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Prototype Masters
17.01.2026

Große Überraschung um Franz Konrad

Beim Saisonauftakt der Prototype Masters auf dem Red Bull Ring (10. bis 12. April 2026) wird Franz Konrad persönlich wieder im Renncockpit sitzen.

Konrad Motorsport zählt zu den traditionsreichsten Rennställen im deutscheuropäischen Motorsport. Der 1951 in Graz geborene Franz Konrad gründete das Team im Jahr 1972 und prägte es über Jahrzehnte hinweg als Fahrer, Techniker und Teamchef mit großer Leidenschaft und ausgeprägtem technischem Know-how.

Über die Jahre sammelte das Team zahlreiche internationale Erfolge in unterschiedlichen Rennklassen. Ein Meilenstein war der Gewinn der Deutschen Formel 3-Meisterschaft 1983 durch Franz Konrad selbst.
 
Im Jahr 1990 fuhr Franz Konrad bei den 24 Stunden von Le Mans im Jaguar Werksteam auf Platz 2, es folgten außerdem noch zwei Klassensiege in Le Mans.

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Ein weiteres Highlight war der Gesamtsieg bei den 24h Nürburgring im Jahr 1993. Franz Konrad siegte außerdem bei den bekannten 24h Rennen in Daytona, Bahrain, Dubai und Spa.

Aber auch Siege bei prestigeträchtigen Rennen wie den 1000 Meilen von Brasilien oder der IMSA GTI Serie in den USA mit einem Saleen S7R prägen die Erfolgsgeschichte des Teams. Engagements im Porsche Supercup und im Carrera Cup Germany rundeten das sportliche Portfolio mit weiteren Trophäen, sowie Gesamtsiegen in der Team- und Fahrerwertung ab.

Was heute kaum noch bekannt ist: Konrad Motorsport engagierte sich auch in der Sportwagen-Weltmeisterschaft mit eigenen Konstruktionen wie dem Konrad KM-11 - ein Beleg für den hohen technischen Anspruch des Teams.

Das Team um den sympathischen Franz Konrad entwickelte sich im Laufe derJahrzehnte von einem privaten Rennteam zu einer festen Größe im Prototypen- und GTSport, bekannt für technische Kompetenz, Pragmatismus und strategische Flexibilität.

Prototype Cup Germany 2025 — Titel für Konrad Motorsport

In der Saison 2025 des Prototype Cup Germany war Konrad Motorsport eines der dominierenden Teams im nationalen Prototypen-Sport. Mit dem US-Amerikaner Danny Soufi und dem Bulgaren Pavel Lefterov gewann das Team im Ligier JS P320 souverän die Fahrermeisterschaft. Das zweite Fahrzeug pilotierte Zino-Ferret Fahlke.

In der Teamwertung sicherte sich Konrad Motorsport ebenfalls den Titel — mit lediglich zwei Punkten Vorsprung auf die Konkurrenz von Mücke Motorsport.

Der Prototype Cup Germany wurde für 2026 nicht mehr ausgeschrieben. Die neu gegründeten Prototype Masters unter Initiator Thomas Ambiel (in der letzten Saison Meister der Trophy-Wertung und Gesamtfünfter) will diese Lücke im deutschen und mitteleuropäischen Prototypen-Sport schließen.

Ausblick: Prototype Masters Red Bull Ring 2026

Beim Saisonauftakt der Prototype Masters auf dem Red Bull Ring wird Franz Konrad selbst ins Cockpit steigen. Diese Entscheidung markiert einen besonderen Moment: Der Teamgründer kehrt aktiv ins Renngeschehen zurück — mit hoher sportlicher und symbolischer Bedeutung für Team und Serie gleichermaßen. Zugleich unterstreicht Konrad damit seine ungebrochene Leidenschaft für den Motorsport und speziell für Prototypen, die seit jeher zu seinen Favoriten zählen.

Serieneigentümer Thomas Ambiel sagt dazu: „Eine wirklich bemerkenswerte Entscheidung von Franz Konrad, bei unserem Debüt in seiner österreichischen Heimat wieder selbst ins Cockpit zu steigen. Das motiviert auch uns als neue Serie und bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind."
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