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ALMS
20.03.2011

Zweiter Platz für Porsche in GTE-AM-Klasse

Beim 12-Stunden-Rennen in Sebring startete Porsche mit einem zweiten Platz in der neuen Klasse GTE-AM in den Intercontinental Le Mans Cup und die American Le Mans Series 2011. Das Cockpit des von Proton Competition eingesetzten Porsche 911 GT3 RSR teilte sich Porsche-Werksfahrer Richard Lietz (Österreich) mit seinen Teamkollegen Christian Ried (Schönebürg) und Gianluca Roda (Italien).

„Unser Auto hat bis auf die Kupplungsprobleme in der Schlussphase gut funktioniert“, sagte Richard Lietz. „Die neue GTE-AM-Klasse, in der nur ein Profifahrer pro Fahrzeug erlaubt ist, finde ich sehr interessant. Das Rennen in Sebring hat wie immer großen Spaß gemacht. Meine Fahrerkollegen sind konstante Zeiten gefahren und haben keine Fehler gemacht.“

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In der GT-Klasse der American Le Mans Series belegten die Porsche-Werksfahrer Jörg Bergmeister (Langenfeld) und Patrick Long (USA) den sechsten Platz. Die Titelverteidiger im Porsche 911 GT3 RSR von Flying Lizard Motorsports verloren bereits in der Anfangsphase des bei sommerlichen Temperaturen ausgetragenen Rennens eine Runde, als Patrick Long nach einer Kollision eine einminütige Stop-and-Go-Strafe kassierte. An der Kühlweste von Jörg Bergmeister löste sich später ein Schlauch und das auslaufende Wasser sorgte für Fehlzündungen, die einen außerplanmäßigen Boxenstopp notwendig machten. Dadurch verloren sie eine weitere Runde auf die Spitze. „Die Konkurrenz ist in diesem Jahr so stark, dass man einen solchen Rückstand nicht mehr aufholen kann. Insofern bin ich mit Platz sechs durchaus zufrieden“, sagte Jörg Bergmeister. „Wir haben heute einfach Pech gehabt und ich hoffe, dass sich das im weiteren Saisonverlauf ausgleichen wird.“

Auch die starke Vorstellung von Porsche-Werksfahrer Wolf Henzler (Nürtingen) und seinen Teamkollegen Martin Ragginger (Österreich) und Bryan Sellers (USA) im Porsche 911 GT3 RSR vom Team Falken wurde nicht mit einem guten Resultat belohnt. Die neue Mannschaft rund um Derrick Walker feierte eine eindrucksvolle Premiere in der American Le Mans Series, arbeitete sehr professionell und überzeugte gleich im ersten Renneinsatz mit tollen Boxenstopps. Über weite Strecken war ihr 911 GT3 RSR der schnellste Porsche im Feld, kam wegen Getriebeproblemen aber nicht ins Ziel. „Die Zusammenarbeit mit der neuen Mannschaft funktioniert schon sehr gut“, sagte Wolf Henzler. „Vor allem bei den Reifen haben wir im Vergleich zum Vorjahr große Fortschritte gemacht. Darauf können wir für den Rest der Saison aufbauen.“

Im zweiten Porsche 911 GT3 RSR von Flying Lizard Motorsports kam Porsche-Werksfahrer Marco Holzer (Lochau) zusammen mit den Amerikanern Seth Neiman und Darren Law auf dem siebten Platz ins Ziel.

„Natürlich haben wir uns den Saisonauftakt anders vorgestellt“, sagte Porsche-Motorsportchef Hartmut Kristen. „Doch der sechste Platz des Teams Flying Lizard Motorsports und die entsprechenden Meisterschaftspunkte sind für eine mögliche Titelverteidigung sehr wichtig. Leider haben die Kollision mit einem Konkurrenten sowie die undichte Kühlweste und die daraus resultierenden Elektrikprobleme ein besseres Ergebnis verhindert. Glückwunsch an das Team Proton Competition, das bei der Premiere der GTE-AM-Klasse den zweiten Platz belegte. Auch die übrigen Porsche-Teams haben in diesem extrem stark besetzten Rennen eine sehr gute Leistung gezeigt.“

Den Sieg in der Klasse GTC für Markenpokalfahrzeuge holten Tim Pappas (USA), Sebastiaan Bleekemolen (NL) und Damien Faulkner (IRL) im Porsche 911 GT3 Cup.

Der 2. Lauf der American Le Mans Series wird am 16. April auf dem Stadtkurs in Long Beach im US-Bundesstaat Kalifornien ausgetragen.
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