Sonntag, 5. Juli 2020
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FIA GT3 EM
19.09.2010

Bestes Saisonergebnis für Fischer Racing

Fischer Racing fuhr bei der fünften Runde der FIA GT3-Europameisterschaft in Portimão/Portugal das bisher beste Saisonergebnis ein. Mikko Eskelinen (FI) und Florian Gruber (Aham) fuhren im Ford GT von Fischer Racing im ersten von zwei Rennen an der Algarve auf den vierten Platz. Im zweiten Rennen am Sonntag schied der Ford nach einer Kollision kurz vor dem Rennende aus.

Die Grundlage für das beste Saisonergebnis in der FIA GT3-Europameisterschaft legte Mikko Eskelinen mit einer guten Leistung im Zeittraining für das erste Rennen am Samstag. Eskelinen stellte den Ford GT auf Startplatz neun, das bislang beste Qualifyingergebnis des Finnen in der Europameisterschaft. Im Rennen hielt Eskelinen die neunte Position bis zur Übergabe des Ford GT beim Pflichtboxenstopp an Florian Gruber, obwohl der amtierende finnische GT-Meister in der ersten Rennhälfte von einem Audi gedreht wurde. Gruber, an diesem Wochenende Ersatzmann für den aus familiären Gründen verhinderten Stammpiloten Christoffer Nygaard, fand sich bei seinem ersten Einsatz in dieser Saison sofort blendend mit dem Ford GT zurecht. Bis zum Rennende arbeitete sich der Bayer durch das Feld und brachte den Ford GT nach einer starken Fahrt auf dem vierten Rang ins Ziel, nur knapp eine Sekunde hinter dem drittplatzierten.

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„Ein tolles Rennen, schade das wir den dritten Platz und unser erstes Podiumsergebnis in diesem Jahr nur so knapp verpasst haben“, freute Eskelinen nach dem Rennen. „Der Start ist mir gut gelungen, ich konnte meine Position halten. Dann ist mir ein Audi auf das Heck gefahren und hat mich gedreht. Dabei habe ich viel Zeit verloren, sonst hätte ich unser Auto in einer noch besseren Ausgangsposition an Florian übergeben.“

„Das Rennen war sehr hart, ich hatte richtig viel tun“, so Gruber nach dem Rennen. „Bei dem Kontakt von Mikko hat sich wohl der Auspuff etwas verschoben, durch die heissen Gase ist ein Schaltseil geschmolzen und ich musste die Gänge immer wieder mit der Hand in eine neutrale Position bringen. Das war sehr anstrengend, zudem war es sehr heiss im Auto, aber ich konnte dennoch einige Position gutmachen. Zum Schluss hat mir eine Runde gefehlt, sonst wären wir noch auf das Podium gefahren.“

Im zweiten Rennen am Sonntag lagen Gruber und Eskelinen wieder auf Punktekurs, Gruber fuhr den Ford GT in der ersten Rennhälfte von Startplatz 16 bis auf Platz zehn nach vorne. Bei einer Kollision im Kampf um den neunten Platz kollidierte Eskelinen jedoch in der vorletzten Runde mit einem Gegner und musste den Ford auf der Strecke abstellen.

Nach dem guten Ergebnis im ersten Rennen in Portugal steht für Fischer Racing als nächstes das Finale der FIA GT3-Europameisterschaft am 10. Oktober im belgischen Zolder auf dem Programm.