Samstag, 28. November 2020
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ADAC GT Masters
14.06.2011

Technik narrt Toni Seiler in Zolder

Das erste Auslandsrennen des ADAC GT Masters in der Saison 2011 brachte Toni Seiler (Bonstetten) kein Glück. In den beiden Rennen im belgischen Zolder machte Seiler und Teamkollege Philipp Eng die Lenkung der Callaway Competition-Corvette Z06.R GT3 Sorgen. Nach vier aufeinanderfolgenden Podiumsplätzen in der Amateurwertung belegte Seiler im ersten Rennen auf der ehemaligen Formel 1-Strecke in Zolder den fünften Platz in der Amateurwertung und blieb im zweiten Rennen punktelos.

Das Rennen am Samstag musste Seiler nach einem Defekt im Zeittraining von ganz hinten in Angriff nehmen. Von der ersten Runde an startete Seiler eine Aufholjagd und machte bis zum Fahrerwechsel auf Philipp Eng ganze 10 Plätze gut. In der zweiten Rennhälfte erkämpfte Eng weitere acht Positionen, bis der Österreicher kurz vor dem Rennende ein Problem mit der Servolenkung bekam und einige Gegner aufgrund des schwer lenkbaren Auto ziehen lassen musste. Eng brachte die Corvette schliesslich auf Rang 20 ins Ziel. „Wenn die Servolenkung aussteigt, kann man in so einem Rennauto kaum das Lenkrad bewegen“, erklärte Seiler. „Man kann sich kaum vorstellen, wie viel Kraft man dafür benötigt. Es war eine tolle Leistung von Philipp, dass er es noch bis ins Ziel geschafft hat.“

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In das Rennen am Sonntag startete Eng von Position 20 und lag schon nach der ersten Runden auf Position 16. Dann musste der Österreicher jedoch die Box ansteuern, um einen Defekt an der Lenkung beheben zu lassen. Die Reparatur kostete vier Runden und nahm dem Duo in der gelben Corvette somit jede Chance auf eine gute Platzierung. Was im Rennen noch möglich gewesen wäre, zeigte anschließend die schnellste Rennrunde von Philipp Eng.

„Ohne den erneuten Defekt der Lenkung hätten wir heute sicherlich Chancen auf eine gute Platzierung gehabt, denn unsere Corvette war sehr schnell“, so Seiler. „Die Defekte in den beiden Rennen hatten unterschiedliche Ursachen, aber leider die gleiche Auswirkung. Unsere Mechaniker hatten an diesem Wochenende leider sehr viel Arbeit, haben aber einen guten Job gemacht. Ich sehe die beiden Rennen in Zolder nun einfach als Training für das nächste Rennen auf dem Nürburgring. Am Nürburgring werden wir in jeden Fall wieder angreifen.“