Freitag, 28. Februar 2020
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Kerpener Kart-Challenge
24.04.2011

Packender zweiter Lauf der Kart-Challenge

Beim zweiten Lauf der Kerpener Kart Challenge herrschten fast hochsommerliche Temperaturen auf der Kartbahn in Kerpen-Manheim. Das perfekte Wetter nutzten die Teilnehmer aus, um erstklassige Rennen zu zeigen. Insbesondere in der Bambini- und Schaltkartklasse ging es heiß her.

Bambini
Mit 54,752 Sekunden sicherte sich Kevin Hilgenhövel im Zeittraining der Bambini am Ostersonntag die Poleposition Der junge KSM-Racing-Team-Pilot war auch in den ersten beiden von drei Wertungsläufen nicht zu schlagen und behauptete sich in einer dicht beieinander liegenden Spitzengruppe. Zu seinen stärksten Verfolgern gehörten Gilian Lipinski vom RMW Eurotec Team und Julian Shirazi. Die Drei schenkten sich auch im dritten, und für den Tagessieg entscheidenden Wertungslau,f keinen Meter. Lipinski und Hilgenhövel lieferten sich ein spannendes Rennen und mehrere Positionswechsel. Beim Fallen der Zielflagge nach zehn Runden hatte Lipinski schließlich die Nase vorn und sicherte sich mit lediglich 0,005 Sekunden Vorsprung auf Kevin Hilgenhövel den ersten Platz und gleichzeitig den Tagessieg. Auf den dritten Podiumsrang fuhr Julian Shirazi, der am gesamten Wochenende zu den Top-Fahrern von insgesamt 18 gestarteten Piloten beim zweiten Saisonrennen der Kerpener Kart-Challenge gehörte.

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X30 Junioren
Einziger Iame X30-Pilot im Feld der Junioren war Julian Hanses. Der Gillard-Fahrer, der auch im ADAC Kart Masters antritt, überzeugte jedoch mit konstanten 45er Rundenzeiten und schrammte im Zeittraining mit 45,135 Sekunden nur knapp an der 44er-Marke vorbei. In allen drei Junioren-Rennen setzte er sich vom Start weg ab und fuhr fehlerfrei an der Spitze des Feldes.

KF3
Das Qualifying in der Klasse KF3 entschied Lirim Zendeli für sich. Der Tony Kart-Fahrer verwies mit 0,166 Sekunden Vorsprung seinen Markenkollegen Marcel Hartmann vom RBM Official Racing Team auf den zweiten Rang. Dahinter folgte Shanice Peck von DR Germany. Diese Reihenfolge blieb auch in allen drei Wertungsläufen bestehen, sodass Zendeli den KF3-Tagessieg einfuhr. Der Bochumer war zudem der zweitschnellste Junioren-Fahrer und führt nun mit 124 Punkten die Clubmeisterschaft an.

Rotax Junior
Mike Golla drückte der Rotax-Junior-Klasse seinen Stempel auf, wobei er sich im Zeittraining knapp hinter Maximil Gottschalk auf Platz zwei einreihen musste. In Durchgang eins konnte Golla jedoch die Führung erobern und bis ins Ziel auf über zwei Sekunden ausbauen. Gottschalk überquerte als Zweiter die Ziellinie vor Jean-Michel Schröder. Die ersten zwei Positionen veränderten sich in Lauf zwei nicht, allerdings schaffte es dieses Mal Philipp Bachor als Dritter auf die Podiumsplätze. Im finalen dritten Wertungslauf behauptete der Alsdorfer Kartpilot Mike Golla seine Spitzenposition und sicherte sich ungefährdet den Tagessieg. Zudem führt Golla die Clubmeisterschaft mit 177 Zählern an. Philipp Bachor und Jean-Michel Schröder komplettierten das Podium.

Rotax Senior
Der dominierende Fahrer bei den Rotax-Piloten war beim zweiten Lauf der Kart-Challenge Jonas Spölgen. Der junge Rennfahrer aus Nideggen-Rath lieferte eine tadellose Leistung ab und holte die Poleposition, die er gekonnt in drei Laufsiege umwandelte. Dabei konnte sich der DR-Fahrer in die Gruppe der leistungsstärkeren KF2-Klasse einmischen und die Zeiten von unter 46 Sekunden auf der 1,107 Kilometer langen Kartbahn mitgehen. Zweitbester Rotax-Mann war Nicolas Poick aus Eschweiler, der mit Birel an den Start rollte. Auf den dritten Platz im Gesamtklassement fuhr Fabian Franz mit einem MG-Kart. Führender in der Clubmeisterschaft ist Jonas Spölgen mit 177 Punkten.

IcA 100
Als Einzelkämpfer ging mit einem KZH-Motor und einem Chassis von Swiss Hutless Waldemar Weiler in der Klasse IcA 100 an den Start. Im den Rennen sortierte sich der Dortmunder zwischen den Rotax-Fahrern und den KF2-Piloten ein und sorgte mit seinem hochdrehenden 100er-Motor für einen akustischen Höhepunkt und etwas Nostalgie auf der Kartbahn Kerpen-Manheim.

KF2
Bei den KF2-Senioren sicherte sich Mario van Woerden souverän mit einer schnellsten Rundenzeit von 45,683 Sekunden den ersten Startplatz für Rennen Nummer eins. Ihm folgten seine DR-Markenkollegen Frank Schröder und Maik Kohlhoff. Auch in den drei Wertungsläufen hatte van Woerden keine Probleme, seine Spitzenposition zu behaupten und feierte einen sauberen Hattrick bei den schnellen KF2-Senioren. Die Reihenfolge auf dem Podium lautete somit wie folgt: van Woerden, Schröder und Kohlhoff.

KZ2 / KZ2 Heavy
Bei sonnigem Osterwetter war auch die Schaltkartklasse KZ2 gut besetzt. Insgesamt fanden sich in Kerpen 18 Piloten in der KZ2 und KZ2 Heavy ein. Den ersten Startplatz erkämpfte sich Felix Wegner vor Matthias Pollmann und Marcus Joest. Im ersten Rennen schob sich DTM-Pilot Ralf Schumacher, der von Rang vier ins Rennen ging, mit einem Blitzstart und starken ersten Runden an die Spitze und behielt die Führung bis zur Zieldurchfahrt. Auch in Durchgang zwei setzte sich der Profirennfahrer vorn im Feld fest und lieferte sich packende Duelle mit der Startnummer eins Matthias Pollmann, der allerdings nach zwölf Runden mit hauchdünnem Vorsprung als Erste die Zielflagge sah. Im Verlauf des entscheidenden dritten Laufes setzte sich Schumacher von seinem stärksten Verfolger Pollmann etwas ab und durfte sich so über den Gesamtsieg freuen. „Ein tolles Rennen, es hat mir sehr viel Spaß gemacht – es waren heute starke Gegner dabei“, so Schumacher und weiter: „Das Wetter hat super gepasst, allerdings war es am Ende wirklich sehr heiß.“ Matthias Pollmann wurde Zweiter und rangiert auch in der Clubmeisterschaft an zweiter Position hinter Ralf Schumacher. Dritte im Tagesklassement wurde Yvonne Buise, die sich nach technischen Problemen im Zeittraining und Rennen eins mit Top-Rundenzeiten von hinten durch das Feld auf das Podium kämpfte.

Die Laufsiege bei den 185-Kilogramm-Piloten in der Heavy-Klasse gingen zwei Mal an Peter Fabry, der im dritten Lauf auf Rang drei landete. Vor ihm platzierten sich in der Tageswertung  Andreas Schagen von JS Racing auf Platz eins und Uwe Müller auf Position zwei.