Mittwoch, 17. Juli 2019
Motorsport XLDas Motorsport MagazinVorschau Abonnement
24h Dubai
22.01.2012

(Fast) alle Ziele erreicht: P15 bei 24h Dubai!

Was für ein Finale bei den 24 Stunden von Dubai: In den verbliebenen zehn Minuten machte das PoLe Racing Team des Porsche Zentrum Lennetal noch drei Plätze gut, einen davon in der letzten Kurve! Gustav Edelhoff (Hemer), Elmar Grimm (Münster), Wolfgang Kemper (Menden) und Heinz Schmersal (Wuppertal) lagen sich in den Armen, als Schlussfahrer Johannes Kirchhoff (Iserlohn) schließlich auf Gesamtrang 15 den Zielstrich kreuzte. „Ein unbeschreibliches Finish nach einer Reise in eine andere Welt“, waren sich die Sauerländer Motorsportler einig.

Möglichst viel Fahren und möglichst wenig Schrauben war das Ziel der fünf Piloten am Steuer des Porsche 997 GT3 Cup-S. Mehrere kleinere Probleme sorgten zwar für rund eine Stunde Standzeit, aber mit 550 gefahrenen Runden und Gesamtrang 15 im Feld der 70 Fahrzeuge fiel das Fazit sehr positiv aus. „Wir haben unseren Spaß gehabt und es war ein fantastisches Erlebnis“, sagte Wolfgang Kemper. „Vielen Dank auch an die großartige Unterstützung aus der Heimat.“

Anzeige
Dank des Spartensenders Motors TV, der rund zehn Stunden live übertrug, und Live-Timing im Internet waren die Familien, Freunde und Fans des PoLe Racing Teams immer auf dem Laufenden. Und auch etwas neidisch. Johannes Kirchhoff: „Wir hatten angenehme 29 Grad und Sonnenschein, da hätte manch einer gerne mit uns getauscht. Allerdings: Rennen fahren wird dann zur Schwerstarbeit, das ist wie Krafttraining in der Sauna.“ „Gut dass wir eine Tiefkühltruhe dabei hatten, da konnten wir die feuerfeste Unterwäsche und den Helm immer tief-gefroren entnehmen und für angenehm kühle Anfangstemperaturen sorgen“,  erläuterte Wolfgang Kemper einen wichtigen Trick.

Und das Klima sorgte für weitere Herausforderungen: „Vormittags zog ein Sandsturm auf, das war wie Fahren im Nebel. Das kam in den Fernsehbildern gar nicht so rüber“, erklärte Gustav Edelhoff. „Die Strecke wurde immer rutschiger und man musste auch hier und da Plastikflaschen und anderem Müll ausweichen, der auf die Piste geweht worden war.“

Elmar Grimm war positiv überrascht, wie fair es auf der Rennstrecke zuging. „Ich hätte nicht gedacht, dass es mit 70 Fahrzeugen auf nur 5,3 Kilometer Länge so gut klappt.“ In 2.07,657 Minuten drehte der 55jährige auch die schnellste Rundenzeit mit dem GT3 Cup-S. „Der Porsche fühlte sich fantastisch an und machte unheimlich viel Spaß!“

Ein großes Kompliment sprachen alle Piloten der gesamten Crew aus für die top Vorbereitung, die perfekten Boxenstopps und die schnelle Instandsetzung kleinerer Probleme. Ein Querlenker, ein Radträger und ein Radlager hatten während der 24 Stunden ihren Dienst quittiert, dazu kam eine defekte Bremsenleitung.

„Ohne diese Defekte wären wir sogar in die Top Ten gefahren“, sagt Wolfgang Kemper. „Aber hätte, wenn und aber gibt es nicht! Wir haben unseren Spaß gehabt und sind mit dem Resultat sehr zufrieden.“

Am 31. März startet für das PoLe Racing Team dann die Saison auf dem Nürburgring, wenn das erste von zehn Rennen zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Programm steht. „Bis dahin wird unser in der Vergangenheit bewährte seriennahe Porsche GT3-RS von den Mechanikern des Porsche Zentrum Lennetal revidiert, damit er auch 2012 auf der interessantes Rennstrecke der Welt wieder seine Standfestigkeit beweisen kann“, erklärt Wolfgang Kemper.