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FIA WTCC
06.09.2010

Saison Höhepunkt für das Liqui Moly Team Engstler

Dieses Wochenende war es soweit: die Tourenwagenweltmeisterschaft (WTCC) und die ADAC Procar wurden parallel in der Arena von Oschersleben ausgetragen.

Der Allgäuer Rennstall war mit insgesamt sechs Liqui Moly BMW vertreten. Auch heuer waren wieder zahlreiche Fans von Franz Engstler und seiner ganzen Mannschaft an den Rennplatz gekommen. Alleine von Liqui Moly waren 350 Gäste aus Deutschland, Finnland und Israel nach Oschersleben angereist.

Daumen drücken für Franz Engstler und Andrei Romanov in der WTCC

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Der Qualifying-Samstag zeigte sich in Oschersleben verregnet, trotz des ständigen Wetterwechsels konnte sich Engstler die dritt schnellste Zeit bei den Privatfahrern sichern, sein Teamkollege Romanov wurde Achter. Mit hohen Erwartungen starteten die beiden Fahrer in den ersten Lauf am Sonntag.

Unterstützung gab es von den Liqui Moly Gästen, die bei der Startaufstellung noch einmal viel Glück wünschten. Engstler sorgte einmal mehr für Spannung pur. Bei einer Kollision mit einem anderen Fahrer aus der Privatfahrerwertung verlor der Routinier zunächst zwei Plätze. Doch Engstler schaffte es mit seinem fahrerischen Können diese Plätze wieder gut zu machen, er wurde letztendlich nach 14 Rennrunden Dritter in der Privatfahrerwertung und gesamt Dreizehnter. Engstler konnte sich so wertvolle sechs Punkte sichern. Für seinen Teamkollegen endete der erste Lauf auf Platz Sechs. Romanov konnte somit zwei Plätze gut machen und ebenfalls wichtige Punkte für das Team sichern.

Lauf Zwei hatte es in sich

Engstler startet von einem guten dritten Platz in den zweiten Lauf. Er wurde allerdings von einem Mitstreiter attackiert. Engstler drehte sich, brachte seinen BMW aber sofort wieder unter Kontrolle und startete eine nervenaufreibende Aufholjagd. Letztendlich landete er auf Platz 5 in der Privatfahrerwertung: vier Punkte für Franz Engstler und damit insgesamt 70 Punkte in der Meisterschaftswertung. Hier liegt Engstler nun auf Platz 5.Sein Teamkollege Andrei Romanov aus Russland wurde Siebter. Er zählt nach Oschersleben 22 Meisterschaftspunkte.

TV Stationen begleiten Franz Engstler in Oschersleben

Als einziger deutscher Fahrer in der WTCC wurde Engstler in Oschersleben von mehreren Fernsehstationen portraitiert. Unter anderem wirft Eurosport im WTCC Inside Magazin am kommenden Dienstag um 13.15 Uhr einen Blick hinter die Kulissen von Franz Engstlers Alltag am Rennplatz.


ADAC Procar sorgte ebenfalls für Spannung und Nervenkitzel pur

Mit dem Tabellenführenden Johannes Leidinger war das Liqui Moly Team Engstler als Favorit nach Oschersleben gekommen. Der Nachwuchsfahrer führte sowohl die Meisterschaft der Division 1 an, als auch die Rookiewertung, dementsprechend groß war der Druck für den 23 jährigen Saarländer.

Aber der Nachwuchsfahrer behielt die Ruhe und belegte Platz 3 im Qualifying. Sein Teamkollege, der Rookie Florian Spengler, holte sich souverän die Poleposition für den ersten Lauf. Gefolgt von dem Liqui Moly Team Engstler Stammfahrer Rustem Teregulov auf Platz 2, Roland Hertner vom Team Engstler musste sich mit der fünften Startposition zufrieden geben.

"Ich freue mich, wenn ich den Ehrgeiz und das Engagement unserer Fahrer beobachte", so Franz Engstler in Oschersleben. Der Routinier lässt es sich an einem solchen Wochenende nicht nehmen, den Fahrern vom Liqui Moly Team Engstler mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und beim Rennen an der Boxenmauer mit zu fiebern.

Allerdings war die Enttäuschung schon kurz nach dem Start des ersten Laufes groß. Spengler hatte einen Dreher und verlor Plätze, seine Teamkollegen Hertner und Leidinger hatten mit technischen Problemen zu kämpfen, so dass sie in die Box kommen mussten.

Teregulov verlor einen Platz und wurde letztendlich Dritter. Spengler kämpfte sich wieder nach vorne und wurde Vierter. Ohne Punkte beendeten Hertner und Leidinger den ersten Lauf.

Die Techniker des Liqui Moly Teams Engstler zeigten wieder einmal einen ausgezeichneten Einsatz, so dass beide BMW beim zweiten Lauf wieder an den Start gehen konnten. Allerdings mussten Hertner und Leidinger aus den beiden letzten Startreihen der Division 1 ins Rennen gehen.

Dank des fahrerischen Könnens der beiden Rennfahrer konnten sie sich schnell nach vorne kämpfen. In der letzten Runde schaffte es Leidinger sogar noch auf Platz zwei vor zu fahren, Hertner wurde Vierter. Aufgrund eines Frühstarts musste Teregulov als Strafe durch die Boxengasse fahren und somit seine Führung aufgeben. Der Sieg blieb aber dennoch im Team: Florian Spengler konnte das Rennen für sich entscheiden. Teregulov wurde Sechster.

In der Meisterschaftswertung könnte es nicht spannender sein: Spengler und Leidinger gehen Punktgleich ins Finale. Das findet ebenfalls in Oschersleben am 2. und 3. Oktober statt.