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ADAC GT Masters
12.06.2011

Alpina-Duo Lunardi/Margaritis siegt am Sonntag

Die Schlussphase des zweiten ADAC GT Masters-Rennens im belgischen Zolder war nichts für schwache Nerven. In einem Herzschlagfinale siegten Alexandros Margaritis (26, Köln) und Dino Lunardi (32, Nimes) im LIQUI MOLY Team Engstler-BMW ALPINA nach 35 Runden mit 0,9 Sekunden Vorsprung vor Albert von Thurn und Taxis (27, Regensburg)/Philip Geipel (24, Plauen) im Reiter-Lamborghini Gallardo.

Lokalmatador Kenneth Heyer (31) aus dem grenznahen Wegberg durfte zusammen mit Teamkollege Robert Renauer (26, Jedenhofen) auf Platz drei im Black Falcon-Mercedes Benz SLS AMG über die erste Podiumsplatzierung des Flügeltürers im ADAC GT Masters jubeln.

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Die Startphase zum Sonntagsrennen des ADAC GT Masters verlief turbulent. Nach einem Unfall von Frank Kechele (24, Ulm) im Reiter-Lamborghini, in den auch René Rast (24, Steyerberg) im Phoenix Racing Pole Promotion-Audi R8 verwickelt wurde, ging das Safety-Car in der ersten Runde auf die Strecke. Beim Restart verteidigte der Trainingsschnellste Daniel Dobitsch (27, Italien) im FACH AUTO TECH-Porsche 911 die Führung, musste sich aber schließlich Christopher Haase (23, Kulmbach) im Phoenix Racing Pole-Promotion-Audi R8 und BMW ALPINA-Pilot Lunardi beugen. Nach dem Fahrerwechsel von Haase auf Andreas Simonsen (21, Schweden) verließ der führende Audi einen Hauch zu schnell wieder die Box und unterschritt die vorgeschriebene Mindeststandzeit um zwei Sekunden. Simonsen musste eine Stop-and-go-Strafe antreten und die Führung an Margaritis abgegeben.

Der Deutsch-Grieche fuhr im BMW ALPINA einem scheinbar sicheren Sieg entgegen. Doch in der Schlussphase machte Albert von Thurn und Taxis Druck auf Margaritis, fand aber keinen Weg am giftgrünen BMW ALPINA vorbei. "Einige überrundete Fahrzeuge haben mich etwas aufgehalten, dabei habe ich meinen Vorsprung eingebüßt", berichtete Margaritis nach dem Rennen. "Ich musste mich in den letzten Runden sehr lang und breit machen, um vorn zu bleiben." Mit ihrem zweiten Saisonsieg eroberte das Duo Margaritis/Lunardi die Tabellenführung im ADAC GT Masters zurück. "Nach viel Pech in den letzten Läufen ist der zweite Platz hier eine Erlösung", jubelte Albert von Thurn und Taxis nach seiner ersten Podiumsplatzung der Saison. "Wir haben an diesem Wochenende extrem hart gearbeitet, das hat sich ausgezahlt."

Ein enges Duell lieferten sich auch die beiden bestplatzierten Mercedes-Benz SLS AMG im Kampf um den ersten Podestplatz des schwäbischen Supersportwagen im ADAC GT Masters. Kenneth Heyer und Robert Renauer behielten schließlich die Oberhand, Andreas Wirth (26, Heidelberg) und Christiaan Frankenhout (29, NL) wurden im SLS AMG von HEICO MOTORTSPORT Vierte. Auf Platz sechs kam der Porsche von Dobitsch und Swen Dolenc (43, Maulbronn) ins Ziel, das gute Ergebnis der beiden Newcomer sicherte Dolenc den Sieg in der Amateurwertung vor Oliver Mayer (53, Ingolstadt) im Black Falcon-Mercedes-Benz SLS AMG.

Heinz-Harald Frentzen (44, Monaco) und Sven Hannawald (36, München) belegten in ihrer Callaway-Corvette Platz 15. Das Ergebnis sicherte Sven Hannawald Platz drei in der Amateurwertung und damit die erste Podiumsplatzierung der Skisprunglegende in der laufenden Saison. Johannes (24) und Ferdinand Stuck (19, beide Österreich), die Sieger des ersten Rennens am Samstag im Reiter-Lamborghini, schieden am Sonntag aus.