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ADAC GT Masters
17.05.2011

Uwe Nittel begeistert die Zuschauer am Sachsenring

Den instabilen Zustand bei einem Rennfahrzeug beherrscht er wie kaum ein Zweiter: Beim Sonntagsrennen des ADAC GT Masters auf dem Sachsenring stellte Rallye-Spezialist Uwe Nittel (Adelmannsfelden) im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 von Black Falcon sein Können eindrucksvoll unter Beweis. Von Startplatz 26 kämpfte er sich bei schwierigen Bedingungen bis auf Platz drei nach vorne.

Diese Position konnte Nittel zusammen mit Oliver Mayer (Ingolstadt) aufgrund einer Durchfahrtstrafe jedoch nicht ins Ziel retten, so dass am Ende Platz 20 in der Gesamtwertung zu Buche stand. Mayer punktete mit diesem Ergebnis erneut in der Amateurwertung, wo er nach vier Rennen aktuell den fünften Rang belegt. Für Robert Renauer (Jedenhofen) und Kenneth Heyer (Wegberg) war das Gastspiel auf dem Sachsenring nach einem Startunfall im Rennen am Samstag vorzeitig beendet.

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Rennen 1: Von aussichtsreicher Position fünf aus gestartet war das Rennen für die Startnummer 20 bereits wenige Meter nach dem Start vorzeitig beendet. Nach einem heftigen Rempler eines Mitstreiters beim Einbiegen in die erste Kurve verlor Renauer unverschuldet die Kontrolle über das Fahrzeug und bog in Richtung Streckenbegrenzung ab. Dabei riss er zudem Philip Geipel im Lamborghini mit in das Kiesbett. Renauer überschlug sich, der SLS blieb auf dem Dach liegen. Beide Fahrer blieben dank der hohen Sicherheitsanforderungen an die GT3-Sportwagen unverletzt. Mayer und Nittel kämpften sich im Schwesterfahrzeug mit der Nummer 21 von Position 25 aus gestartet bis auf Platz 19 im Rennen nach vorne.

Rennen 2: Das Fahrzeug von Renauer / Heyer konnte nach dem schweren Unfall vom Samstag vor Ort nicht instand gesetzt werden und war nicht am Start. Nach einem starken Regenschauer unmittelbar vor dem Start wurde dieser zunächst verschoben. Hinter dem Safetycar absolvierte das Teilnehmerfeld bei nasser aber abtrocknender Piste die ersten Runden. Nittel setzte auf Regenreifen und fuhr innerhalb von nur neun Umläufen von Position 26 bis auf Platz drei nach vorne. Für einen Überholvorgang unter gelber Flagge beim Start hinter dem Safetycar wurde Nittel, wie auch zahlreiche andere Piloten, von der Rennleitung mit einer Durchfahrtstrafe belegt. Eine Top-Platzierung war somit passé. Mayer schlug sich bei anhaltend schwierigen Bedingungen tapfer und wurde als 20. von 33 gestarteten Fahrzeugen abgewinkt.

Marc Schramm (Teamchef): „Wir haben ein schwieriges Wochenende hinter uns. Der SLS von Kenneth und Robert ist ein Totalschaden. Besonders ärgerlich ist dies angesichts der starken Leistung, die das Duo im Training gezeigt hat. Am Sonntag blieb die fantastische Leistung von Uwe unbelohnt. Unter diesen Voraussetzungen können wir nur nach vorne blicken und hoffen, dass wir in Zolder mehr Rennglück haben.“

Robert Renauer (Startnummer 20): „Unmittelbar nach dem Start spürte ich einen heftigen Schlag im Heck und war fortan nur noch Passagier. Ich bog links in die Streckenbegrenzung ab, das Fahrzeug stieg auf und ich habe mich zwei Mal überschlagen. Zum Glück ist niemandem etwas passiert. Trotzdem bin ich sehr enttäuscht, denn heute war für uns das Podium in greifbarer Nähe.“

Kenneth Heyer (Startnummer 20): „Ich habe kein Verständnis für so eine Fahrweise beim Start. Natürlich wollen alle gewinnen, aber bei einem Rennen über eine Stunde muss so etwas nicht sein. Uns bleiben so wichtige Punkte verwehrt. Wir müssen jetzt nach vorne blicken und werden in Zolder wieder voll angreifen.“

Oliver Mayer (Startnummer 21): „Das Wochenende ist nicht ganz so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt hatten. Aber am Ende konnte ich zusammen mit Uwe, der einen fantastischen Job gemacht hat, weiter Punkte für die Amateurwertung sammeln. Diese Serie möchte ich in Zolder gerne fortführen.“

Uwe Nittel (Startnummer 21): „Der Einsatz im SLS von Black Falcon hat mir eine Menge Spaß gemacht. Vor allem am Sonntag, bei nasser Piste, war ich absolut in meinem Element. Die Bestrafung der Rennleitung muss ich akzeptieren. Es herrschte viel Verwirrung im Feld, als das Rennen freigegeben wurde.“
Vorschau

Die Läufe fünf und sechs des ADAC GT Masters 2011 finden vom 10. bis 12. Juni in Zolder statt. Das ADAC Masters Weekend feiert dabei seine Premiere in Belgien, das ADAC GT Masters war bereits 2007 auf der Traditionsrennstrecke zu Gast.