Mittwoch, 20. November 2019
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DMV Silberpokal
21.10.2011

Lena kämpft um den Silberpokal

Letztes Wochenende fand in Oppenrod (Buseck) der DMV Silberpokal statt, in dem Teilnehmer aus ganz Deutschland an den Start gingen. Sechs deutsche Regionalserien schickten bei dieser Jahresveranstaltung ihre Punktbesten.

Auch Lena Heun startete hier in der 6-Gang Getriebeklasse (KZ2) und kämpfte bis zum Schluss um den nur knapp verpassten Sieg. Bereits samstags im freien Training fuhr Lena eine schnelle Runde nach der anderen und ließ alles danach aussehen am Sonntag ganz vorne zu stehen. Im morgendlichen Warm-Up setzte sich Lena mit einer halben Sekunde Vorsprung auf Platz 2 an die Spitze und konnte somit an ihre Vortagsleistung anschließen. Leider erbrachte sie diese Leistung im Zeittraining nicht und erreichte dort nur den 5. Startplatz für den 1.Lauf.

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Lena erwischte einen super Start, konnte sich direkt auf Platz 3 setzen, den sie jedoch bald schon wieder abgeben musste. Schon im 1. Lauf herrschte Kampf, denn jeder wollte gewinnen. Es gab fast keine Runde, in der es keine Veränderung in der Rangreihenfolge gab. Durch ein Überholmanöver mit etwas mehr Berührung fiel Lena auf Platz 5 zurück mit 20 Meter Abstand auf den Viertplatzierten. Sie konnte mit jeder Runde wieder Meter gewinnen, schaffte es jedoch in den wenigen übrigen Runden nicht mehr ganz heran und startete somit in Lauf 2 wieder auf Startplatz 5. Auch dort konnte Lena mit einem erneuten super Start wieder auf Platz 3 liegend ins Rennen gehen. Plätze 1 bis 5 erwiesen sich als eine Gruppe, in der wieder allerlei Geschubse, Gedrängel und Kampflinie für Spannung sorgten. Auf Platz 3 liegend ging Lena in die letzte Runde und konnte in der letzten Kurve vor Start und Ziel ihre beiden Konkurrenten ausbremsen. Rad an Rad ging es zu dritt in den letzten Knick vor der Zielflagge, Lena ein paar Zentimeter vorne, als plötzlich der Vierte auch noch von hinten ankam. und Lena 10 Meter vor der Ziellinie in das Aus drehte. Lena fiel mit dem Sieg schon fast sicher auf Platz 7 zurück. Dass sie trotz allem die Schnellste war, bewies sie mit der schnellsten Rennrunde. 

„Es ist wirklich schade, dass mir der Sieg kurz vor dem Ziel noch entwischt ist aber so ist nun mal der Motorsport und macht ihn auch aus, es wird eben gekämpft bis zur letzten Sekunde! Somit kann ich mit gutem Gewissen sagen, dass ich alles gegeben habe und es hat wirklich Spaß gemacht.“ 

Das Rennen der KZ2 galt nicht umsonst als das Spannendste des Tages, Zuschauer klatschten noch lange nach Rennende und alle Fahrer an diesem Wochenende bewiesen, wie toll und unberechenbar Motorsport sein kann.