werden", sagt ADAC Sportpräsident Hermann Tomczyk.
 
Prominenter Besuch: Ex-Formel 1-Fahrer und DTM-Star Ralf Schumacher besuchte das ADAC Masters Weekend in Oschersleben und überreichte bei der Siegerehrung zum ersten Saisonlauf auch die Pokale an die drei Erstplatzierten. "Es ist immer wieder interessant, den Talenten zuzuschauen - da werden Erinnerungen an meine Zeit in den Nachwuchsserien wach", sagte Schumacher. "Die Fahrer sind mittlerweile aber so gut ausgebildet, dass ich ihnen keine Tipps mehr geben muss."
 
Abwechslung auf dem Podium: Die drei Rennen in der Magdeburger Börde sahen drei verschiedene Sieger: Marvin Kirchhöfer (17, Leipzig, Lotus) gewann das Auftaktrennen am Samstag, Thomas Jäger (17, AUT, Neuhauser Racing) und Kuba Dalewski (17, POL, Lotus) siegten in den zwei Läufen am Sonntag. Insgesamt belegten acht verschiedene Fahrer die neun möglichen Podestplätze - nur Dalewski fuhr zwei Mal unter die besten Drei.
 
Internationales Starterfeld: Drei verschiedene Nationalhymnen wurden für die drei Sieger gespielt: die deutsche Hymne für Kirchhöfer, die österreichische für Jäger und die polnische für Dalewski. Letzterer ist der erste polnische Sieger in der Geschichte des ADAC Formel Masters. Insgesamt nahmen Fahrer aus acht Nationen am Auftaktwochenende teil, Piloten sechs unterschiedlicher Nationalitäten standen auf dem Podium.
 
Erfolgreiches Heimrennen: Das Oscherslebener Team Lotus erlebte beim Saisonauftakt ein gelungenes Heimspiel in direkter Nachbarschaft des Teamsitzes. Bei jedem der drei Rennen stand mindestens ein Lotus-Fahrer auf dem Podium; mit Kirchhöfer und Dalewski sogar zwei Mal auf dem obersten Podestplatz.
 
Aufholjagden des Wochenendes: Jedes der drei Rennen sah mindestens eine spektakuläre Aufholjagd mit vielen Positionsgewinnen. Im ersten Lauf machte der Zweitplatzierte Jason Kremer (17, Bonn, Mücke Motorsport) im Rennverlauf sieben Positionen gut. In Lauf zwei verbesserte sich Kuba Dalewski um zehn Plätze von Startplatz 13 auf Rang drei. Im abschließenden dritten Rennen fuhr der Schwede Gustav Malja (16, SWE, Mücke Motorsport) nach einem Dreher vom letzten Platz bis auf das Podium nach vorne.
 
Frauenpower: Beitske Visser (17, NED, Lotus) ist die einzige Frau im Starterfeld des ADAC Formel Masters. Die Niederländerin lässt sich von ihren männlichen Kollegen jedoch nicht einschüchtern: "Das macht mir überhaupt nichts aus - daran bin ich gewohnt, seit ich mit dem Motorsport begonnen habe", sagt sie. "Ob Mann oder Frau, da sehe ich keinen Unterschied auf der Strecke."
 
Grunzender Glücksbringer: Nici Pohler (16, Starnberg, Team KUG Motorsport) war in Oschersleben nicht allein im Cockpit unterwegs: mit dabei war stets ein Stoff-Schweinchen - ein Geschenk von seiner Freundin. "Ich teile mir quasi das Cockpit mit dem Schwein", sagt er. "Zum Glück wiegt es nicht viel, also habe ich keinen Gewichtsnachteil." Bevor Pohler am Start auf das Gaspedal tritt, drückt er einmal auf das noch namenlose "Schweinderl" - "dann grunzt es", verrät er. "Ich vertraue auf die Schweinchen-Power."